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Sascha / 09.12.20 / 13:12

Formycon: Das riecht nach Durchbruch!

Zu den größten Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählt heute das Papier des Biosimilar-Spezialisten Formycon (WKN: A1EWVY). Damit erreicht die Aktie nach nur wenigen Wochen das hier auf sharedeals.de von mir erst Mitte Oktober ausgerufene Kursziel von 40 Euro.

Aber geht da vielleicht noch mehr? Nun, wenn man sich die heutige Ad hoc-Mitteilung durchliest, wohl schon. Denn in dieser verkündet das in Martinsried bei München ansässige Unternehmen meines Erachtens nichts weniger als den Durchbruch im Kampf gegen Covid-19. „Wie jetzt?“, wird da sicherlich der ein oder die andere einwenden. Denn diesen Durchbruch haben wir doch schon mit den positiven Nachrichten in Sachen Impfstoffentwicklung von BioNTech und Moderna gehabt.

Impfstoffe sind wichtig, aber...

Sicherlich ist ein Impfstoff gegen Covid-19 sehr wichtig, um so die nach wie vor grassierende Pandemie unter Kontrolle zu bringen. Allerdings bleiben bei den bisherigen Impfstoffen bekanntlich noch viele Fragen offen. Wie gut wirkt er, wie lange bleibt man nach einer Impfung immun und treten wirklich keine gravierenden Nebenwirkungen auf? Nicht umsonst gab es bisher keinen Impfstoff, der in weniger als fünf Jahren entwickelt wurde. Insofern könnte auch noch die Akzeptanz dieser neuen Impfstoffe bei der breiten Bevölkerung ein Problem werden.

Zudem wird, selbst wenn die Impfstoffe wirken und sicher sind, die Krankheit Covid-19 nicht einfach so über Nacht verschwinden. Denn selbst wenn man die komplette Weltbevölkerung impfen wollte und könnte, braucht dies einige Zeit. Insofern wird „Corona“ auch nicht einfach so verschwinden. Vielmehr steht zu befürchten, dass sich in den nächsten Wochen und Monaten noch viele Menschen infizieren werden. Somit braucht man neben den Impfstoffen sicherlich auch Medikamente zur Behandlung erkrankter Menschen.

Formycon könnte nun die Lösung haben!

Genau hier setzt Formycon nun an. Denn dem Unternehmen ist es eigenen Angaben zufolge jetzt gelungen mit FYB207 ein ACE2-Antikörper-Fusionsprotein zu entwickeln durch das die Krankheit erfolgreich bekämpft werden kann. Dazu muss man wissen: Corona-Viren wie SARS-CoV-2 nutzen ACE2 auf der Oberfläche menschlicher Zellen als Eintrittspforte in den menschlichen Organismus und breiten sich auch darüber aus.

Formycon ist es nun gelungen einen entsprechenden Virusblocker zu entwickeln, der in Tests auch beim ursprünglichen SARS-CoV aus dem Jahr 2003 sehr gut gewirkt hat. Dies ist revolutionär, da man mit einem solchen Virusblocker auch mögliche Mutationen des Virus erfolgreich bekämpfen kann. Mit anderen Worten: Formycon hat das bisher wohl wirksamste Medikament gegen Covid-19 entwickelt.

Kein Wunder also, dass die Aktie heute durch die Decke geht. Aber Vorsicht! Denn bisher fehlen noch die entsprechenden Studien sowie die darauf basierende Zulassung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden wie EMA und/oder FDA. Zwar rechne ich mit einem Erfolg, bis sich FYB207 im Umsatz und Gewinn der Gesellschaft niederschlagen wird es jedoch noch dauern. Zudem ist der Einfluss heute noch kaum zu beziffern. Dennoch: Bei Kursrücksetzern bleibt die Aktie für mich kaufenswert, ich erhöhe mein Kursziel daher zunächst auf 50 Euro!

