Suchergebnisse
Alle Ergebnisse anzeigen

Aktienanleihen: Wie funktionieren sie, was sind ihre Vor- und Nachteile?

Aktienanleihen sind das Pendant zu Wandelanleihen und sind ein beliebtes Instrument, um mit defensiver Ausrichtung hohe Renditen zu erwirtschaften. Was eine Aktienanleihe auszeichnet und wie sie funktioniert, ist Thema des folgenden Wissensbeitrags.

stock.adobe.com/sommart

Wie funktioniert eine Aktienanleihe?

Aktienanleihen funktionieren dem Prinzip nach genau umgekehrt wie Wandelanleihen. Aus diesem Grund spricht man im Englischen auch von „Reverse Convertibles“. Das Besondere: Nicht der Anleger hat das Recht auf den Bezug von Aktien zum Fälligkeitsdatum, sondern der Emittent hat unter bestimmten Voraussetzungen das Recht, anstelle einer Zahlung des Nominalbetrags Aktien auszuliefern. Die Anzahl der auszuliefernden Aktien ist im Vorfeld festgelegt.

Wann erhalten Anleger Aktien, wann den Nominalbetrag?

Für die Haltedauer bis zur Fälligkeit ähneln Aktienanleihen zunächst Wandelobligationen und ähnlich strukturierten Schuldverschreibungen. Anleger erhalten jährliche Zinszahlungen in Form eines Kupons – unabhängig von der Kursentwicklung der Aktien. Im Unterschied zu herkömmlichen Anleihen fallen die Renditen spürbar höher aus. Dafür tragen Anleger das Risiko, dass die Rückzahlungsmodalitäten vom Basiswert abhängen. Mit Basiswert bzw. Basispreis ist die Kursentwicklung der zugrunde liegenden Aktie gemeint.

Für die Tilgung einer Aktienanleihe zum Fälligkeitsdatum gibt es zwei Verlaufsmöglichkeiten.

  • Schließt die Aktie am Bewertungstag auf oder oberhalb des Basispreises, erfolgt die Tilgung zum Nennbetrag.
  • Fällt eine Aktie unterhalb des Basispreises, erfolgt die Rückzahlung der Aktienanleihe durch eine im Vorneherein festgelegte Anzahl von Aktien.

Vorteile und Nachteile von Aktienanleihen

Ein entscheidender Vorteil von Aktienanleihen besteht darin, dass Anleger für die gesamte Haltedauer einen festen Zins erhalten. Beträgt dieser 7 % per anno und der Basiswert notiert Bewertungstag leicht im Plus, erhält der Anleger den Nennbetrag ausbezahlt und hat von den attraktiven Verzinsungskonditionen profitiert. Dasselbe gilt für seitwärts laufende Papiere.

Hat die Aktie hingegen einen Lauf gehabt und sich unerwartet stark entwickelt, partizipiert der Inhaber einer Aktienanleihe nicht an den Kurszuwächsen. Stattdessen erhält er die jährlichen Kupons und den Nennbetrag.

Bei fallenden Kursen kann dies wiederum ein Vorteil sein, denn die Zinskupons begrenzen die Verluste und wirken wie ein Stoßdämpfer. Obwohl der Inhaber Aktien unterhalb des Nennbetrags erhält, wäre ein Direktinvestment in die Aktie verlustreicher verlaufen.

Hiermit melde ich mich zum kostenlosen Newsletter von sharedeals.de an. Ich kann den Newsletter jederzeit wieder abbestellen. Herausgeber: bull markets media GmbH | Datenschutzhinweis

Varianten von Aktienanleihen

Typischerweise beziehen sich Aktienanleihen auf einzelne Aktien, die als Basiswert für die Anleihe hinterlegt werden. Sie können aber auch auf einen Aktienindex abbilden oder mehrere verschiedenen Aktien einschließen, sogenannte Multi-Aktienanleihen.

Ein Sonderfall sind Aktienanleihen mit Barriere. Bei dieser Form ist nicht nur der Basispreis entscheidend für die Rückzahlungsmodalitäten, sondern eine weitere, frei festgelegte Barriere des Emittenten.

💬 Aktienanleihen und andere Börsenthemen: Jetzt diskutieren!

Hochwertige Diskussionen und echte Informationsvorsprünge: Profitiere ebenso wie Tausende andere Anleger von unserem einzigartigen kostenlosen Live Chat, dem Börsen-Forum der neuen Generation.

