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/ 26.09.18 / 17:45

Sporttotal: Ist der Ruf erst ruiniert

Es gibt Wachstumsstories und dann gibt es Sporttotal (WKN: A1EMG5). Aktionäre der ehemaligen Wige Media sind viel gewohnt. Einen bösen Kursrutsch seit Juni von -65% mussten Sporttotal-Aktionäre verdauen. Der Grund: Einmal mehr wurde die Prognose einkassiert. Besteht dennoch Hoffnung?

Sporttotal will mit seiner Online-Plattform das DAZN des Amateursports werden. sporttotal.tv soll in Europa zur größten Videoplattform im Amateursportbereich ausgebaut werden - klappt aber nicht ganz. Großinvestoren flüchten mittlerweile aus der Aktie. Nach der dringend notwendigen Kapitalerhöhung im laufenden Monat zum Preis von 1,76 Euro je Aktie ging es mit dem Kurs weiter runter.

Miserable Zahlen zum Halbjahr

Damit wir uns nicht falsch verstehen: Sporttotal war durchaus mal ein Unternehmen, dessen Worte am Kapitalmarkt auf großes Interesse trafen.

Die Zahlen für das erste Halbjahr und die einkassierte Prognose im Juni zeigen allerdings, dass man vom eigenen Anspruch meilenweit entfernt ist.

Für 2018 erwartet man nun einen Umsatz von 42 bis 56 Millionen Euro (bisher 50 bis 70 Mio. Euro). Die EBIT-Gewinnerwartung korrigierte man auf -3 bis -8,2 Millionen Euro von ehemals -3 bis +3 Millionen.

Der Gesamtumsatz im ersten Halbjahr war leicht auf 23,9 Millionen Euro zurückgegangen (Vorjahr 26,7 Mio. Euro).

Geschäftsentwicklung stockt

Der Fokus der künftigen Geschäftsentwicklung soll auf sporttotal.tv liegen. Neben "hochklassigen Amateurfußball" (bis zur 4. Liga) überträgt man auch Spiele der Volleyball Bundesliga und anderer Randsportarten. 

Wer mit dem "DFB-Pokalgegner des FC Bayern" SV Rödigenhausen für das eigene "hochfrequentierte, wachstumsstarke Portal für Online-Sportvideos und Live-Streaming" wirbt, hat wohl ernstzunehmende Gründe das zu tun.

Denn hier bekam Sporttotal kräftig auf die Mütze:

Im laufenden Jahr wird das Unternehmen in diesem Bereich voraussichtlich bei einem Umsatz von 2,7 bis 3 Mio. Euro einen Ergebnisbeitrag in Höhe von -3,6 bis -3,9 Mio. Euro erwirtschaften - eine EBIT-Abweichung gegenüber dem unteren Planwert von etwa 0,5 Mio. Euro.

Großinvestoren flüchten - Langfrist-Prognose bleibt bestehen

Großinvestoren wie DWS Investment GmbH bauten zuletzt ihre Bestände deutlich ab. Das Researchhaus Montega dagegen verteilte ein Kauf-Rating mit Kursziel 3,30 Euro.

Den Halbjahresbericht garnierte Sporttotal übrigens mit folgender Prognose:

Die Prognose für die Folgejahre bleibt unverändert: Für 2019 geht das Management aktuell von Umsätzen in Höhe von 70 bis 80 Mio. EUR bei einer EBIT-Marge von 7 bis 9% aus. Die Schwelle zu einem Umsatz in Höhe von mindestens 100 Mio. EUR wird aus heutiger Sicht im Jahr 2020 überschritten - bei einer EBIT-Marge von mindestens 10%.

Ist der Ruf erst ruiniert, interessiert es wohl fast keinen mehr, wie die Prognosen lauten...

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Kommentare
W. Gerner / 27.09.18 / 15:58 Uhr Es ieht leider alles noch viel schlimmer aus, da 50 % der bereits erworbenen Kamerasysteme unverbaut auf Halde liegen. Hochrechnungen 2018 führen zu einem Verlust von mindestens 12 Mio. da von den drei Venues 1.) trotz tiller AdHoc im Dezember völlig verschwunden ist 2.) Rio noch einen Platz sucht 3.) St Petersburg erst 2020 fertig wird Aus diesem Grund sind weitere Kapitalerhöhungen angekündigt.