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TeamViewer: Das Unheil nimmt seinen Lauf

Frank / 02.12.21 / 12:25

Aktionäre von TeamViewer (WKN: A2YN90) müssen Nerven wie Drahtseile beweisen, denn das Papier befindet sich weiter im freien Fall. Heute geht's um -4,3% runter auf 11,34 €. Auslöser dürfte eine weitere schlechte Nachricht sein, von denen es in jüngster Zeit eigentlich schon mehr als genug gab.

TeamViewer betreibt eine Software für die Fernsteuerung und die Fernwartung von Computern und anderen Endgeräten, die 2005 veröffentlicht wurde. Die Funktionalität wurde schrittweise ausgebaut, zuletzt etwa durch die Integration von TeamViewer Meeting.

Erst Gewinnwarnung, dann schlechte Zahlen

Für Anteilseigner der angeschlagenen Göppinger Softwareschmiede kommt es seit drei Monaten knüppeldick. Anfang September notierte der Wert noch bei 30 €, aktuell sind es mehr als -60% weniger.

Die Gründe sind schnell aufgezählt: Erst wurde die Prognose gekürzt, dann folgten wenig überzeugende Quartalszahlen. Schließlich tat CEO Oliver Steil auch noch kund, er denke weder daran, aus dem starken Cash Flow eine Dividende zu generieren, noch daran, Aktien zurückzukaufen.

Vertrauen der Investoren ist dahin

Teure Marketingverträge etwa mit dem englischen Fußball-Club Manchester United, für den das Unternehmen als Haupt-Trikotsponsor 235 Millionen Pfund über einen Zeitraum von fünf Jahren zahlt, haben bei Investoren auch nicht gerade Vertrauen erzeugt. Zumal CEO Steil selbst sagt, der Marketingeffekt werde sich erst in einigen Jahren zeigen.

Und raus aus dem STOXX Europe 600

Als wäre das alles noch nicht genug, kam am Mittwochabend die nächste Hiobsbotschaft: Die Aktie von TeamViewer fliegt neben der zweier anderer deutscher Unternehmen (Zooplus und Grand City Properties) aus dem STOXX Europe 600 Index. Das teilte der zur Deutschen Börse zählende Index-Anbieter Qontigo mit.

Der Grund liegt auf der Hand: Nach dem starken Kursverfall weist TeamViewer nur noch eine Marktkapitalisierung von rund 2,28 Milliarden € auf – zu wenig, um weiter im Konzert der Großen mitzuspielen.

Fazit: Bodenbildung abwarten

Ich hatte schon zuletzt Mitte November bekundet, dass die Aktie für mich aktuell nicht in Frage kommt. Meiner Meinung nach wird es noch ein Weilchen dauern, bis ein Boden gefunden ist, zumal an den Börsen nach dem Auftauchen der neuen Coronavirus-Variante Omikron auch noch große Verunsicherung herrscht. Wer bereits investiert ist, wird sich wohl oder übel in Geduld üben müssen.

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