Jinko Solar & SMA Solar: Der Short des Jahres

von Redaktion  /   10. August 2018, 11:45  /   unter Aktien, Technologie  /   Keine Kommentare

Solaraktien im freien Fall: Gestern war die Aktie von SMA Solar (WKN: A0DJ6J) nach den Zahlen für das erste Halbjahr 2018 bereits um über -11% eingebrochen. Zum Wochenschluss verliert der TecDax-Konzern weitere -5% auf ein neues 52-Wochen-Tief. Einmal mehr sorgen die Auswirkungen politischer Maßnahmen in China für Kursturbulenzen. Zudem schockt ein Horror-Statement von SMA-CEO Pierre-Pascal Urbon. Folgt nun auch Jinko Solar (WKN: A0Q87R)?

Wir erinnern uns: Neben Reduktion der Einspeisevergütung senkte die chinesische Regierung vor Kurzem auch die Ausbauziele für Photovoltaik-Anlagen. Das sorgt für zusätzlichen Druck auf die ohnehin schon von vielen Seiten befeuerten SMA-Margen. Jinko Solar hat ähnliche Profitabilitäts-Probleme. Für die Jinko-Aktie dagegen lief es zumindest in den vergangenen Wochen deutlich besser (+3,6% am Donnerstag), auf Jahressicht steht aber eine Minus-Performance zu Buche. Was nun?

Q2-Zahlen von SMA Solar im Detail

Diese bargen kaum positive Überraschungen. Konkret:

Insgesamt installierte SMA Solar im ersten Halbjahr 2018 Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 4,3 GW (H1 2017: 3,8 GW). Der Umsatz wuchs im Vergleich zu den ersten sechs Monaten des Vorjahrs um +3,5% auf 394,6 Mio. Euro (H1 2017: 381,1 Mio. Euro).

Das EBITDA  stieg von Januar bis Juni 2018 auf 40,9 Mio. Euro, während das Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2018 bei 11,2 Mio. Euro (H1 2017: 8,8 Mio. Euro) lag.

Interessant: Die Bruttomarge lag mit 24,5% deutlich höher wie noch im vorangegangen Vergleichszeitraum (H1 2017: 19,2%).

Schock-Aussage von SMA-CEO

SMA Solar-CEO Pierre-Pascal Urbon machte gestern derweil mit einem Schock-Statement auf sich aufmerksam. Seinen Aussagen zufolge kalkuliert SMA Solar nach neuestem Stand bis 2020 mit einem rund -17% gesenkten Volumen am Zielmarkt – das schockt die Aktionäre.

Der SMA Vorstand rechnet bis 2020 nur noch mit einem jährlichen Wachstum des für SMA zugänglichen Marktes von sieben Prozent auf 7,6 Mrd. Euro (vormals 9,2 Mrd. Euro).

Aber der TecDax-Konzern zeigte auch zukünftige Wachstumsmärkte wie E-Mobilität auf, die zukünftig stärker beackert werden sollen. Im Juni hatte SMA Solar eine Kooperation mit Audi für die Einbindung von Elektromobilität ins häusliche Energiemanagement geschlossen.

Durch Produktinnovationen, die wir in den kommenden sechs bis zwölf Monaten in den wichtigsten Solarmärkten einführen, haben wir bereits Antworten auf den zu erwartenden Preisdruck im Hardwaregeschäft gefunden. Darüber hinaus wird uns unsere Kompetenz im Bereich des Energiemanagements sowie der Integration von Batteriespeichern helfen, in das margenstärkere System- und Dienstleistungsgeschäft vorzudringen.

Für das Geschäftsjahr 2018 rechnet SMA Solar mit einem Umsatz zwischen 900 Mio. Euro und 1,0 Mrd. Euro (2017: 891 Mio. Euro). Das EBITDA soll zwischen 90 bis 110 Mio. Euro liegen.

Der Short des Jahres – und wir hatten früh darauf hingewiesen

Mit dem gestern veröffentlichten Ausblick kann SMA Solar dem Kursverfall nicht entgegensteuern – im Gegenteil.

Insbesondere bei SMA Solar hatten wir zu mehreren Zeitpunkten auf die richtige Gemengelage für einen Short hingewiesen und das bereits vor Monaten.

Mittlerweile ist auch der SMA Solar Aktie viel Wachstumsphantasie entwichen. Es darf wieder spekuliert werden. Selbiges gilt für Jinko Solar.

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