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Cost Average Effekt - Wie sinnvoll ist ein Sparplan wirklich?

Sparpläne zählen bei Millionen von Anlegern zu den beliebtesten Investmentprodukten und das völlig zu Recht. Sie eignen sich nicht nur hervorragend für den langfristigen und disziplinierten Vermögensaufbau, sondern nutzen auch den Cost-Average-Effekt aus, der sich bei Kursschwankungen gewinnbringend auswirkt. Doch was hat es mit diesem Durchschnittskosteneffekt eigentlich auf sich? Welche Vor- und Nachteile hat er und was sollte man bei Sparplänen beachten? In diesem Ratgeber erfährst Du alles über diesen finanzmathematisch so wichtigen Effekt und lernst, ihn perfekt für Dich auszunutzen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Cost-Average-Effekt (auch „Durchschnittskosteneffekt“ genannt) beschreibt ein finanzwirtschaftliches Phänomen, das auftritt, wenn Du in regelmäßigen Zeitintervallen denselben Geldbetrag in ein bestimmtes Wertpapier investierst.
  • Der gleichbleibende Investitionsbetrag führt dazu, dass Du zum jeweiligen Investitionszeitpunkt bei höheren Kursen weniger Stück und bei niedrigeren Kursen mehr Stück des Wertpapiers kaufst.
  • Dieser Durchschnittskurs ist in der Regel niedriger, als wenn Du zu jedem Zeitpunkt die gleiche Stückzahl eines Wertpapiers kaufst.
  • Die wesentlichen Vorteil des Durchschnittskosteneffekts sind ein automatisiertes antizyklisches Investmentverhalten, der Wegfall des Market Timings und eine geringere emotionale Belastung bei Kursschwankungen.
  • Die größten Nachteile des Cost-Average-Effekts sind die Underperformance bei steigenden Märkten, potenziell höhere Transaktionskosten und ein möglicherweise zu langes Zögern bei Investitionsentscheidungen.
  • Der Cost-Average-Effekt liefert in zwei von drei Fällen eine geringere Rendite als eine Einmalanlage.
  • Bei Entnahmeplänen (also dem Gegenteil von Sparplänen) kehrt sich der Durchschnittskosteneffekt um.

Was ist der Cost-Average-Effekt?

Der Cost-Average-Effekt (häufig auch als Dollar Cost Averaging oder auf Deutsch als Durchschnittskosteneffekt bezeichnet) beschreibt ein finanzwirtschaftliches Phänomen, das auftritt, wenn Du in regelmäßigen Zeitintervallen denselben Geldbetrag in ein bestimmtes Wertpapier investierst. Der gleichbleibende Investitionsbetrag führt dazu, dass Du zum jeweiligen Investitionszeitpunkt bei höheren Kursen weniger Stück und bei niedrigeren Kursen mehr Stück des Wertpapiers kaufst. 

Unter dem Strich erwirbst Du das Wertpapier aufgrund der auftretenden Kursschwankungen zu einem bestimmten Durchschnittskurs. Dieser Durchschnittskurs ist in der Regel niedriger, als wenn Du zu den gleichen Zeitpunkten eine gleich bleibende Menge von Anteilen gekauft hättest. Mathematisch liegt dieser Vorteil darin begründet, dass das harmonische Mittel (bei gleichbleibenden Investitionsbeträgen) in der Regel unter dem arithmetischen Mittel (bei gleichbleibenden Stückzahlen) liegt.

Wie funktioniert der Cost-Average-Effekt?

In der Theorie klingt der Durchschnittskosteneffekt recht komplex, er lässt sich aber in der Praxis anhand eines einfachen Beispiels sehr leicht verdeutlichen.

Beispiel

Angenommen Du investierst über einen Zeitraum von vier Monaten jeweils 100 € pro Monat in eine bestimmte Aktie.

Im ersten Monat liegt der Aktienkurs bei 100 €. Du erwirbst demnach 1 Stück.
Im zweiten Monat bricht der Kurs auf 50 € ein. Du kaufst also 2 Stück.
Im dritten Monat erholt sich der Aktienkurs stark auf 200 €. Du kaufst 0,50 Stück.
Und im vierten Monaten sinkt der Kurs wieder auf das ursprüngliche Kursniveau von 100 €. Du kaufst folglich 1 Stück.
In Summe hast Du im Laufe der vier Monate demnach 4,50 Stück der Aktie gekauft. Der durchschnittliche Kaufpreis lag bei 88,89 € (400 € / 4,50 Stück).

