UBS-Aktie: Jetzt noch einsteigen?

UBS
03.04.24 um 14:56

Die Aktie der Schweizer Großbank UBS (WKN: A12DFH) steht mit aktuell 27,70 Schweizer Franken (SFR) knapp unter dem Höchstwert mit 28,40 SFR Ende März. Insgesamt befindet sie sich seit Juli 2023 in einem langfristigen Aufwärtstrend und liegt auf dem Niveau von Mitte 2008. Lohnt sich jetzt noch ein Einstieg?

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ℹ️ UBS vorgestellt

  • Die schweizerische UBS Group AG ist ein weltweit agierendes Finanzdienstleistungs-Unternehmen mit Schwerpunkten im Asset Management, im Investment-Banking sowie im Private-Banking.
  • Neben dem Hauptsitz in Zürich ist der Bankkonzern ist in über 50 Ländern sowie an allen bedeutenden Finanzplätzen präsent.
  • Im März 2023 erfolgte die Not-Übernahme der angeschlagenen Credit Suisse (CS), die Integration ist schon weit fortgeschritten.
  • Das an der Schweizer Börse SIX notierte Unternehmen wird aktuell mit 89,8 Milliarden SFR bewertet.

Milliardenschweres Aktienrückkaufprogramm

In einer Pressemitteilung vom 2. April teilte das Bankhaus mit, dass der geplante Aktienrückkauf weiter forciert wird. Nach der Übernahme der CS wurden die Rückkäufe eingestellt. Die finanziellen Mittel wurden zur Abfederung bestehender Übernahmerisiken verwendet.

Mitte 2024 sollen die Aktienrückkäufe wieder aufgenommen werden, diese sollen bis zu einer Milliarde US$ betragen. Jetzt sind weitere Aktienrückkäufe bis April 2026 geplant – das Volumen beträgt insgesamt zwei Milliarden US$. Letztere entspricht einem Anteil am Aktienkapital von 1,85%. Die erworbenen Aktien werden im Rahmen einer Kapitalherabsetzung vernichtet.

Insgesamt sind diese geplanten Rückkäufe sehr positiv zu werten. Dies zeigt, dass die eigene Aktie die derzeit beste Investition darstellt und Anleger am Erfolg des Unternehmens beteiligt werden. Das schafft Vertrauen bei den Anlegern in die zukünftige Kursentwicklung.

Gewinn überproportional verbessert

Die ersten Erfolge aus der Übernahme der CS sind in dem am 28. März veröffentlichten Geschäftsbericht für das abgelaufene Jahr sichtbar. Bis zur vollständigen Integration und der Geschäftsoptimierung ist es jedoch noch ein weiter Weg.

Die Erlöse verbesserten sich von 34,6 auf 40,8 Milliarden US$, Haupttreiber waren das Dienstleistungsgeschäft sowie die Erträge aus Finanzinstrumenten.

Besonders stark entwickelte sich das Konzernergebnis, es verbesserte sich um 20,2 Milliarden US$ auf 27,8 Milliarden US$. Daraus ergibt sich ein Gewinn pro Aktie (EPS) von 8,45 US$ – ein Jahr zuvor betrug er 2,25 US$. Der Gesamtaufwand mit 38,8 Milliarden US$ ist geprägt von der Integration der CS. Die Relation Kosten zu Ertrag liegt mit 95% deutlich über dem des Vorjahres mit 72%. Hier soll in den nächsten Jahren wieder eine Reduzierung auf 70% erreicht werden.

Alles in allem ist das Geschäftsjahr hervorragend ausgefallen, und das trotz der Integration der CS.

Was ist von der Aktie zu erwarten?

In dem starken Kursanstieg ist viel Positives eingepreist. Neben den guten Geschäftswerten der Bank trug die derzeit gute Börsensituation dazu bei. Seit Mitte 2023 ist der Kurs um rund +54% gestiegen. Solche extremen Anstiege enden jedoch meistens in einer stärkeren Korrektur.

Meiner Meinung nach sollten Anleger mit Kursgewinnen über eine Realisierung nachdenken. Mit jedem weiteren Anstieg erhöht sich die Wahrscheinlichkeit einer Korrektur. Einsteigen bei diesen Kursen würde ich nicht mehr.

Mittelfristig bin ich jedoch positiv gestimmt und sehe einen fairen Kurs bei 30 SFR. Die Analysten von RBC liegen mit 29 SFR leicht unter meinen Erwartungen. Goldman Sachs sieht mit 33 SFR noch weiteres Potenzial.

Was für die Aktie spricht, ist die gute Dividendenrendite. Die vorgeschlagene Dividende von 0,70 SFR entspricht einer Rendite von 2,5%. In den nächsten Jahren ist eine Anhebung der Dividende vorgesehen. Mit den geplanten Aktienrückkäufen sind weitere Ausschüttungen an Aktionäre vorgesehen.

Mein Fazit: Vor einem Einstieg sollte eine Kurskorrektur abgewartet werden.

Interessenkonflikt: Der Autor hält Aktien des besprochenen Unternehmens UBS. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Der Autor beabsichtigt, die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnte dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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