Roboter gehören in den meisten Fabriken schon zum Alltag. Werfen wir einen Blick auf die Automobilindustrie: Dort schweißen sie, bewegen Bauteile und übernehmen immer wieder die gleichen Arbeitsschritte. Doch das ändert sich, denn Robotik geht mittlerweile viel weiter. Die Systeme werden immer intelligenter und auch beweglicher, was sie wiederum für mehr Aufgaben einsetzbar macht.
Das Ganze spiegeln auch die Zahlen wider. Im Jahr 2024 wurden weltweit rund 542.000 Industrieroboter installiert. Insgesamt waren es dann 4,6 Millionen, die in Fabriken im Einsatz waren. Die meisten Unternehmen versuchen dadurch, die Prozesse schneller, günstiger und auch effizienter zu machen.
Roboter verlassen immer häufiger die Fabrik
Das Interessante ist: Roboter stehen schon längst nicht mehr nur hinter ihren Schutzgittern oder auf einem festen Platz. Sie transportieren in Lagerhäusern Waren, in Krankenhäusern können sie bei Operationen unterstützen und selbst in der Gastronomie kommen immer häufiger automatisierte Systeme zum Einsatz.
Allein 2024 wurden weltweit rund 200.000 Serviceroboter verkauft. Die meisten davon kamen im Transportbereich und in der Logistik zum Einsatz. Die Verkäufe von Robotern im Medizinbereich nehmen ebenfalls deutlich zu. Damit ändert sich auch das Denken über Roboter und Robotik. Ein Roboter soll nicht nur eine Aufgabe nach Schema F machen, sondern verschiedene Aufgaben übernehmen können, seine Umgebung erkennen und zum Teil auch vereinzelt Entscheidungen treffen.
KI macht Roboter deutlich flexibler
Genau hier kommt das aktuelle Lieblingsthema von vielen wieder hinzu - Künstliche Intelligenz. Kameras, Sensoren und die entsprechende Software ermöglichen es den Robotern, flexibler zu werden und ihre Umgebung besser zu erkennen. Durch die KI werden dann die Situation und die Umgebung neu bewertet und somit verändert sich auch das Verhalten.
Viel Aufmerksamkeit bekommen aktuell die humanoiden Roboter. Diese orientieren sich stark am Menschen und sollen dadurch auch Aufgaben übernehmen können, für die die aktuelle Umgebung bereits ausgelegt ist. Türen, Lagerhallen, Werkzeuge oder auch Treppen wurden ja von Menschen für Menschen gebaut.
Bis diese Roboter in großer Zahl eingesetzt werden können, wird es jedoch noch etwas dauern und einige Herausforderungen sind noch zu meistern. Je schneller sich die Künstliche Intelligenz entwickelt, desto schneller entwickeln sich auch die Roboter weiter. Das Wichtige ist, dass die Systeme zuverlässig arbeiten, bezahlbar sind und vor allem sicher mit Menschen zusammenarbeiten können.
Für Anleger geht es um deutlich mehr als Roboter
Das Spannende für Anleger dürfte das breite Spektrum rund um das Thema Robotik sein. Ein Roboter besteht einmal aus einem Metallgerüst und einer Software, jedoch ist das längst nicht alles. Es werden Sensoren, Kameras, Halbleiter, Elektromotoren, Getriebe, Steuergeräte und auch leistungsfähige Chips benötigt. Hinzu kommen die nötige Software, der Strom und auch die Künstliche Intelligenz.
Aus diesem Aspekt könnten nicht nur bekannte Hersteller von Robotern davon profitieren, sondern auch die Unternehmen, die alle wichtigen Komponenten hierfür liefern und herstellen. Das dürfte einen großen Teil dieses Wachstumsmarktes ausmachen.
Je stärker Unternehmen digitalisieren und auch automatisieren, desto vielseitiger werden die Roboter wahrscheinlich eingesetzt und desto größer dürfte auch der Markt rund um diese Technologie werden. Besonders das Thema rund um den Fachkräftemangel, die immer weiter fortschreitende Digitalisierung und auch Automatisierung in Verbindung mit der schnell wachsenden Künstlichen Intelligenz dürfte das Thema in den nächsten Jahren spannend für Anleger machen.
Passend hierzu, haben wir für Euch spannende Robotik-Aktien in unserer Robotik-Playlist: