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Administrator / 06.09.17 / 9:37

Palatin: Rekord-Handelsvolumen und Jahreshoch - wie geht's weiter?

Rund 25 Millionen Aktien von Palatin Technologies (WKN: A1C538) wechselten gestern börsenübergreifend den Besitzer, mehr als die Hälfte davon allein in Deutschland - Allzeitrekord! Ist die explodierende Nachfrage schon ein Indiz für kommende Entwicklungen?

Klar ist: Die Neubewertung Palatins war nur noch eine Frage der Zeit und scheint jetzt ans Laufen zu kommen. Mit einem Schlusskurs von 0,51 USD wurde gestern ein neues Jahreshoch markiert. Wer frühzeitig unserem ersten Tipp gefolgt war, konnte schon gestern Kursgewinne von rund +100% realisieren. Doch wir wissen: Palatin ist alles andere als ein kopfloser Zock wie zuletzt Bitcoin Group (WKN: A1TNV9) oder The Naga Group (WKN: A161NR). Palatins potenzielles Blockbuster-Mediament Bremelanotide nähert sich mit großen Schritten dem Zulassungsantrag.

Wer sammelt so viele Palatin-Aktien?

Noch ist völlig unklar, woher das massiv angezogene Handelsvolumen bei Palatin rührt. Dass urplötzlich Aktien im zweistelligen Millionenwert gekauft werden, dürfte nicht allein auf irgendeinen fragwürdigen Blogeintrag zurückzuführen sein. So berichtete "Wall Street Whispers" jüngst über ein angebliches Interesse Mercks an Palatins Sex-Wirkstoff. Da jedoch keine Quelle benannt wird, ist diese Spekulation mit höchster Vorsicht zu genießen. Wir glauben dennoch, dass bei Palatin gezielt agierende und gut informierte Aufkäufer am Werk sind.

Erstes "As needed"-Medikament gegen sexuelle Unlust der Frau

Fakt ist: Für Palatins Bremelanotide soll nach den erfolgreichen Phase-3-Studiendaten Anfang 2018 von Seiten des US-Lizenznehmers AMAG Pharmaceuticals ein Zulassungsantrag gestellt werden. Ein Jahr später könnte das Mittel dann auf den Markt kommen. Das Medikament adressiert mit HSDD eine noch recht neu definierte Erkrankung, von der jedoch Millionen von Frauen betroffen sind. Die renommierten Analysten von Canaccord erwarten für Bremelanotide Spitzenumsätze von über 800 Millionen USD allein in den USA. Palatin selbst gab das US-Umsatzpotenzial seinerzeit mit über 500 Millionen USD an.

Das bislang einzige FDA-zugelassene HSDD-Medikament, Addyi, schlug seinerzeit auch in der hiesigen Presse hohe Wellen. Das Mittel wurde nach seiner Zulassung im Jahr 2015 mitsamt dem Hersteller Sprout Pharmaceuticals für 1 Milliarde USD in Cash zuzüglich Meilensteinzahlungen geschluckt.

Bekannt als "Female Viagra" bekam Addyi 2015 trotz starker Nebenwirkungen die FDA-Zulassung - mit strengen Auflagen.

Obwohl Addyi schon im ersten Jahr deutlich dreistellige Millionenumsätze einfahren sollte, blieb es weit hinter den Erwartungen zurück. Das hat gute Gründe: Addyi erhielt seine Zulassung erst im dritten Anlauf und nach einer riesigen Medienkampagne, welche die Behörde unter Druck setzte. Das Mittel wirkt nämlich nur bei wenigen Frauen und bringt teils schwerwiegende Nebenwirkungen mit sich und ist insbesondere nicht mit Alkohol verträglich. Zudem muss es täglich und schon weit im Voraus vor sexueller Aktivität eingenommen werden, um überhaupt Wirkung zu zeigen.

Aus diesen Gründen wurde die Zulassung Addyis mit strengen Restriktionen verknüpft. Das Medikament durfte beispielsweise ein Jahr lang überhaupt nicht wie gewöhnlich beworben werden. Außerdem wird es nur von Apothekern angeboten, die eine entsprechende Schulung bezüglich des Wirkstoffs erhalten haben. Zudem prangt ein prominent platzierter Warnhinweis auf der Pillendose.

Palatins Bremelanotide soll hingegen keinerlei FDA-Restriktionen erhalten und hat sich nicht nur effektiv bei mehreren klinischen Endpunkten, sondern bislang auch als im Allgemeinen gut verträglich erwiesen. Zudem wurde bereits nachgewiesen, dass sich das Mittel im Gegensatz zu Addyi auch mit Alkohol verträgt. Noch entscheidender: Bremelanotide wird "as needed" komfortabel über einen Autoinjektor zugeführt, sprich nur bei Bedarf. Der Wirkungseintritt soll schon nach 30 Minuten erfolgen und bis zu 10 Stunden anhalten.

Countdown auf den Jahresabschluss - Stichtag 19. September

Die Tatsache, dass eine Palatin nun auch nach dem jüngsten Kursanstieg noch immer mit unter 100 Millionen USD bewertet wird, zeigt, welch gigantisches Aufwärtspotenzial die Aktie mit sich bringt. So müsste der Kurs fast 1.000% steigen, bis Palatin überhaupt erst den damaligen, in Cash gezahlten Wert für seinen Mitbewerber Sprout Pharmaceutials erreichen würde. Davon, dass Palatin das bei Weitem aussichtsreichere Medikament besitzt, mal ganz abgesehen.

Nachdem es nun monatelang auffällig still um Palatin war und das Unternehmen selbst keinerlei News in den Markt gegeben hat, zeigt die folgende Liste, dass im laufenden Halbjahr noch mindestens sechs Meilensteine und somit potenzielle Kurskatalysatoren auf der Agenda stehen. Insbesondere die Verpartnerung Bremelanotides außerhalb Nordamerikas könnte kurzfristig ungeahnte Werte heben.Laut Angaben auf der NASDAQ-Seite wird Palatin am 19. September über das im Juni zu Ende gegangene Geschäftsjahr berichten. Es ist üblich, dass die Unternehmen dabei auch die Errungenschaften des letzten Quartals sowie die kommenden Meilensteine skizzieren. Da es wie erwähnt die letzten Monate still war, ist die Wahrscheinlichkeit für News und die ein oder andere Überraschung nun umso höher. Das extrem erhöhte Handelsvolumen könnte hierbei schon ein Vorbote sein.

Obwohl die Palatin-Aktie wie jeder Biotechwert nicht frei von Risiken ist und überraschend negative Daten in der noch laufenden Verlängerungsstudie zum Beispiel für eine verzögerte Zulassung sorgen könnten, halten wir das Chance-/Risikoprofil weiterhin für das beste im Sektor. Allein der Fakt, dass Palatin mit der Zulassung Bremelanotides weitere 80 Millionen USD von seinem US-Partner AMAG erhalten wird - davon ein Teil bereits mit dem Anfang 2018 geplanten Zulassungsantrag - rechtfertigt aktuell schon höhere Notierungen. Wer unsere vergangenen Berichte gelesen hat, weiß über die Situation mit noch ausstehenden, kursbremsenden "Pennywarrants" Bescheid. Sind diese demnächst vom Markt, sollte die Neubewertung gehörig an Tempo gewinnen.

Interessenkonflikt: Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des hier besprochenen Unternehmens Palatin Technologies und hat die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss und weitere Hinweise gemäß §34b Abs. 1 WpHG in Verbindung mit FinAnV (Deutschland) unter: sharedeals.de/haftungsausschluss.

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