Hättest Du zu jedem der vier Investitionszeitpunkte je 1,00 Stück der Aktie gekauft, hättest Du in Summe 450 € investiert. Der durchschnittliche Kaufkurs hätte in diesem Szenario 112,50 € betragen, also wesentlich mehr als im Beispiel mit gleichbleibenden Investitionsbeträgen.

Das liegt an dem bereits im einleitenden Abschnitt dargestellten Phänomen des Cost-Average-Effekts, dass Du bei niedrigen Kursen viele Aktien und bei hohen Kursen wenige Aktien kaufst. Unter dem Strich ergibt sich dadurch ein günstigerer durchschnittlicher Einstiegskurs.

Das sind die Vorteile des Cost-Averaging-Effekts

Dollar Cost Averaging bietet Dir beim langfristigen Vermögensaufbau, wie beispielsweise über Aktien- oder ETF-Sparpläne, sowohl finanzielle als auch zeitlich und psychologische Vorteile. Diese sind:

  • Automatisierter Antizykluskauf: Da Du unabhängig vom aktuellen Kurs eines Wertpapiers immer denselben Betrag investierst, kaufst Du bei sinkenden Kursen automatisch mehr Anteile und bei hohen Kursen weniger. Damit legst Du ein automatisiertes antizyklisches Investmentverhalten an den Tag, das Deine Anschaffungskosten über die Zeit glättet.
  • Kein Stress mit dem Market Timing: Selbst für Profi-Investoren ist es unmöglich, den richtigen Zeitpunkt für den Kauf eines Wertpapiers zu bestimmen. Mit dem Cost-Average-Effekt musst Du erst gar nicht nach dem perfekten Zeitpunkt für einen Markteinstieg suchen. Du investierst mal zu höheren und mal zu niedrigeren Kursen. Das spart Dir jede Menge Zeit in der Beobachtung der Finanzmärkte.
  • Disziplinierter Vermögensaufbau: Durch die Automatisierung Deines Sparverhaltens musst Du nicht jedes Mal aufs Neue beurteilen, wie viel Geld Du zu einem bestimmten Zeitpunkt investieren willst. Ein Sparplan nimmt Dir jeden Monat diese Entscheidung ab und sorgt damit für einen disziplinierten und nachhaltigen Vermögensaufbau.
  • Weniger emotionaler Stress: Viele Anleger setzten Investmententscheidungen unter Stress und genauso viele ärgern sich im Nachhinein über das falsche Timing. Der Cost-Average-Effekt im Rahmen eines Sparplans nimmt Dir diesen emotionalen Stress. Du musst nicht ständig überlegen, ob der Kurs gerade hoch oder niedrig ist, und vermeidest dadurch impulsive und möglicherweise nachteilige Entscheidungen.
  • Geringere Nervenbelastung bei Kursschwankungen: Ebenso wirken sinkende Kurse belastend auf viele Anleger. Zwar sinkt selbstverständlich auch bei einem Sparplan der Wert Deiner Geldanlage bei sinkenden Kursen, aber Du kannst Dich als eine Art Ausgleich darüber freuen, dass Du auf diesem Kursniveau zum nächsten Investitionszeitpunkt mehr Anteile für Dein Geld bekommst. Das nimmt Kursschwankungen einen Teil ihrer Nervenbelastung.

Das sind die Nachteile des Cost-Average-Effekts

Obwohl der Cost-Average-Effekt viele psychologische und praktische Vorteile für den regelmäßigen Vermögensaufbau bietet, birgt diese Strategie auch einige gewichtige Nachteile und wissenschaftliche Gegenargumente. Diese sind:

