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/ 20.09.18 / 19:56

Tilray: Bitcoin 2.0 - Zocker haben nach +1.665% zu hoch gepokert

Die Wall Street steht unter dem Einfluss von Cannabis. Der Run von Tilray (WKN: A2JQSC) stellt dabei alles in den Schatten. Am 19. Juli ging der kanadische Produzent für medizinisches Marihuana mit 17 US$ pro Aktie an die Nasdaq. Am Mittwoch - genau zwei Monate später - lagen Tilray-Aktionäre zeitweise +1.665% im Gewinn. Der Hype, den auch Aurora (WKN: A12GS7) und Canopy (WKN: A140QA) voll mitnehmen, erinnert stark an den Höhenflug von Bitcoin in 2017.

Möglich geworden ist die aktuelle Rallye erst durch den potentiellen Einstieg von Coca-Cola in den Cannabissektor und waghalsigen Umsatzerwartungen. Die Bewertung bei Tilray ist mittlerweile völlig Banane. Bei einem prognostizierten Umsatz in Höhe von 160,8 Millionen US-Dollar entspräche das rund 2 US$ pro Aktie. Der Börsenwert betrug in der Spitze 28 Milliarden Dollar. Selbst für exorbitante Wachstumsstories wie Tilray eine ambitionierte Bewertung. Auch bekannte Investoren, die auf fallende Kurse setzten, haben sich kräftig die Finger verbrannt.

Tilray-Wahnsinn: Freefloat und Shortseller lassen es krachen - Citron greift daneben

Tilray-Aktionäre staunten nicht schlecht: Am Mittwoch verdoppelte sich die Aktie intraday auf centgenau 300,00 US-Dollar um dann - gefolgt von einer Handelsaussetzung - auf 168 US-Dollar abzustürzen. All das in nur wenigen Minuten.

Für Citron Research und Chef-Shortseller Andrew Left ist bzw. war die Situation eindeutig. Er geht short und zwar schon seit deutlich zweistelligen Kursregionen.

Left veröffentlichte nach dem gestrigen Monsteranstieg dieses nicht mehr erreichbare YouTube-Statement.

Eine Bewertung von jenseits der 20 Milliarden US-Dollar in Anbetracht der Tatsache, dass Tilray im laufenden Geschäftsjahr bereits von anderen Herstellern Marihuana beziehen musste, ist zu hoch.

For the three months ended March 31, 2018, our post-harvest cost per gram increased to $1.59 compared to $1.36 in the same period in 2017 mainly due to procurement of third party supply.

Insgesamt soll die bereits in Nord- und Südamerika, Europa (darunter Deutschland), Australien und Afrika operierende Tilray 2019 161 Millionen US-Dollar Umsatz generieren. 2017 lag dieser noch bei 20,5 Millionen US-Dollar.

Korrektur nun in vollem Gang

Die meisten Aktien sind in Händen der Cannabis Venture Capital Firma Privateer Holdings und unterliegen einer 180-tägigen Lock-Up Period (nämlich 66.127.375 Aktien), in der diese nicht verkauft werden dürfen. Der dadurch stark eingeschränkte Streubesitz und die hohe Anzahl an Shortsellern, die auf fallende Kurse spekuliert hatten, gipfelten die letzten Tage in der Kursexplosion.

Zwar hat Tilray keine "ausschweifende" Kapitalstruktur wie zum Beispiel Nasdaq-Pendant Cronos mit unzähligen (Penny)warrants, doch auch hier scheint gerade die unsichtbare Hand des Marktes genau diese anzulegen und die Bewertung ein klein wenig realistischer zu machen.

Unserer Meinung ist das hohe Kursniveau aufgrund der einmaligen Sondersituation von Freefloat und Shortsellern nicht haltbar. Neben den Aktien, die aus der Haltesperre kommen, droht durch mögliche Preisrückgänge beim Marihuana aufgrund Überkapazitäten Druck auf die Margen.

SD "one trade ahead"

Die letzte Kapitalerhöhung am Tag vor Handelsaufnahme fand bei 17 US-Dollar statt. Seitdem freuen sich Zeichner - ausgehend vom Intraday-Höchstkurs - über eine Performance von +1.665%. Das sind ähnlich horrende Renditen wie beim Bitcoinboom, der im Herbst 2017 durchstartete.

Wir rechnen nun mit Gewinnmitnahmen. SD war bereits vor Monaten strategisch richtig positioniert und erntet nun die Früchte des Booms.

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