Rohstoff-Roundup: Schwächster Monat eröffnet neue Chancen

von Redaktion  /   25. November 2016, 17:24  /   unter Aktien, Rohstoffe, Roundups  /   Keine Kommentare

Anleger von Barrick Gold (WKN: 870450) bauen auf eine Kurserholung, basierend auf starken Quartalszahlen. Spekulanten orientieren sich an einer Investmentkonferenz für Goldaktien in Kolumbien und könnten damit große Gewinne einfahren.

Goldanleger hielten sich in dieser Woche weiter mit Käufen zurück. Gold fiel im Wochenvergleich um -2,7% auf 1.188 US$. Der Gold Bugs Index notierte im Freitagshandel bei 175 Punkten, -3,4% schwächer als vor einer Woche. Ein Schreckgespenst machte auch noch die Runde: Die Regierung von Indien soll über ein Importverbot von Gold nachdenken. Die indische Regierung hatte vor kurzem einige Banknoten, darunter die 500- und 1.000 Rupien-Noten kurzerhand für ungültig erklärt. Indische Händler wichen darum auf Gold und Diamanten aus. Bei den Diamanten führte dies jüngst sogar zu einem merkbaren Preisanstieg.

Wir meinen, dass die Befürchtungen eines Importverbotes den Goldpreis auf das finale Tief lenken könnten. Möglicherweise macht Indien auch nur vor, was in der EU/USA noch kommen könnte. Langfristig sind Gold- und Bargeldverbote eher positiv für Edelmetalle. Kurzfristig sorgt es für Unsicherheit bei den Goldinvestoren.

Der November war überdies der schwächste Monat für Goldminenaktien in diesem Jahr. Die großen Werte aus dem Sektor verloren knapp 20%. Am Tag vor Thanksgiving wurde sogar eine Gap-Down-Eröffnung markiert, bei der die Goldminen über Nacht weitere 4% verloren. Nach der vorher stattgefundenen Abwärtsbewegung sehen diese Tagesverluste nach einer Übertreibungsphase aus und sind ein klares Zeichen für die überverkaufte Lage und bestehenden Erholungschancen. Diese werden sich allerdings frühestens in der nächsten Woche bemerkbar machen, wenn die Trader aus dem Urlaub und von ihren „Black-Friday“-Einkäufen zurückkommen und an den US-Börsen wieder normal gehandelt wird.

Goldaktien knapp über wichtigem Supportlevel

Quelle: stockcharts.com

Quelle: stockcharts.com

Der Goldminenindex testete seine breite Unterstützungszone zwischen 165 und 170 Punkten, ohne sie zu berühren oder zu unterschreiten. Es bleibt weiterhin spannend, ob diese wichtige charttechnische Supportzone hält oder schließlich bis zum wahrscheinlichen Zinserhöhungstermin Mitte Dezember unterschritten wird.

Goldminen mit fantastischen Quartalszahlen

Die hervorragende Ausgangslage wird von den Zahlen bestätigt. Die meisten großen Goldminengesellschaften erzielten im 3. Quartal positive Ergebnisse, die sich besonders bei den Kapitalzuflüssen zeigten. Barrick Gold (WKN: 870450) verbesserte seinen operativen Kapitalzufluss (Cash Flow) um beinahe unglaubliche 80% auf 950 Mio. US$. Dies lag vor allem an der Senkung der Produktionskosten um 1/3 auf lediglich 766 US$/Unze.

Goldminenkonferenz in Kolumbien

Rege diskutiert und gehandelt wurden die Goldminenwerte aus Kolumbien. Es gab diesbezüglich Gerüchte und Informationen bei einer von internationalen Anlegern gut besuchten Investmentkonferenz, die vor eineinhalb Wochen stattfand. In Kolumbien wurden in den letzten 50 Jahren keine modernen Goldminen betrieben. Entsprechend groß ist das Potenzial für hochgradige Vorkommen an Gold, Silber oder Kupfer.

Im Vordergrund standen die Abbauaktivitäten bei der jüngsten in Produktion gegangenen San Ramon-Mine von Red Eagle Mining (WKN: A1JCNW). Das Unternehmen startete die Produktion im November und wird voraussichtlich im 1. Quartal die kommerzielle Produktionsebene erreichen. Die Aktie nahm den Produktionsstart seit längerem vorweg. Doch nach der Korrektur ist die Bewertung nun wieder günstig. Die Marktkapitalisierung liegt bei 130 Mio. US$. Es wird eine Produktion von 70.000 Unzen jährlich angepeilt, wobei die Förderkosten (AISC) mit rund 700 US$/Unze anzuschlagen sind. Sowohl Reserven als auch Produktionsmenge besitzen erhebliches Wachstumspotenzial und könnte sich verdoppeln. Zudem sicherte sich das Unternehmen kürzlich weitere Projekte, wie das Santa Ana-Silbervorkommen, mit enorm reichhaltigen Silberadern, welche rund 2 Kilogramm Silbergehalt pro Tonne aufweisen.

