InflaRx-Aktie +130%: Das steckt dahinter

05.04.23 um 9:07

Aktionäre von InflaRx (WKN: A2H7A5) jubeln: Am Dienstag ist das Papier an der Nasdaq um +130% explodiert und bei 4,74 US$ aus dem nachbörslichen Handel gegangen. SD-Leser profitieren kräftig, denn sie haben schon vor längerer Zeit in diesem Artikel den Tipp bekommen, dass die Aktie „leicht zum Vervielfacher werden könnte“. Wie geht es nun weiter mit dem Titel?

Die Jenaer Biotech-Firma InflaRx mit Listing an der Nasdaq erforscht vorwiegend seltene Entzündungskrankheiten und deren Behandlung, arbeitet aber auch an einer Behandlung von Covid-19-Patienten. An der Börse wird das Unternehmen nach dem Kurssprung mit 211,9 Millionen US$ bewertet.

Gigantisches Handelsvolumen

Ein gigantisches Handelsvolumen von 17,84 Millionen Aktien am Dienstag an der Nasdaq zeigt: Hier muss etwas passiert sein. Und so ist es auch, denn die Biotech-Schmiede hat mitgeteilt, dass ihr Lead-Asset Vilobelimab von der US-Zulassungsbehörde FDA eine Notfallzulassung zur Behandlung schwerer Covid-19-Erkrankungen erhalten hat.

Wer sich am Dienstagabend im Live Chat von sharedeals.de aufhielt, konnte sogar sehr kurzfristig schöne Prozente einfahren. Biotech-Spezialist „Triton“ teilte um 21.12 Uhr mit, er habe direkt nach dem Trading-Halt Calls gekauft. Immerhin sei das Medikament von InflaRx ein Konkurrent des Blockbusters Paxlovid von US-Riese Pfizer.

Vilobelimab ist das erste zugelassene Medikament zur Kontrolle des Komplementfaktors C5a, eines Proteins, das eine wichtige und oft schädliche Rolle bei der körpereigenen Immunantwort spielt. Die Erforschung wurde auch von der deutschen Bundesregierung mit bis zu 43,7 Millionen € unterstützt.

Neue Hoffnung für schwerkranke Covid-19-Patienten

Das Medikament gibt Covid-19-Patienten neue Hoffnung, die trotz der Verfügbarkeit von Impfstoffen und anderen Behandlungen immer noch eine Virussepsis zeigen und infolgedessen einen kritischen Zustand erreichen, der häufig eine invasive mechanische Beatmung erfordert. In den USA liegen die Sterblichkeitsraten hier im Bereich von etwa 2.000 gemeldeten Todesfällen pro Woche.

Prof. Niels C. Riedemann, CEO und Gründer von InflaRx, kommentiert:

Wir sind begeistert und sehr stolz darauf, dass die FDA eine EUA für Vilobelimab zur Behandlung dieser sehr kranken Patientengruppe ausgestellt hat und das lebensrettende Potenzial dieses First-in-Class-Präparats anerkennt.

Gespräche zur Zulassung in der EU

Das Unternehmen wird nun nach eigenem Bekunden die Gespräche mit der US-Behörde FDA fortsetzen, um eine vollständige Zulassung von Vilobelimab in dieser Covid-19-Indikation zu erhalten.

Ferner habe es bereits Treffen mit Mitarbeitern des Europäischen Ausschusses für Humanarzneimittel (CHMP) im Zusammenhang mit einem geplanten Antrag auf Marktzulassung bei der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) gegeben.

Darüber hinaus entwickelt InflaRx weiterhin Vilobelimab in anderen Indikationen, einschließlich Pyoderma gangraenosum, für das das Unternehmen derzeit eine Phase-III-Studie einleitet.

Gut finanziert bis Mitte 2025

Gemäß der am 22. März vorgelegten Geschäftsergebnisse für 2022 verfügte die Jenaer Biotech-Schmiede zum Ende des vergangenen Jahres über 83,7 Millionen € in der Kasse. Für die operativen Aktivitäten wurden 2022 insgesamt 33,7 Millionen € aufgewendet.

Daraus folgt, dass InflaRx gut finanziert ist, laut Finanzchef Dr. Thomas Taapken bis ins zweite Halbjahr 2025.

Gewinne mitnehmen

Nach dem explosiven Kurssprung sollte Anlegern meiner Meinung nach klar sein, was jetzt zu tun ist: Gewinne mitnehmen. Die Marktkapitalisierung ist mit 211,9 Millionen US$ zwar immer noch bescheiden, gleichwohl beträgt sie schon fast das Doppelte des Nettokassenbestands.

Im Biotech-Sektor gibt es aktuell etliche Werte mit einem wesentlich besseren Chance-Risiko-Verhältnis, so dass sich Mitglieder des exklusiven No Brainer Club (NBC) anderweitig positionieren. Sie haben ja auch bereits mehrfach mit der InflaRx-Aktie beste Renditen eingefahren.

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