Vectron: Redet sich der Vorstand um Kopf und Kragen?

von Redaktion  /   07. August 2018, 8:00  /   unter Aktien, Technologie  /   Keine Kommentare

Wie Phoenix aus der Asche: Die Vectron-Aktie (WKN: A0KEXC) hat ihren Kursrutsch unter 14 Euro größtenteils wettgemacht und kratzt mit aktuell über 18 Euro sogar an der 20-Euro-Marke, von wo aus der jüngste Kursrutsch seinen Anfang nahm. Doch geändert am ‚Big Picture‘ beim Kassensystemhersteller hat sich wenig. Das Einzige, was neben dem Aktienkurs gestiegen ist, ist offenbar die Risikobereitschaft der Investoren.

Nach wie vor bleibt Vectron aus value-orientierter Perspektive ein No-Go. Mit Verlaub, für uns ist in dem Titel (zu) viel heiße Luft. Bei Nicht-Liefern droht der Balloon zu platzen. Einst wollte man mit Coca Cola und der Gastronomie-App GetHappy das große Rad drehen, jetzt hat man offenbar nun mehrere Fische vor der Angel – das könnte der ganzen Geschichte eine Wendung geben. Wir sagen, warum wir weiter kritisch bleiben.

Die Ergebnisse fehlen

Wir erinnern uns: Nach dem Abgang von Ex-CEO Kaltner will man den Weg der Digitalisierung weiter beschreiten. Kaltners Abgang sei ausdrücklich keine Abkehr des Unternehmens von der eingeschlagenen Richtung.

Während Neu-CEO Stümmler (Ex-Aufsichtsratschef) immer noch „bald“ (zum Interview in einem großen deutschsprachigen Börsenmedium) hinsichtlich des Marktlaunches von bonvito/GetHappy liefern will, berichtet dieser nun an anderer Stelle davon, dass man über Coca-Cola hinaus mit weiteren Firmen im Gespräch sei und Potentiale sondiere, die noch über GetHappy noch hinaus gingen.

Fakt ist: Bis dato kann nirgendwo Vollzug vermeldet werden.

Die wiederholten Probleme und Verschiebungen beim vollmundig angekündigten Launch der GetHappy-App deuten vielmehr darauf hin, dass die Probleme tieferliegend sind. Trotz jahrelangem Vorlauf und intensiver Bemühungen sowie Personalrochaden ist man noch nicht über die Testphase hinausgekommen – denkbar schlechte Vorzeichen um Millionengewinne einzufahren, nicht? Wir können uns das unter anderem durch hohe Markteintrittsbarrieren seitens Konkurrenzangeboten erklären.

Sonderkonjunktur rettet, aber …

2018 soll bekanntlich „Übergangsjahr“ werden – in dem auch ein Verlust unter dem Strich möglich ist – bevor 2019 die Sonderkonjunktur wieder für dunkelgrüne Zahlen sorgen soll. Schätzungen zufolge könnte 2019 und 2020 ein zusätzlicher Umsatz von 75 Mio. Euro hängen bleiben.

Wir können uns beileibe günstigere Investment Cases vorstellen als ein Unternehmen, das von einer rund einjährigen und zum Teil bereits verspeisten Sonderkonjunktur profitieren soll.

Vectrons Stammgeschäft stationäre Kassensysteme – damit hätte das ambitionierte Scale 30 Unternehmen wohl selbst lieber weniger zu tun, als ihm recht ist

Investmentstory intakt? Nunja …

Wir hatten bereits mehrere Male ausführlich über Vectron berichtet. Unsere exklusiven Artikel finden Sie unter anderem hier und hier.

Wir waren kritisch und bleiben weiter kritisch für die Aktie. Hier ist zu viel Blue Sky eingepreist – und die Fallhöhe bei einem Fail entsprechend hoch. Um den Börsenwert von 120 Millionen Euro dauerhaft zu unterfüttern, bedarf es mehr als einer Testphase und großen Worten. Zweifellos kann die GetHappy-Story richtig groß werden, nur sind dafür Taten statt Worte notwendig.

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