Redaktion / 29.05.21 / 12:02

CureVac: Impfstoff-Flop? Das ist jetzt zu tun!

Weiterhin vertröstet CureVac (WKN: A2P71U) die Öffentlichkeit in Sachen Studiendaten zu seinem Covid-19-Impfstoffkandidaten CVnCoV. Dieser dürfte der mRNA-Konkurrenz unterlegen sein.

Zum Ausklang der Handelswoche veröffentlichte das Tübinger Unternehmen gestern nachbörslich ein Update zur laufenden Phase-3-Zulassungsstudie. Was CureVac versucht positiv zu verkaufen, bedeutet im Klartext: Der Impfstoff zeigt auf Basis der dem Data Safety Monitoring Board (DSMB) vorliegenden Wirkungsdaten bisher keine ausreichende statistische Signifikanz, um einen Zulassungsantrag zu rechtfertigen. Konkrete Daten werden noch unter Verschluss gehalten. Die Studie läuft weiter.

Immerhin: Sicherheitsbedenken gibt es offensichtlich nicht, wurden nach den Erfahrungen mit mRNA-Vakzinen aber auch nicht erwartet. Die "HERALD"-Studie umfasst insgesamt 40.000 Patienten. Die aktuelle Zwischenanalyse hat auf Basis von 59 Covid-Fällen stattgefunden.

Hat die Regierung auf's falsche Pferd gesetzt?

Die deutsche Regierung setzt große Hoffnungen auf CureVac. So sollte CVnCoV ab der zweiten Jahreshälfte eine bedeutende Rolle in der Impfkampagne spielen. Der Zeitpunkt der Zulassung bleibt derweil aber unklar.

Zusammen mit dem britischen Pharmakonzern GSK arbeitet CureVac bereits an einem Impfstoff der zweiten Generation. Da dieser aber nicht auf einer mutantenspezifischen Adaption der Sequenz basiert, sondern dieselbe Sequenz wie CVnCoV verwendet, darf eine sehr hohe Wirksamkeit – wie wir sie von den Präparaten BioNTechs und Modernas kennen – in Frage gestellt werden. Auch die als Transport-Vehikel der mRNA zum Einsatz kommenden und von der kanadischen Firma Acuitas einlizenzierten Lipid-Nanopartikel (LNPs) bleiben im Wesentlichen die gleichen.

CureVac versucht bei der zweiten Generation anscheinend, neutralisierende Antikörpertiter über eine Dosisanpassung nach oben zu schieben und auf eine Kreuzreaktivität bei den Mutanten zu spekulieren. Die Tatsache, dass CureVac hier mit höherer Dosis in die Tierversuche gegangen ist, dürfte ein Indiz dafür sein, dass eine konkurrenzfähige Effektivität der ersten Generation zweifelhaft ist. Eine höhere Dosis drückt stark auf die Produktionskapazitäten.

Der heimliche Abräumer

Die heimlichen Nutznießer der CureVac-Problematik und großen Gewinner unter den Covid-Impfstoffherstellern der zweiten Generation werden neben BioNTech und Moderna voraussichtlich die mRNA-Pioniere von Translate Bio (WKN: A2JPE8) und dessen Lizenznehmer Sanofi sein. Während die drei großen mRNA-Player Marktkapitalisierungen zwischen 20 und 75 Milliarden US-Dollar aufweisen, sind es bei Translate als Nummer 4 gerade mal 1,36 Milliarden. Und das, obwohl die Zukunftsträchtigkeit der Translate-Plattform in Expertenkreisen unbestritten ist.

Im bevorstehenden dritten Quartal winken zwei mögliche Szenarien für die Translate-Aktie, die völlig neue Kursdimensionen versprechen. Mitglieder unseres exklusiven No Brainer Clubs bleiben jederzeit bestens über sämtliche Entwicklungen im Bilde und erhalten aktualisierte Handlungsempfehlungen von absoluten Börsenprofis.

Interessenkonflikt: Autor, Herausgeber und Mitarbeiter halten selbstverständlich Aktien des besprochenen Unternehmens Translate Bio. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber und Mitarbeiter beabsichtigen, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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