  • Underperformance bei steigenden Märkten: In Phasen steigender Märkte, also wenn die Kurse von Wertpapieren allgemein steigen, schneidet ein Sparplan mit Durchschnittskosteneffekt schlechter ab als eine Einmaleinlage. Einen Teil Deines Geldes hältst Du dabei in Cash, das keine nennenswerte Rendite abwirft. Zu späteren Zeitpunkten kaufst Du dann Anteile zu höheren Kursen.
  • Kein Schutz vor Verlusten: Auch der Cost-Average-Effekt ist kein „magischer“ Schutz vor Kursverlusten. Er sorgt zwar dafür, dass Du bei sinkenden Kursen mehr Anteile für denselben Geldbetrag bekommst. Er verhindert jedoch nicht, dass Dein Gesamtdepot bei einem stärkeren Kurseinbruch massiv an Wert verliert. Was er jedoch leisten kann, ist, dass Du in längeren Crash-Phasen den Durchschnittskurs so stark senkst, dass Du bei im Anschluss bei wieder steigenden Kursen sehr schnell eine positive Rendite erwirtschaftest.
  • Höhere Transaktionskosten: Da Du bei einem Sparplan in regelmäßigen Intervallen (meist monatlich) eine Order ausführst, fallen grundsätzlich häufiger Transaktionskosten an. Heutzutage bieten jedoch alle Broker eine sehr große Auswahl an kostenlosen oder sehr günstigen Aktien-, ETF- und Fondssparplänen an.
  • Psychologische Fehleinschätzung: Viele Anleger unterliegen der Fehleinschätzung, dass der Cost-Average-Effekt ein Mittel ist, um eine höhere Rendite als der Markt zu erzielen. Tatsächlich ist er in erster Linie ein Instrument zur Risikoreduktion und Verhaltenssteuerung (weniger Angst vor Fehltiming), aber kein Renditehebel. Wer das verwechselt, weckt möglicherweise falsche Erwartungen an die eigene Anlagestrategie.
  • Unnötiges Zögern: Manche Anleger nutzen das Argument "Cost-Average ist ohnehin besser" als Rechtfertigung, eine größere vorhandene Summe unnötig lange zurückzuhalten, statt sie zeitnah zu investieren. Das kann sich bei steigenden Kursen als teure Fehleinschätzung erweisen.

Erhöht der Cost-Average-Effekt die Rendite?

Sparpläne und der mit ihnen verbundene Cost-Average-Effekt werden Anlegern in zahlreichen Finanzratgebern als das Nonplusultra des intelligenten Investierens verkauft. Umso überraschender mag die finanzstatistische Faktenlage klingen. 

Nein, Dollar Cost Averaging erhöht die Rendite nicht. Im Gegenteil: Statistisch und historisch betrachtet schneidet eine Einmalanlage in zwei von drei Fällen besser ab als das gestaffelte Investieren.

Diese Underperformance von Sparplänen gegenüber einer Einmalanlage hat einen einfachen Grund. Die Aktienmärkte steigen langfristig. Deshalb ist es in den meisten Fällen rentabler, Geld so früh wie möglich komplett zu investieren, um Kurssteigerungen über einen möglichst langen Zeitraum „mitzunehmen“. Auf Englisch gibt es dazu das schöne Sprichwort: „Time in the market beats timing the market“. Wenn Du Kapital über Monate oder Jahre in Raten aufteilst, lässt Du potenzielle Renditen liegen, die das Geld bei einer sofortigen Anlage bereits hätte erwirtschaften können.

Dieser Mythos der Outperformance liegt wahrscheinlich daran, dass der Cost-Average-Effekt oft fälschlicherweise als eine Art Rendite-Booster missverstanden wird, weil er den Einstiegspreis optimiert. Das tut er aber nur bei sinkenden Kursen. Bei steigenden Kursen steigt auch der durchschnittliche Kaufpreis, weshalb es rückblickend gesehen besser gewesen wäre, das gesamte zur Verfügung stehende Kapital gleich am Anfang zu investieren.

Ein weiterer Faktor, der wahrscheinlich zum Mythos des Renditeturbos Cost-Average-Effekt beiträgt, ist das Market Timing. Wie bereits zuvor dargestellt, schaffen es nur die wenigsten Anleger, zum perfekten Zeitpunkt in ein Wertpapier zu investieren. Die meisten Anleger investieren allerdings nicht zum niedrigsten Kurs und ärgern sich oftmals im Nachhinein über ihr falsches Market Timing. Das gilt vor allem bei nach dem Investment fallenden Kursen.

