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TeamViewer: Findet die Aktie endlich ihren Boden?

Frank Giarra / 03.08.22 / 14:35

Nach einem anfänglichen -4%-Tauchgang auf 9,41 € infolge der neuen Quartalszahlen notiert die Aktie von TeamViewer (WKN: A2YN90) wieder minimal im Plus bei 10,34 €. Für viele eine gute Nachricht: Das schwäbische Softwarehaus will den teuren und heftig kritisierten Sponsoringvertrag mit dem englischen Fußball-Rekordmeister Manchester United nicht verlängern. Reicht das, um der nahe des 52-Wochen-Tiefs bei 8,86 € klebenden Aktie nachhaltig auf die Beine zu helfen?

TeamViewer betreibt eine Software für die Fernsteuerung und die Fernwartung von Computern und anderen Endgeräten, die 2005 veröffentlicht wurde. Die Funktionalität wurde schrittweise ausgebaut, zuletzt etwa durch die Integration von TeamViewer Meeting.

Wohin geht die Reise eines der Highflyer der Corona-Pandemie? Das fragen sich viele Anleger, die seit Jahresbeginn auf einen Wertverlust von fast -18% blicken. Ganz zu schweigen von früheren Höhen bei 30 € im September 2021, von denen sich das Papier längst verabschiedet hat. Die große Frage ist nun, ob der Titel auf seiner Abwärtsfahrt den Boden gesehen hat.

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Die Schwaben agieren vorsichtiger

Zumindest lässt CEO Oliver Steil durchblicken, dass die Schwaben vorsichtiger geworden sind. Hintergrund sind hier die Prognosen in Bezug auf eine weltweit immer stärker schwächelnde Konjunktur. Angesichts dessen und des anhaltenden Ukraine-Kriegs kalkulieren die Göppinger auf Jahressicht nur noch, dass bei den abgerechneten Umsätzen (Billings) das untere Ende der Prognose von 630 bis 650 Millionen € erreicht wird.

Das Unternehmen hat im zweiten Quartal einen Umsatz von 137,5 Millionen € verbucht, 12% mehr als im Vorjahreszeitraum. Im ersten Halbjahr waren es 272 Millionen € (+13%). Das bereinigte operative Ergebnis (EBITDA) stieg um 2% auf 58,1 Millionen €, im ersten Halbjahr waren es 141,3 Millionen €, somit also 4% weniger als im Vorjahr.

Die von Börsianern vielbeachtete Marge beim Betriebsgewinn ging im zweiten Quartal auf 42,6% zurück. Im ersten Halbjahr lag sie insgesamt bei 47,2% und damit minimal oberhalb der Range von 45 bis 47%, die das Unternehmen im Gesamtjahr weiterhin erreichen will.

Teures ManU-Sponsoring wird nicht verlängert

In seinem Ausblick zeigt das Management auf, dass TeamViewer nicht anstrebt, den Sponsoringvertrag mit Manchester United zu verlängern. Der ManU-Deal läuft seit der Saison 2021/22 über insgesamt fünf Jahre. Die Göppinger lassen es sich die stolze Summe von 48 Millionen € pro Jahr kosten, beim englischen Rekordchampion als Haupt-Trikotsponsor aufzutreten.

Aktuell stellt man fest, die mit der Partnerschaft verbundenen Markenbildungseffekte hätten sich im vergangenen Jahr positiv ausgewirkt. Gleichwohl habe man „beschlossen, die langfristige Marketingstrategie angesichts des derzeitigen makroökonomischen Umfelds zu überprüfen“. Das klingt eher nach dem später Eingeständnis, dass das Sponsoring einfach zu teuer war.

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Gerade das ist meiner Meinung nach ein deutliches und positives Zeichen, dass beim einstigen Überflieger wieder Realismus einkehrt. Immerhin mussten durch den Vertrag mit ManU die Profitabilitätsziele deutlich nach unten geschraubt werden. Sobald der ausläuft, wird sich das also positiv auf die Marge auswirken.

Zuletzt haben Analysten reihenweise den Daumen gesenkt mit niedrigeren Kurszielen und Abstufungen. Doch das würde ich persönlich nicht überbewerten, denn Analysten laufen gerne einmal mit ihren Prognosen den Kursentwicklungen hinterher.

Rückkaufprogramm läuft langsam aus

Das Anfang Februar gestartete Aktienrückkaufprogramm neigt sich dem Ende entgegen. Bis zum 29. Juli sind insgesamt 19 Millionen Papiere im Gesamtwert von 249 Millionen € zurückgekauft worden. Das Volumen ist insgesamt auf 300 Millionen € oder 20 Millionen Aktien begrenzt.

Bei einem Börsenwert von 1,93 Milliarden € und einem KGV von rund 33 ist die Aktie fundamental betrachtet alles andere als günstig. Die jüngst verkündete strategische Partnerschaft mit einem großen Player wie Siemens Digital Industries oder vorherige Abschlüsse mit der DB Netz AG oder der Fastfoodkette Wendy's zeigen jedoch, dass TeamViewer durchaus in der Lage ist, große Kunden anzulocken.

Mit dieser Aktie muss man geduldig sein

Hinzu kommen Maßnahmen zur Kostensenkung, die zahl der Mitarbeiter ging auf Jahressicht um 10% zurück. Wenn man dann noch das Auslaufenlassen des ManU-Deals betrachtet, heißt das für mich, das Management hat die Herausforderung, das Unternehmen auf mehr Profitabilität zu trimmen, angenommen. Die Aktie könnte deshalb für langfristig orientierte Anleger interessant sein.

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