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Redaktion / 09.02.21 / 14:19

Heat Biologics: Mega-Knall nach positiven Krebs-Daten!

Plötzlich ist Heat Biologics (WKN: A2JB4Y) nicht mehr bloß ein Corona-Push: Die heute veröffentlichten Zwischendaten aus der laufenden Phase-2-Studie von HS-110 gegen nicht-kleinzelligen Lungenkrebs lassen Hoffnungen auf einen Erfolg des Wirkstoffkandidaten wieder aufkochen.

In Kombination mit dem Checkpoint-Inhibitor Nivolumab von Bristol-Myers Squibb könnte HS-110 laut neuesten Daten einen Überlebensvorteil insbesondere bei jenen Patienten erzielen, die auf eine alleinige Nivolumab-Therapie nicht mehr gut ansprechen. Heat-Boss Jeff Wolf ist jedenfalls „begeistert“ und beweist sich in der Kommentierung der Daten mal wieder als waschechter Kapitalmarktprofi:

HS-110 ist der Hauptkandidat in unserem Portfolio an therapeutischen Produkten und Impfstoffen, die die gp96-Technologieplattform von Heat verwenden, und zeigt den breiten Nutzen dieser Plattform für NSCLC und potenziell andere Krebsarten. Wir evaluieren derzeit mögliche Phase-3-Registrierungswege für HS-110 in Kombination mit einem Checkpoint-Inhibitor und beabsichtigen, diese Pläne mit der FDA sowie potenziellen Partnern zu überprüfen.

Wolf heizt mit diesen Aussagen mal wieder bewusst die Phantasie an. Eine potenzielle Verpartnerung steht bei Heat schon seit Jahren im Raum, wurde bis dato aber nie umgesetzt. Ohne eine Placebo-Kontrollgruppe sind die Daten zudem mit Vorsicht zu genießen. Ob HS-110 letztendlich überhaupt in eine finale Phase 3 überführt werden wird, bleibt fraglich.

Aktie höchst spekulativ

Die Heat-Aktie legt vorbörslich um mehr als +50% auf zeitweise über 13 USD zu. Die Marktkapitalisierung der kleinen Biotechschmiede steigt damit auf rund 300 Millionen US-Dollar. CEO Wolf hat sich vertraglich einen riesigen Bonus bei Erreichen einer halben Milliarde US-Dollar Börsenwert zusichern lassen. Der Anreiz auf weitere Kurssteigerungen ist also CEO-seitig gegeben.

Trotzdem bleibt das Heat-Papier nur etwas für mutige Spekulanten. Zu oft hat Heat in der Vergangenheit viel Staub aufgewirbelt, ohne fundamental untermauerten Wert für Aktionäre geschaffen zu haben. Seriöse Anleger sollten daher weiter die "sicheren", aber ebenso saftigen Prozente im No Brainer Club bevorzugen.

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