Viele von ihnen glauben fälschlicherweise, sie würden über einen Sparplan, der in diese fallenden Kurse „hineininvestiert“, eine höhere Rendite erzielen. Das mag sein, muss es aber nicht. Auch hier kann der Cost-Average-Effekt für einen niedrigeren Einstandskurs sorgen. Ob er aber bis zum Ende der Laufzeit des Investments einen Renditevorteil gegenüber einer Einmalanlage hat, ist keineswegs garantiert.

Warum der Cost-Average-Effekt trotzdem sinnvoll ist

Nachdem Du im vorherigen Abschnitt gelesen hast, dass Sparpläne mit einem Cost-Average-Effekt in zwei von drei Fällen eine niedrigere Rendite liefern als eine Einmalanlage, fragst Du Dich wahrscheinlich, warum Du überhaupt in gestaffelten Raten investieren sollst. Die wahre Stärke des Durchschnittskosteneffekts liegt nicht in einer höheren Rendite, sondern in einer Kombination aus Praktikabilität und Psychologie.

Die wenigsten Anleger haben einen größeren Geldbetrag auf ihrem Konto liegen, den sie auf einen Schlag in Wertpapiere investieren können. Meist ist das nur mit einem Erbe oder einer größeren Bonuszahlung möglich. Damit erübrigen sich alle Überlegungen, ob ein Sparplan oder eine Einmalanlage eine höhere Rendite bringt.

Die Mehrheit der Anleger kann monatlich nur das investieren, was ihnen von ihrem Gehalt/Lohn nach Abzug aller Kosten übrig bleibt. Deshalb ist das Investieren in Sparpläne unter Ausnutzung des Cost-Average-Effekts eine so beliebte Sparform.

Gleichzeitig hat diese Art des Investierens auch einen wichtigen verhaltensökonomischen Vorteil. Vielen Menschen fällt es leichter, ohne Angst vor dem falschen Zeitpunkt konsequent zu investieren, wenn sie in kleinen, regelmäßigen Schritten vorgehen, statt eine große Summe auf einen Schlag zu riskieren. Diese Tatsache erleichtert einen regelmäßigen, disziplinierten Vermögensaufbau.

Worauf bei kleinen Sparraten zu achten ist?

Anleger, die monatlich nur einen kleinen Betrag investieren können bzw. Anleger, die ihr Budget gerne über mehrere Wertpapiere streuen, haben recht niedrige Sparraten, die in der Praxis nicht selten bei unter 25 € im Monat liegen. Wie bereits zuvor erwähnt, bringen so niedrige Sparraten die Gefahr mit sich, dass hohe Gebühren einen Gutteil der Rendite auffressen.

Bei klassischen Filial- und Direktbanken fallen oftmals prozentuale Ordergebühren mit einer Mindestgebühr an. Diese fallen bei kleinen Sparraten viel mehr ins Gewicht als bei größeren Investitionsbeträgen.

Glücklicherweise gehören hohe Gebühren bei Sparplänen inzwischen bei fast allen Brokern der Vergangenheit an. Neobroker führen gängige ETF- und Aktiensparpläne ab 1 € Mindestsparrate meist gebührenfrei aus. Auch Filial- und Direktbanken bieten ihren Kunden heutzutage ein breites Angebot an kostenlosen Sparplänen an. Trotzdem solltest Du vorab immer prüfen, ob die Kosten eines Sparplans in einem vernünftigen Verhältnis zu Deinen Sparraten stehen.

Was ist ein negativer Durchschnittskosteneffekt?

Bei einem Entnahmeplan, also der Umkehrung eines Sparplans durch den regelmäßigen Verkauf von Anteilen, kehrt sich der Durchschnittskosteneffekt um. Man spricht deshalb auch von einem Reverse-Cost-Average-Effekt. Entscheidend ist dann, wie viele Anteile Du bei den jeweiligen Kursen verkaufen musst.

Auch dieser Effekt lässt sich am besten anhand eines einfachen Beispiels verdeutlichen:

Beispiel

Du willst über einen Zeitraum von vier Monaten monatlich 100 € auf einem ETF entnehmen.

