Meta-Aktie: Dramatisch unterbewertet?

08.09.23 um 15:41

Der Turnaround des Social-Media-Konzerns Meta (WKN: A1JWVX) ist vermutlich die beeindruckendste Börsenstory des Jahres 2023. Doch ist hier vielleicht noch lange nicht Schluss? Und ist die Aktie des Tech-Riesen aktuell super günstig?

stock.adobe.com/Romain TALON

ℹ️ Meta vorgestellt

Meta Plattform Inc., kurz Meta, ist aus dem Facebook-Konzern hervorgegangen. Neben den bisherigen Plattformen wie Facebook oder WhatsApp liegt der zukünftige Schwerpunkt im Aufbau des Metaversums. Der Hauptsitz des Konzerns befindet sich im kalifornischen Menlo Park. Die Marktkapitalisierung beträgt rund 780 Milliarden US$.

Morgan Stanley mit krasser Prognose

Meta gehört im aktuellen Börsenjahr mit einer Kursgewinn von +143% bis dato zu den Top-Performern auf den internationalen Aktienmärkten. Doch die Analysten von Morgan Stanley glauben daran, dass nach diesem Kursplus noch lange nicht Schluss sein muss.

Denn in einer jüngsten Studie setzte Marktbeobachter Brian Nowak sein Kursziel auf 375 US$ hoch, nachdem er seine Gewinnschätzungen auf 20 US$ je Aktie im kommenden Jahr nach oben korrigiert hatte. Diese Prognose überraschte viele Anleger, denn zum Vergleich dürfte Meta in diesem Jahr EPS von 13,39 US$ einfahren.

Als Begründung schrieb Nowak in seiner Studie, dass er von steigenden Werbepreisen für Ads bei Meta ausginge, nachdem die bekannten Reels auf Instagram und Facebook immer mehr Nutzerzeit gewinnen würden. Letztere Entwicklung wurde tatsächlich schon bei den Quartalszahlen im Juli deutlich und könnte die These des Analysten stützen.

Das kann die Meta-Aktie noch beflügeln

Sollte dies der Fall sein, dann wäre Meta zum aktuellen Zeitpunkt deutlich unterbewertet. Bei einem Aktienkurs von etwa 300 US$ und EPS von 20 US$ würde sich ein KGV von 15 für den Big Tech Wert ergeben.

Zudem helfen Meta weitere Trends auf dem Weg, die Gewinne zu steigern. So ist in den USA ein Verbot der Konkurrenz-App TikTok weiterhin nicht vom Tisch und mit Blick auf die anstehenden Wahlen in den USA im kommenden Jahr könnte Meta wieder sein altes Quasi-Monopol auf dem amerikanischen Markt zurückerlangen. Aber auch die Verwendung von KI und die Monetarisierung von WhatsApp sind Punkte, die den Gewinn beim Konzern nochmals deutlich steigern könnten.

Aktie weiter interessant

Dementsprechend ist trotz der starken Kursbewegung bei Meta in den kommenden Jahren noch einiges möglich.

Rein charttechnisch müsste die Aktie aber zunächst nach der Konsolidierung einen nachhaltigen Anstieg über die 300 US$ schaffen. Sollte dies der Fall sein, wäre für mich ein erstes Etappenkursziel bei 350 US$ auf dem langjährigen Weg zu potenziell neuen Allzeithochs.

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Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens Meta. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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