Aurora: Mischt bald Coca-Cola oder Pepsi mit?

von (mh)  /   21. März 2019, 18:08  /   unter Cannabis-Aktien  /   Keine Kommentare

Die Cannabisindustrie ist wieder in aller Munde. Nach dem Engagement von US-Milliardär Nelson Peltz ist Aurora Cannabis (WKN: A12GS7) die derzeit heißeste Aktie in der Industrie. Aurora wird immer wieder mit großen Namen in Verbindung gebracht, während Canopy Growth (WKN: A2JQSC) oder Tilray (WKN: A2JQSC) bereits namhafte Unternehmen an ihrer Seite haben. 

Vor dem Hintergrund der neuesten Personalie – Peltz gilt als Insider der Food & Beverage Branche – erscheinen die Absichten von Aurora in einem neuen Licht. Es dürften auch die Spekulationsbewegungen in Richtung Akquisitionen sein, die den Aktienkurs gegenwärtig steigen lassen. Steigt hier bald ein ganz Großer ein?

Cannabisindustrie mit riesigem Potenzial

Wir hatten zuletzt im Zusammenhang mit der Aktie von Tilray darüber informiert, welche hohen Wachstumserwartungen seitens der Wall Street und der Banken in die Cannabisindustrie gesetzt werden. Die Jefferies Group beispielweise rechnet mit einem rasanten Anstieg der Ausgaben für Marihuana – sei es der bloße „Rohstoff“, Ess- & Trinkbares oder etwaige andere „Kleinigkeiten“.

Konservativ geschätzt rechnet Jefferies damit, dass bis zum Jahr 2029 die Industrie ein Umsatzvolumen von mehr als 50 Milliarden US-Dollar erreicht, basierend auf 17 Milliarden US-Dollar in 2019. Quelle: Jefferies

Coca-Cola & Aurora: Das würde passen

Besonders die großen Firmen aus dem Food & Beverage-Bereich setzen auf den grünen Zukunftssektor. Tilray forscht mit AB InBev, der größten Brauerei der Welt, im Rahmen einer Forschungskooperation bei Cannabis Drinks (sog. CBDs). Canopy Growth erfuhr zuletzt ein milliardenschweres Investment durch die Corona-Brauerei Constellation Brands.

Niemand Geringeres wie Coca-Cola wurde im September (Bloomberg berichtete) mit einem Einstieg ins Cannabis-Business in Verbindung gebracht. Kurz darauf kam allerdings das Dementi von Seiten des Getränkeherstellers.

Ein Einstieg von Coca-Cola ins Geschäft mit den grünen Blüten dürfte in die Strategie des Getränkeriesen und wohl auch zu den Absichten von Aurora passen, in neue Marktsegmente vorzustoßen. Der Cola-Konzern, der über 500 Getränkemarken vertreibt, spricht explizit von „weniger Zucker, mehr Vitaminen oder neuen aufregenden Geschmacksrichtungen“. Auch in Bezug auf die Größenordnung – Aurora ist vom Börsenwert neben Canopy Growth der größte Player der Branche – wären beide geeignete Partner.

Bei den hohen Wachstumsaussichten, die dem Cannabismarkt zugetraut werden, scheint ein Engagement von Coca-Cola nur eine Frage der Zeit. Der Umsatz mit den „gesunden“ Diet Coke und Coca-Cola Zero Sugar wuchs zuletzt schneller als der Gesamtumsatz.

Ein Investment in Aurora hat allerdings auch Risiken

Aurora ist vor allem durch seine in die Praxis umgesetzte Akquisitionsstrategie gewachsen.  Prominentes Übernahmeziel war u.a. MedReleaf. Das hat allerdings auch die Bilanz aufgebläht. Die Bilanzqualität ist eines der großen Risiken.

Insofern könnte man auch zur Schlussfolgerung kommen, dass die Zukunft hier sehr teuer gehandelt wird. Allerdings handeln viele Werte im Cannabissektor weit über ihrem Substanzwert. Der Vertrauensvorschuss ist nun mit den außerordentlich hohen Wachstumsraten in Einklang zu bringen.

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