Im ersten Monat steht der ETF-Kurs bei 100 €. Du verkaufst demnach einen Anteil.
Im zweiten Monat sinkt der Kurs auf 50 €. Du verkaufst also zwei Anteile.
Im dritten steigt der Kurs auf 200 €. Du musst nur 0,5 Anteile verkaufen.
Und im vierten Monat fällt der Kurs wieder auf die ursprünglichen 100 €. Du verkaufst wieder einen Anteil.
In Summe hast Du demnach 4,5 Anteile zu einem Durchschnittskurs von 88,89 € verkauft. Du wärst also besser gefahren, wenn Du gleich zu Beginn Anteile im Wert von 400 € verkauft hättest. Dann wären es nur 4,0 Stück gewesen.

Dieses Beispiel zeigt die negative Wirkung des Durchschnittskosteneffekts bei einem Entnahmeplan, wenn die Kurse fallen. In diesem Fall musst du mehr Anteile verkaufen, um den monatlich gewünschten Betrag zu erhalten.

Dieses „Sequence-of-Returns“ genannte Risiko kann vor allem zu Beginn eines Entnahmeplans zu einem Problem werden. Fallen die Kurse gerade zu Beginn der Entnahmephase stark, wird durch die notwendigen Verkäufe relativ viel Kapital dauerhaft aus dem Depot aufgezehrt. Eine spätere Erholung wirkt dann auf eine kleinere Anzahl von Anteilen.

Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, einen Entnahmeplan über einen längeren Zeitraum zu strecken. So vermeidest Du das Risiko, dass die Kurse zu einzelnen Entnahmezeitpunkten sehr ungünstig sind.

Idealerweise verfügst Du immer über ausreichend Liquidität, um schlechte Börsenphasen zu überstehen, ohne Anteile verkaufen zu müssen. Besonders in der Anfangsphase der Rente ist es wichtig, bei der Entnahme flexibel zu sein, um diesen negativen Reverse-Cost-Average-Effekt abzufedern und eine nachteilige Wirkung auf das Gesamtdepot zu vermeiden.

Tipps und Tricks zum Cost-Average-Effekt

In diesem Ratgeber hast Du gelernt, dass der Cost-Average-Effekt kein wundersamer Renditeturbo ist, er aber trotzdem einige wertvolle Eigenschaften mitbringt. Die folgenden Tipps und Tricks helfen Dir dabei, den Durchschnittskosteneffekt möglichst gewinnbringend einzusetzen.

Investiere regelmäßig statt nach Gefühl

Ein fester monatlicher Termin verhindert, dass Du ständig überlegst, ob Du gerade im richtigen Moment in den Markt einsteigst. Sparpläne und der Cost-Average-Effekt sind ein hervorragendes Mittel, diszipliniert über einen längeren Zeitraum Vermögen aufzubauen.

Stoppe bei Kursrückgängen nicht den Sparplan

Viele Anleger geraten bei stärkeren Kurseinbrüchen ins Grübeln, ob Investitionen an der Börse das Richtige für sie sind. Selbstverständlich mindern Kursrückgänge den Wert Deines Depots, aber in Phasen niedriger Kurse spielt der Durchschnittskosteneffekt seinen großen Vorteil aus. Gerade dann kaufst Du mehr Anteile für denselben Betrag.

Beachte die Gebühren

Bei kleinen monatlichen Sparraten können höhere Gebühren einen signifikanten Teil der Rendite kosten. Achte deshalb darauf, möglichst in kostenlose oder sehr kostengünstige Sparpläne zu investieren.

Achte bei Entnahmeplänen auf die Kursentwicklung

Bei Entnahmeplänen, beispielsweise in der Rente, spielt die Kursentwicklung eine fast noch größere Rolle als in der Ansparphase. Bei sehr niedrigen Kursen kann es Dir passieren, dass Du innerhalb kurzer Zeit einen Großteil Deines Depots veräußerst. Das solltest Du besser vermeiden.

Wäge bei größeren Einmalbeträgen ab

Statistisch gesehen ist es sinnvoll, größere Geldbeträge frühzeitig auf einmal an der Börse zu investieren. Damit trägst Du aber das volle Market Timing Risiko, also das Risiko, zu einem (zu) hohen Kurs zu kaufen. Wenn Du dieses Risiko nicht tragen willst, empfiehlt es sich, nur einen Teil des Geldes auf einen Schlag zu investieren und den Rest über Sparpläne aufzuteilen.