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Vale-Aktie: Jetzt einsteigen beim Dividendenmonster?

Matthias Schulze / 09.09.22 / 10:49

Der brasilianische Eisenerz-Produzent Vale S.A. (WKN: 897136) will einen Gang hochschalten. Am Mittwoch stellte das Unternehmen seine Pläne für die Zukunft vor und erklärte, wie es seine Kupfer- und Nickelproduktion weiter ankurbeln möchte. Die Aktie reagierte positiv und kostete im frühen Frankfurter Handel 12,90 €.

Vale S.A. ist ein vertikal integrierter und weltweit führender Produzent von Eisenerz und Nickel. Darüber hinaus fördert das Unternehmen Kupfer, Kohle und Düngemittel. Der brasilianische Konzern mit Sitz in Rio de Janeiro beschäftigt mehr als 70.000 Mitarbeiter.

Mit einer Marktkapitalisierung von knapp 60 Milliarden € zählt Vale zu den drei größten Bergbauunternehmen auf der Welt. Es teilt sich den Markt mit der britischen Rio Tinto Group (WKN: 852147) und der australischen BHP (WKN: 850524).

Weltpolitik und Chinas Gesundheit

Im diesjährigen Kurs von Vale spiegeln sich zwei Phänomene: die angespannte weltpolitische Lage und die wirtschaftliche Gesundheit Chinas. Unter dem Schock der Ukraine-Invasion lief die Aktie im März zunächst heiß und knackte zum ersten Mal seit zehn Jahren die 20€-Marke.

Doch die Zuspitzung der Immobilien-Krise in China trübte die Konjunkturaussichten ein und beendete den Höhenflug von Vale vorzeitig. Die Aktie korrigierte in den letzten drei Monaten um mehr als 30% und notiert aktuell bei 12,90 €. Das Problem: Die Papiere des brasilianischen Montanunternehmens zeigen noch keine Anzeichen einer vollständig abgeschlossenen Bodenbildung.

Eisen steht und fällt mit China

Das Reich der Mitte ist weltweit der wichtigste Abnehmer von Eisenerz und hat ein signifikantes Interesse an moderat bleibenden Preisen. Zur Veranschaulichung genügt ein kurzer Blick auf die Zahlen: 2021 importierte China Eisen im Wert von 173,6 Milliarden Dollar. An zweiter Stelle folgte Japan - weit abgeschlagen - mit Importen in Höhe von 18 Milliarden Dollar.

Das Problem: Bei Vale, Rio Tinto und BHP werden zwischen 60% und 70% der Einnahmen durch den Verkauf von Eisenerz und Eisenerz-Pellets bestritten. Fällt der chinesische Bedarf, fallen auch die Kurse der drei Unternehmen. Auch aus diesem Grund will Vale seine Erlöse aus Nickel und Kupfer in Zukunft kräftig steigern.

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Nickel und Kupfer als Schlüsselmetalle der Zukunft

In seiner Analysten-Präsentation projiziert Vale eine Vervierfachung der Nickel-Nachfrage bis zum Jahr 2030. Das entspräche 38 Millionen Tonnen des silbrig-weißen Metalls. Zur Einordnung: Letztes Jahr wurden 7 Millionen Tonnen Nickel verkauft. Bei Kupfer rechnet der Konzern mit einem Nachfrageanstieg von mehr als 30% bis zum Ende der Dekade. Beide Basismetalle profitieren in den Schätzungen der Brasilianer von einer exponentiell verlaufenden Nachfrage nach hochwertigen Batteriekathoden für Elektroautos, Solarzellen und Windkraftanlagen.

Gleichzeitig verschärft sich die Versorgungslage in den nächsten Jahren. Viele Vorkommen gehen zuneige, Minen überaltern und die Erschließung neuer Standorte ist kostspielig. Zudem drohen Ausfuhrbeschränkungen in Indonesien und regulatorische Veränderungen bei der Besteuerung von Erträgen aus dem Bergbau in Chile und Peru. Eine weitere Herausforderung: sauber arbeitende Minen mit niedrigen CO2-Emissionen.

Vale glänzt bei vielen der genannten Probleme mit Lösungen: Bei der Förderung von Eisen, Kupfer und Nickel deckt der Konzern seinen Strombedarf  zu über 90% aus erneuerbaren Energien, allen voran Wasserkraftwerken. Folglich liegt der ESG-Score bei 9. Das macht die Anteilsscheine zu einem attraktiven, nachhaltigen Investment für institutionelle Anleger. Außerdem kontrolliert Vale mit dem Sudbury Camp, dem Thompson Belt und dem Voisey's Belt Deposit drei der besten und ergiebigsten Nickelsulfid-Provinzen weltweit. Ein weiterer Vorteil ist die Lage der Camps: Alle drei Minenkomplexe befinden sich im geopolitisch unproblematischen Kanada.

Rekord-Dividende und massive Aktienrückkäufe

2021 war für Vale ein Rekordjahr. Die weltwirtschaftliche Erholung und das kräftige Anziehen der Eisenerzpreise nach den coronabedingten Lockdowns spülten den Brasilianern beträchtliche Gewinne in die Kassen. Vale verteilte 7,29 Brasilianische Real (etwa 1,39 €) an seine Aktionäre. Bei einem aktuellen Preis von 12,92 € je Aktie entspricht dies einer zweistelligen Dividendenrendite von 10,7%. Außerdem erklärte das Management unter CEO Eduardo Bartolomeo am 27. April, das größte Aktienrückkaufprogramm seiner Geschichte starten zu wollen. In den nächsten Jahren wird Vale bis zu 500 Millionen Aktien zurückkaufen.

Für das laufende Jahr erwartet der Konzern geringer etwas ausfallende Ausschüttungen. Bei der Dividendenpolitik bleibt sich der Konzern aber treu: Mindestens 30% des um Sondereffekte bereinigten Betriebsergebnisses fließen als Dividende an die Anleger zurück. Vor dem Hintergrund eines strukturellen Defizits bei Kupfer und Nickel wird der Kuchen, den die 30% des EBITDA repräsentieren, stetig größer werden.

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Fazit: Ist Vale wieder ein Kauf?

Die Aktie von Vale hat seit dem Erreichen eines beeindruckenden Mehrjahreshochs im März 2022 ordentlich Federn gelassen und bietet Investoren nun ein attraktives Einstiegsniveau bei einem KGV von 2,9. Die Angst vor einem weltwirtschaftlichen Abschwung bleiben begründet und könnten dem Kurs kurzfristig unter Druck setzen. Spitzt sich die Lage auf dem Immobilienmarkt Chinas weiter zu, sind Tiefs von 10€ pro Aktie wieder denkbar. Zuletzt war dies im November 2021 der Fall, als die Pleite des Immobilienentwicklers Evergrande ins Rollen kam und die Eisenerzpreise auf unter 100 Dollar pro Tonne fielen.

Langfristig sind die Aussichten von Vale unverändert hervorragend. Ohne die Brasilianer wird es keine Energiewende geben. Vom dringend benötigten Nickel für die Batterieproduktion bis hin zum Kupfer, das in Windturbinen und Solarzellen zum Einsatz kommt, liefert Vale die Rohstoffe der Zukunft.

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Interessenkonflikt: Der Autor hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des besprochenen Unternehmens Vale S.A., BHP und Rio Tinto und hat die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt.

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