Weitere Börsenlexikon-Artikel lesen

1-2-3-Chartmuster: Trader lieben die Umkehrformation

Unter Tradern gilt sie als beliebte und häufig genutzte Analysestrategie, um eine Trendumkehr frühzeitig festzustellen: das 1-2-3 Chartmuster. Was diese Formation auszeichnet, wie sie funktioniert und wann sie zur Anwendung kommt, ist Thema des heutigen Wissensbeitrags.

V-Formation: Trader lieben die radikale Trendumkehr

Unter Tradern gilt sie als dynamisches, ja explosives und kaum zu erahnendes Chartmuster: die V-Formation. Was diese Formation auszeichnet und wie Profis auf sie reagieren, ist Thema des heutigen Wissensbeitrags.

Index- und Aktienkorb-orientierte Anleihen: Was ist das?

Anleihen mit indexorientierter oder aktienkorborientierter Verzinsung sind eine weitere Erscheinungsform im Feld strukturierter Finanzprodukte. Wie es der sperrige Name bereits andeutet, handelt es sich hierbei um Anleihen, deren Verzinsung von der Entwicklung eines Index oder eines Aktienkorbes abhängen. Wie diese...

Wandelanleihen: Was ist das? Funktionsweise einfach erklärt

Sie sind ein beliebtes Instrument, um bei größeren Finanzierungsvorhaben Investoren zu attraktiven Konditionen ins Boot zu holen: Wandelanleihen – auch Wandelschuldverschreibungen, Wandelobligationen oder convertible bonds genannt. Wie funktionieren die typischerweise von Aktiengesellschaften emittierten Schuldverschreibungen und welche Vorteile bieten sie für...

Dow-Theorie: Die Anfänge der Technischen Analyse

Ob groß oder klein: Kein Anleger kommt am Dow Jones Industrial Average vorbei. Hinter dem weltweit wichtigsten Leitindex verbirgt sich ein Mann, der die Fundamente für die Technische Analyse gelegt hat: Charles Henry Dow (1851-1902). In diesem Wissensbeitrag erfährst Du...

Elliott-Wellen: Massenpsychologie in der Technischen Analyse

Wer das 1x1 der Charttechnik lernen will, wird schnell auf diesen Klassiker aus dem Gebiet der Trendprognose treffen: die Elliott-Wellen. In diesem Wissensbeitrag erfährst du kurz und knapp, was diese Börsentheorie ausmacht, die vor knapp 100 Jahren von dem US-Amerikaner...

Relative Volatility Index (RVI) erklärt – 1x1 der Charttechnik

Die meisten Trader kennen den mit RSI abgekürzten Relative-Stärke-Index – aber RVI? Dabei handelt es sich um den Relative Volatility Index, der die Marktstärke eines Indizes misst und letztlich auch auf dem RSI basiert. In diesem Beitrag erfährst Du in...

Relative Strength Index (RSI) erklärt – 1x1 der Charttechnik

Das Kürzel RSI ist im Bereich Chartanalyse allgegenwärtig. Es steht für Relative Strength Indicator – eine Kennzahl, die 1978 von dem amerikanischen Maschinenbau-Ingenieur und Immobilienunternehmer John Welles Wilder Jr. (1935-2021) entwickelt wurde. In diesem Beitrag erfährst du kurz und knapp,...

Twiggs Volatility erklärt – 1x1 der Charttechnik

Wer sich mit Charttechnik und der Messung von Volatilität etwas auskennt, dem ist auch der Name Twiggs ein Begriff. Die Twiggs Volatility ist ein Indikator, der nach seinem Erfinder, dem südafrikanischen Wirtschaftsprüfer, Investmentbanker und Unternehmer Colin Twiggs (*1958) benannt ist....

Chaikin Volatilität erklärt – 1x1 der Charttechnik

Es gibt nicht viele Börsianer, nach denen ein Volatilitätsindikator benannt wurde. Zu diesem erlesenen Kreis gehört der US-amerikanische Aktienanalyst, Börsenmakler und Unternehmer Marc Chaikin. In diesem kurzen Wissensbeitrag erfährst Du, wie der Chaikin Volatility-Indikator funktioniert und interpretiert wird.

Donchian Channel erklärt – 1x1 der Charttechnik

Der Donchian Channel ist ein Volatilitätsindikator und wurde nach dem amerikanischen Finanzmarktanalysten, Investor und frühen Pionier der Chartanalyse und des Future-Handels, Richard Davoud Donchian (1905-1993), benannt. In diesem knapp Beitrag erfährst du alles Wesentliche dazu, wie der Donchian Channel funktioniert...