Die Aktien von Continental Gold (WKN: A14UZD), die mit Buritica ein hochgradiges Projekt in der Nähe zu Red Eagle besitzen und als eine der nächsten Goldminen den Produktionsstart anstreben, hielten sich über die gesamte Minenkorrektur hinweg durchwegs gut und notieren aktuell bei 3,70 CA$, nach Höchstkursen von knapp 4,70 CA$ im September. Hier helfen auch die Nachrichten, dass die kolumbianische Regierung einen Deal mit den FARC-Rebellen abgeschlossen hat. Auf dem Goldvorkommen von Continental waren immer wieder illegale Abbauaktivitäten der lokalen Mafiabosse zu beobachten. Doch die Zentralregierung ist bestrebt dieses Problem, notfalls mit Polizei oder Militär, zu lösen. Die Aktie bleibt darum hochspekulativ und ist eher nichts für schwache Nerven.

Bei Para Resources (WKN: A14YF1) hat man diese Probleme nicht. Para kauft den lokalen Schürfern goldhaltiges Erz zur Weiterverarbeitung ab und hat somit keine Feinde. Außerdem kommt die Produktion langsam aber stetig in Gang. Nachdem die Aktie volumenschwach unter 0,20 CA$ fiel, nutzen weitsichtige Investoren, dieses günstige Niveau zum Kauf und die Aktie erholte sich trotz der allgemeinen Kursschwäche am Mittwoch um stattliche 15%.

Hochinteressant für Kolumbien-Anleger ist Cordoba Minerals (WKN: A114TW). Diese kontrollieren ein ganzes Tal voller Kupfer und bekamen letztes Jahr Geld von Rohstoff-Superguru Robert Friedland (Ivanhoe Mines), um seine Exploration voranzutreiben. Das San Matias-Projekt weist etwa 1% Kupfergehalt aus und es befindet sich in relativer Nähe zum Hafen und Infrastruktur.

Ein großes Fragezeichen wurde hingegen bei Gran Colombia Gold (WKN: A1W05W) gesetzt. Deren Aktie ist nur für hartgesottene Spekulanten geeignet und liegt am Boden, weil man sich mit dem Aufwand zum Minenstart verkalkulierte und nun zu wenig Liquidität besitzt. Obgleich der Wert der Anlagen mit einer halben Milliarde CA$ verbucht ist und die Marktkapitalisierung lediglich bei 25 Mio. CA$ liegt.

Ausblick für Edelmetalle

Rein formal sind die Bedingungen für ein baldiges Ende der Korrektur erfüllt. Selbst wenn Gold noch einmal auf oder unter 1.250 US$ läuft, müssen sich Goldbullen noch immer keine Sorgen machen. So lange Gold über 1.100 US$ notiert, bleibt der Bullenmarkt gültig und dieser verspricht für 2017 neue Verlaufshochs über 1.400 US$ pro Unze. Davon werden die Minen erheblich profitieren, da diese in den letzten Jahren durch drastische Kostensenkungsmaßnahmen die nötige Vorarbeit leisteten, um auch bei leicht steigenden Goldpreisen erhebliche Gewinnsteigerungen zu erzielen. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren wirkt sich der Hebel für Goldminenaktien eindeutig positiv aus und wird nicht mehr von steigenden Förderkosten gemindert.

Das Interesse der spekulativen Investoren rückte vom Goldmarkt weg. Das Sentiment steht auf einem Mehrmonatstief. Ein solcher Pessimismus signalisiert erhebliches Erholungspotenzial.

Kolumbien bietet weiterhin hochinteressante Chancen, für gut informierte und spekulativ orientierte Anleger, welche das Länderrisiko  akzeptieren können. Der Minenstart von Red Eagle Mines beweist, dass auch Kanadier in Kolumbien erfolgreich sein können.

Interessenkonflikt
Für die Berichterstattung über das Unternehmen Para Resources wurde der Herausgeber bull markets media GmbH entgeltlich entlohnt. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Herausgeber hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien und Aktienoptionen des Unternehmens und hat eventuell die Absicht, diese – auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern bzw. Optionen auszuüben und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss und weitere Hinweise gemäß §34b Abs. 1 WpHG in Verbindung mit FinAnV (Deutschland) unter: sharedeals.de/haftungsausschluss.

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