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Qiagen-Aktie: Gerüchte um eine Fusion könnten Kurs beflügeln

Rudolf Schneider / 10.01.23 / 7:57

Positive Unternehmensnachrichten verhalfen der Qiagen-Aktie (WKN: A2DKCH) zuletzt zu einer guten Kursentwicklung. Seit November konnte sie sich deutlich erholen, aktuell notiert sie bei 46,60 €. Was können Anleger 2023 erwarten?

Qiagen mit Sitz in Venlo und Zentrale in Hilden bei Düsseldorf ist ein börsennotierter Anbieter von Probenvorbereitungs- und Testtechnologien für die molekulare Diagnostik, akademische Forschung, pharmazeutische Industrie und angewandte Testverfahren mit Aktivitäten in mehr als 25 Ländern. Die Marktkapitalisierung des DAX-Wertes beträgt 10,6 Milliarden €.

Corona-Geschäft stark rückläufig

Die Erlöse mit Corona-Produkten sind bei Qiagen stark rückläufig. Dennoch waren sie besser ausgefallen als vom Unternehmen erwartet. Zukünftig dürfte sich ein Sockel bilden, da Corona bleiben wird. Die Höhe dieses Basisumsatzes wird sich in den nächsten Quartalen ergeben.

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Guter Verlauf im dritten Quartal

Die Geschäftszahlen des dritten Quartals sind gut ausgefallen, laut Unternehmensangaben besser als erwartet. Auch die Markterwartungen hat Qiagen übertroffen. Der Umsatz sank gegenüber dem Vorjahreswert um -7% auf 500 Millionen US$. Ein wesentlicher Grund hierfür liegt in den schlechten Währungskursen. Der Umsatz der Produkte mit Corona-Bezug sank um -43% auf 83 Millionen US$, der Umsatz der anderen Produkte stieg um +11% auf 417 Millionen €.

Das operative Ergebnis fiel um -13% auf 144 Millionen US$. Als Gründe gab das Unternehmen deutlich gestiegene Kosten für Vertrieb und Fracht an. Noch schlechter fiel das Nettoergebnis aus: Es sank um -38% auf 82 Millionen US$.

Prognose erneut angehoben

Der Rückgang der Finanzzahlen war geringer ausgefallen als erwartet, was das Unternehmen zu einer erneuten Anhebung der Prognose veranlasste. Demnach soll der Jahresumsatz jetzt mindestens 2,25 Milliarden US$ betragen, zuletzt wurde ein Wert von 2,2 Milliarden US$ prognostiziert. Den Gewinn pro Aktie schätzt das Management nun auf 2,40 US$ statt 2,30 US$.

Der Firmenchef Thierry Bernard sagt es so:

Qiagen ist auf dem besten Weg, das Jahr 2022 mit starken Ergebnissen zu beenden.

Erneute Fusionsgerüchte, jetzt Verogen-Übernahme

Immer wieder kommen bei Qiagen Gerüchte über eine mögliche Fusion oder Übernahme auf. Nach den anfänglichen Berichten über eine mögliche Fusion mit dem amerikanischen Konkurrenten Bio Rad Laboratories, steht jetzt ein Zusammenschluss mit dem französischen Wettbewerber bioMerieux im Mittelpunkt. Obwohl Qiagen mittlerweile sehr breit aufgestellt ist, könnte ein derartiger Zusammenschluss durchaus Sinn machen. Beide Partner könnten ihre Kräfte bündeln und die Kosten für Forschung und Vertrieb optimieren.

Eine Alternative für den niederländischen Konzern ist, dass die eigenen Kompetenzen durch kleinere Übernahmen ausgebaut werden. Wie am Montag bekannt wurde, ist das Biotech-Unternehmen hier bereits aktiv geworden: Die Übernahme von Verogen wurde demnach erfolgreich abgeschlossen.

Der kalifornische Ausstatter von forensischen Labors stärkt mit seiner Next Generation Sequencing-Technologie (NGS) die Forensik-Sparte von Qiagen. Die Übernahmekosten von 150 Millionen € zahlt der DAX-Konzern aus Eigenmitteln. Solche kleinere Übernahmen können eine Alternative zu einer größere Fusion sein, insbesondere wenn das Unternehmen eigenständig bleiben möchte.

Was ist von der Qiagen-Aktie in 2023 zu erwarten?

Eine Ertragsverbesserung ist vorerst nicht zu erwarten. Der Gewinnanteil der Corona-Produkte sinkt weiter. Gleichzeitig ist mit steigenden Kosten für Beschaffung, Forschung und Vertreib zu rechnen. Die nächsten Quartale werden zeigen, wie Qiagen damit umgeht. Auch die Währungsrisiken dürften vorerst bestehen bleiben. All dies sind Faktoren, die für Kurssteigerungen nicht förderlich sind.

Die Analysten sehen mehrheitlich nur geringes Potenzial, ihr mittleres Zielkurs liegt bei 52 €. Am zuversichtlichsten ist die DZ-Bank mit 55 €.

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Fusion oder Übernahme könnte positiv sein

Sollte Qiagen jedoch fusionieren oder gar übernommen werden, ist die Situation eine andere. Bei einer Übernahme liegt der Preis in der Regel deutlich über dem aktuellen Kurs. Die Gerüchte gehen jedoch eher in die Richtung einer Fusion. Hier kommt es auf den Fusionspartner sowie der Ausgestaltung des Zusammenschlusses an. Das Potenzial für Kurssteigerungen wäre in diesem Fall deutlich geringer als bei einer Übernahme.

Fazit: Aktie eignet sich als Depotbeimischung

Insgesamt sehe ich bei der Qiagen-Aktie kein allzu hohes Kurspotential in 2023. Der Titel dürfte weiterhin sehr volatil bleiben, und die Gefahr eines gravierenden Kurseinbruches ist ebenfalls gering. Eine vorteilhafte Fusion würde die Situation allerdings gravierend verändern.

Insgesamt eignet das Papier sich gut als Depotbeimischung.

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