Keltner Channel erklärt – 1x1 der Charttechnik

Keltner Channel-Indikator ist ein prognostisches Verfahren der technischen Chartanalyse und gehört die die Kategorie der Volatilitätsindikatoren. In diesem Erklärstück erfährst Du kurz und knapp, wie die Kennzahl berechnet und interpretiert wird.

Angel Investor: Was ist das und wie können Start-ups davon profitieren?

Viele großartige Unternehmen mit hervorragenden und innovativen Geschäftsideen scheitern aufgrund finanzieller Hürden bereits in ihrer Anfangsphase. Sobald das eigene Kapital oder geliehenes Geld von Familie und Freunden nicht mehr ausreicht, werden viele Ideen nicht weiterverfolgt. An dieser Stelle helfen oft...

KGV von Aktien: Was Anleger wissen müssen

Die wahrscheinlich meistbeachtete Kennzahl für die Analyse einer Aktie ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), im Englischen: Price-Earnings Ratio (P/E). Investoren schließen damit auf das Kurspotential eines Wertpapiers. Wie ist das KGV richtig zu berechnen und anzuwenden?

„Angstbarometer“ VIX erklärt – 1x1 der Charttechnik

In diesem Wissensbeitrag geht es um den US-amerikanischen Volatilitätsindex, kurz VIX genannt. Der VIX ist ein prognostischer Index, der die zukünftige Schwankungsbreite des S&P 500 in Echtzeit berechnet und monatlich veröffentlicht wird. Der Index war die erste Benchmark seiner Art...

Bollinger-Bänder erklärt – 1x1 der Charttechnik

Im Trading gibt es verschiedene Indikatoren, mit denen Investoren Volatilität leichter erkennen, systematisieren und für sich nutzen können. Mit diesem Beitrag zum Thema Volatilitätsindikatoren werfen wir einen ersten Blick auf die Bollinger-Bänder.

Range-Trading – was ist das?

Es gibt an der Börse fast so viele unterschiedliche Strategien wie Wertanlagen, die sich allerdings in eine überschaubare Zahl von übergeordneten Kategorien zuordnen lassen. Eine wichtige Kategorie ist das Range-Trading. Was es damit auf sich hat und wie es genau...

Margin-Trading – was ist das?

Wer sich eine Weile mit Börse beschäftigt hat, ist automatisch auch über den Begriff „Margin“ gestolpert. Es handelt sich dabei in der Regel um eine Sicherheitsleistung, die von Anlegern bei bestimmten Wertpapier-Geschäften an die Bank oder den Broker zu stellen...

CFD: Das Finanzinstrument kurz und einfach erklärt

Wer an den Finanzmärkten mit gehebelten Einsätzen spekulieren will, muss sich nicht selten mit hochkomplexen Derivaten auseinandersetzen. Eine leicht verständliche Alternative, die großes Trading mit kleinem Geld ermöglicht, ist der Handel mit CFDs. Dieser Wissensbeitrag erklärt Dir kurz und knapp...

Steigende und fallende Dreiecke erklärt – 1x1 der Charttechnik

Dreiecke zählen zu den markantesten und den am meisten beobachteten Mustern in der Chartanalyse, um eine Trendfolge vorherzusagen. Die Kunst besteht wie so oft darin, sie zu erkennen. In diesem Wissensbeitrag erfährst Du, wie es geht.

Arbitrage-Trading – was ist das?

Viele Anleger haben den Begriff Arbitrage schon gehört, aber nicht genau verstanden, was es damit auf sich hat. In diesem Wissensbeitrag erfährst Du, was Arbitrage im Trading genau ist, welche Formen es gibt, und auf welche Weisen Trader es einsetzen.

Schulter-Kopf-Schulter-Formation erklärt – 1x1 der Charttechnik

Der Begriff „Schulter-Kopf-Schulter-Formation“ stammt aus der Technischen Analyse und soll Tradern Auskunft darüber geben, wie sich der Kurs einer Aktie künftig entwickelt. In diesem kurzen Wissensbeitrag erfährst Du, wie Finanzmarkthändler das Phänomen identifizieren und welche Rückschlüsse sie daraus ziehen.

Bullish Engulfing erklärt – 1x1 der Charttechnik

Langjährige Börsianer kennen das: Ein Unternehmen übertrifft mit seinen Quartalszahlen die Erwartungen der Analysten deutlich, aber der verhaltene Ausblick schickt die Aktie kurzzeitig auf Achterbahnfahrt. Warum Finanzhändler das ein „bullish engulfing“ nennen und es genau bedeutet, erfährst Du in diesem...