Double Bottom erklärt – 1x1 der Charttechnik

Ein Doppeltief zählt zu den häufig vorkommenden, klar erkennbaren Chartmustern in der Technischen Analyse. Wie es zustande kommt, wann es auftritt und wie Anleger eine solche Umkehrformation zu ihrem Vorteil nutzen können, ist Thema des heutigen Wissensbeitrags.

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Wann spricht man von einem Double Bottom?

Ein Double Bottom oder zu Deutsch Doppeltief ist eine bullische Umkehrformation, die im Chartbild einem aufsteigenden „W“ ähnelt. Daher wird gelegentlich auch von einer „W-Formation“ gesprochen. Das Doppeltief leitet eine Aufwärtsbewegung ein und markiert den Anfang vom Ende eines düsteren Kursverlaufs.

Aufbau eines Doppeltiefs

Double Bottoms bestehen aus zwei miteinander verbundenen Tiefs. Kennzeichnend für das Verbindungshoch ist die Etablierung einer Nackenlinie. Wird diese durchbrochen, gilt die Formation als vollendet. Ähnlich wie bei einem Double Top sollte die zeitliche Ausdehnung für die Entstehung und Vollendung eines Double Bottoms wenigstens einen Monat betragen.

Chronologie eines Doppeltiefs

Um aus charttechnischer Perspektive von einem Doppeltief zu sprechen, müssen zwei zentrale Ereignisse eintreten: Erstens gelingt es den Bären nicht mehr, den Kurs weiter zu drücken. Sie scheitern im zweiten Anlauf, dass erste Tief zu unterschreiten. Zudem fällt die Korrektur beim zweiten Tief weniger scharf aus als beim ersten. In der Folge ziehen sich die Verkäufer zurück und die Käufer gewinnen wieder die Oberhand.

Das zweite Ereignis bezieht sich auf die Nackenlinie: Nachdem Rückzug der Bären, wird diese nach oben von den Bullen zunächst gekreuzt und schließlich durchbrochen. Mit dem Überschreiten der Nackenlinie des Verbindungshochs gilt die Formation als vollendet.

Long gehen bei Doppeltiefs

Der Ausbruch oberhalb der Nackenlinie ist ein starkes Signal für die bullische Trendumkehr und kann von Tradern genutzt werden, um eine Long-Position zu eröffnen. Hierbei lohnt sich ein Einstieg, sobald der Kurs die Nackenlinie durchbrochen hat.

Als Orientierung für das Gewinnziel des Trades kann die Höhe der Gesamtformation verwendet werden. Nimmt man dieselbe Höhe und platziert diese oberhalb der Nackenlinie, entsteht aus der Distanz zum neuen Hochpunkt ein möglicher Preiskorridor für Verkäufe.

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