Westwing: Aktie stürzt nach Umsatzwarnung ab

von (mh)  /   07. Mai 2019, 11:59  /   unter Small Caps, Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Heute meldet die Westwing Group (WKN: A2N4H0) schlechte Zahlen für das erste Quartal, dazu wird der Ausblick für das laufende Geschäftsjahr nach unten geschraubt. Anleger reagieren enttäuscht, die Aktie fällt um -16,94% auf 10,10 Euro.

Das erste Quartal war mit einem Rückgang bei Umsatz wie auch Ergebnis keines für die Galerie. Dazu kommt: Der eCommerce-Möbelhändler wird 2019 voraussichtlich bei geringer als erwarteten Wachstumsraten seine Erlöse steigern (neu 6% bis 12%), der Gewinn auf EBITDA-Basis (bereinigt) soll stagnieren.

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Auftaktquartal: Umsatz stagniert, Gewinn schrumpft

Die Umsätze stagnieren im ersten Quartal: Nach 62 Millionen Euro im Q1 2018 weist Westwing für Q1 2019 auf der Umsatzseite 61 Millionen Euro aus. Das Wachstum ist beeinträchtigt durch das schleppende Italien-Geschäft sowie Wachstumsinvestitionen. Das bereinigte EBITDA rutschte von 2 auf -4 Millionen Euro in den Negativbereich.

Das Umsatzwachstum in der DACH-Region lag von Januar bis März bei 11%. Im internationalen Geschäft dagegen ist eine „schwache Entwicklung“ zu beobachten. Vor allem Italien belastet das Ergebnis – wie schon letztes Jahr.

Der Anteil von Eigenmarken am Bruttowarenvolumen wuchs von 13% auf 21%. Auf diese Kategorie will Westwing in Zukunft stärker setzen.

Der sogenannte GMV-Score, der anzeigt, wie viel Gesamtausgaben ein Kunde auf der Westwing-Plattform erzielt, liegt für das Q1 bei 318 Euro – eine Steigerung von 5% gegenüber Q1 2018. Zalando  beispielsweise steigerte seinen GMV 2018 um 21,1%.

Weniger Wachstum in 2019 – CEO gelobt Besserung

Wegen unter den Erwartungen laufenden Geschäften im März und April stellt Westwing für 2019 nun ein Wachstum beim Konzernumsatz zwischen 6% und 12% in Aussicht. Bisher ging der europäische Marktführer für Home & Living eCommerce „von einer Spanne von zwei bis drei Prozentpunkten um 16%“ aus. Das bereinigte EBITDA soll leicht niedriger ausfallen.

Stefan Smalla, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Westwing, kommentiert:

Obwohl unsere aktuellen Ergebnisse nicht unsere Ambitionen für das Gesamtjahr widerspiegeln, sind wir zuversichtlich, dass wir über die richtige Strategie, das richtige Team und über die passenden Ressourcen verfügen, um weiterhin ein profitabel wachsendes Unternehmen aufzubauen. Für das zweite Halbjahr 2019 erwarten wir mit einer starken Pipeline von Initiativen eine Beschleunigung des Wachstums und eine Verbesserung der Profitabilität.

Durch den Börsengang im Oktober 2018 sitzt Westwing auf hohen Geldreserven. Der IPO spielte dem eCommerce-Möbelhändler einen Bruttoemissionserlös in Höhe von 122 Millionen  Euro ein. Aktuell belasten den Aktienkurs Wachstumsinvestitionen, die die Firma derzeit finanziell schwächen und deren Erfolg nach Unternehmensangaben „noch nicht sichtbar ist“.

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