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/ 01.10.18 / 15:25

Solar-Roundup: "Short des Jahres" geht in die nächste Runde

2018 ist nicht das Jahr von Solaraktien: Jinko Solar (WKN: A0Q87R) kracht von 25 US-Dollar auf 11 und SMA Solar (WKN: A0DJ6J) von 61 Euro auf 20. Unter dem Strich vernichtete SMA zwei Drittel seines Börsenwerts. Bei Jinko, dem größten Solarmodulproduzenten der Welt, beläuft sich das Minus auf rund die Hälfte. 

Unser Solar-Favorit Singulus (WKN: A1681X) dagegen läuft wie am Schnürchen gezogen nach oben. Und das trotz der Tatsache, dass in den letzten Tagen der Sell-Off im Solarsektor eskaliert ist. Wir hatten am 10. August für die Solarbranche den "Short des Jahres" ausgerufen und waren bereits seit Anfang Juni wenig positiv gestimmt für SMA & Co - wie die neue SMA-Gewinnwarnung zeigt, absolut zurecht!

Solar soweit das Auge reicht - zukünftig wird das tonangebende China jedoch sein Engagement in der Solarindustrie zurückfahren.

"Worst Case" durch neue Solarpolitik Chinas

Der jüngste Kursabschwung quer durch den ganzen Solarsektor geht auf die neue Solarpolitik der chinesischen Regierung zurück. Diese beschloss im Juni eine Reduzierung des Einspeisetarifs für Solarprojekte und eine Deckelung für in Wohngegenden installierte Solarmodule auf landesweit 10 Gígawatt (GW).

Die Maßnahmen setzten eine Spirale an negativen Entwicklungen in Gang, die letztendlich zu einem Preisverfall bei Solarmodulen führten.

Im ersten Halbjahr 2018 wurden in China 24,3 GW an neuer Solarkapazität installiert. Für das Gesamtjahr erwarten Experten lediglich 30 bis 42 GW an neuinstalliertem Volumen. 2017 lag die Gesamtmenge noch bei 53 GW.

SMA Solar kürzt Prognose

Der "Markteinbruch in China" und daraus resultierende Projektverschiebungen machen auch SMA Solar, dem Weltmarktführer für Wechselrichter, schwer zu schaffen:

Beim Umsatz geht das SDax-Unternehmen für 2018 nur noch von 800 bis 850 Millionen Euro aus (davor 900 bis 1.000 Mio. Euro). Das Ergebnis leidet noch stärker. Das EBITDA soll höchstens ausgeglichen werden. Zuvor erwartete der Wechselrichterhersteller um den vielkritisierten CEO Urbon ein EBITDA von 90 bis 110 Millionen Euro. Auf Urbons Konto gehen Insider-Verkäufe in Millionenhöhe nahe dem Jahreshoch.

Auch Jinko Solar muss kämpfen

Als weltgrößter Hersteller mit Produktionskapazitäten von 8,0 GW, der 2017 4,07 Milliarden US-Dollar mit Solarmodulen und -zellen umsetzte, sieht auch Jinko seine Margen kräftig unter Druck. Im guten Jahr 2017 lag die Nettomarge bei gerade einmal 0,5% für 21,8 Millionen US-Dollar Überschuss. Dieser wird bei gegenwärtigem Preisverfall ins Minus "schrumpfen".

Unser Solar-Favorit dagegen läuft glänzend - vor News!

Unser Solar-Favorit Singulus dagegen erfreut sich zunehmender Aufmerksamkeit chinesischer Investoren. Das chinesische Staatsunternehmen China National Building Materials (CNBM) akquirierte erst 13,11% an Singulus, weitere 3,64% sollen folgen wie vermutlich auch weitere dicke Folgeaufträge und das noch in diesem Jahr.

Singulus ja - Jinko und SMA nein

Bei Singulus machen Anleger nach wie vor alles richtig. Die Aktie sollte früher oder später das Jahreshoch bei 18,34 Euro ins Visier nehmen. Bei SMA Solar und Jinko Solar dagegen sehen wir solche Chancen vorerst nicht.

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