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Kommentare
Michael / 09.12.20 / 17:06 Uhr Kann es sein, dass die Sachlage ein ganz klein wenig zu optimistisch dargestellt wird ??? Es handelt sich bisher lediglich um ein in vitro Ergebnis und es gibt keine einzige Studie an einem Menschen. Das bedeutet für ein Biotech-Unternehmen eigentlich noch gar nichts. Hier vom bisher wirksamsten Medikament gegen Covid19 zu sprechen und einfach mal so ohne jegliches Hintergrundwissen von einem Erfolg in den kommenden Studien auszugehen, halte ich für Schaumschlägerei. Vom Catabasis-Fiasko habt Ihr anscheinend nicht viel gelernt.
Sascha Huber / 09.12.20 / 17:15 Uhr Hallo Michael, mal ganz davon ab, dass ich mit Catabasis nichts zu tun hatte/habe. Kann es sein, dass Du den Artikel nicht richtig beziehungsweise zu Ende gelesen hast? Wenn Du das nämlich getan hättest, hättest Du im letzten Absatz folgenden Text finden können, ich zitiere wörtlich: "Aber Vorsicht! Denn bisher fehlen noch die entsprechenden Studien sowie die darauf basierende Zulassung durch die zuständigen Aufsichtsbehörden wie EMA und/oder FDA. Zwar rechne ich mit einem Erfolg, bis sich FYB207 im Umsatz und Gewinn der Gesellschaft niederschlagen wird es jedoch noch dauern. Zudem ist der Einfluss heute noch kaum zu beziffern." Insofern das nächste Mal - vor Benutzung der Tastatur - vielleicht die Augen öffnen, lesen und nachdenken. Dann klappt es auch mit sachlicher Kritik, auf die ich dann auch gerne ebenso sachlich eingehe. Vielen Dank und trotzdem viele Grüße, Sascha
Michael / 09.12.20 / 17:32 Uhr Hall Sascha, Ich habe Deinen Artikel sehr wohl zu Ende gelesen und bin danach zu obigem Urteil gelangt. Ich an deiner Stelle würde mal darüber nachdenken, wie viele Anleger durch übertrieben positiv dargestellte Analysen in riskante Anlagen getrieben werden und am Ende möglicherweise viele Geld verlieren. Erkläre mir doch bitte mal, woher Du Deine Einschätzung nimmst, dass die Studien erfolgreich sein werden ?
Sascha Huber / 09.12.20 / 18:44 Uhr Hallo Michael, wenn dem so wäre, verstehe ich Deinen ersten Kommentar nicht. Was meine Einschätzung anbelangt: Ich habe das Management von Formycon schon mehrfach interviewt und schätze es als seriös ein. Zudem wäre wohl Active Ownership hier nicht eingestiegen, wenn die nicht zu ähnlichen Ergebnissen gekommen wären wie ich. Zumal AOC als sehr guter Investor bekannt ist, was ja auch die Kursrally bei Formycon seit deren Einstieg wieder einmal beweist. Im Übrigen steht da klar, dass ich das so erwarte. Da ich jedoch nicht der Papst und somit nicht unfehlbar bin, kann ich natürlich irren. Börse ist eben Spekulation, insofern muss man immer ein wenig spekulieren. Das kann auch mal schief gehen, keine Frage, bei mir ist es das kürzlich bei Biogen (privat, kein Artikel!). Dennoch wurde von mir in diesem Artikel, gerade im Schlussabsatz sehr deutlich, auf die Risiken hingewiesen. Wer die nicht eingehen möchte, darf natürlich nicht auf die Aktie setzen. Wobei Biosimilars generell etwas weniger spekulativ sind als wenn man komplett neue Medikamente entwickelt. Mit Catabasis habe ich nichts am Hut gehabt und habe auch jetzt nichts damit am Hut. Aber auch hier würde ich die Kollegen in Schutz nehmen wollen. Denn auch die sind weder der Papst noch verfügen sie über hellseherische Fähigkeiten beziehungsweise eine Glaskugel. Womit wir wieder beim Thema Spekulation wären... Wenn Du Dich bei Catabasis verspekuliert hast, so wie ich es bei Biogen getan habe, tut mir das zwar leid. Dies ist aber trotzdem Dein Problem und nicht das Problem von sonst irgendjemandem,. Wenn Du an der Börse (langfristig) erfolgreich sein möchtest, solltest Du eine Lektion besser ganz schnell lernen, nein, verinnerlichen: Jeder ist für das, was er handelt, immer selbst verantwortlich. Ich bin lange genug im Geschäft und weiß daher, wie man bejubelt wird, wenn eine Analyse/Spekulation aufgeht. Die gleichen Leute drohen jedoch gerne mal mit Rechtsanwälten und Schadenersatzforderungen, wenn das nicht der Fall ist. Komischerweise hat mir aber nach einer erfolgreichen Spekulation noch NIEMALS jemand angeboten mir die Hälfte seines Gewinns zu überweisen. Welchen Anspruch auf Schadenersatz sollte er dann also haben? Viele Grüße, Sascha PS: Es gibt nur einen einzigen Fall, wo man einen solchen Anspruch möglicherweise hätte, nämlich wenn ein Betrug - wie es bei Wirecard der Fall sein soll (ich schreibe das bewusst so, weil es ja noch keine Gerichtsurteile gibt!) - vorliegt. Das Problem ist nur: Der Betrüger hat hinterher in der Regel eh kein Geld, um die Ansprüche zu erfüllen.
Michael / 09.12.20 / 19:25 Uhr Hallo Sascha, Nichts läge mir ferner, Dich oder jemand anderen für meine Investitionen verantwortlich zu machen oder in irgend einer Weise Schadenersatz zu fordern. Ich weiß gar nicht, Wie Du darauf kommst. Du bist ganz sicher nicht verantwortlich für die Spekulationen Deiner Leser, hast aber meiner Meinung nach eine moralische Verantwortung. Du solltest die Dinge sachlich und neutral bewerten. Deine Formulierungen in diesem Artikel sind übertrieben bzw. nicht korrekt. " ... dem Unternehmen ist es eigenen Angaben zufolge jetzt gelungen mit FYB207 ein ACE2-Antikörper-Fusionsprotein zu entwickeln durch das die Krankheit erfolgreich bekämpft werden kann." Diese Aussage ist grundlegend falsch und weckt falsche Erwartungen beim Leser. Richtig ist lediglich, dass mit FYB207 das Virus in vitro bekämpft werden kann. Das ist ein großer Unterschied, über den Du Dir hoffentlich im Klaren bist. " Formycon hat das bisher wohl wirksamste Medikament gegen Covid-19 entwickelt" Diese Aussage halte ich ebenfalls für falsch. Für die Entwicklung eines Medikaments sind Studien an Menschen zwingender Bestandteil. Nochmal: es ist bisher lediglich eine in vitro Wirksamkeit belegt. Von einem Studienerfolg auszugehen, ohne dass bisher auch nur ein einziger Mensch behandelt wurde, halte ich für fragwürdig, ebenso von einem "Durchbruch" zu sprechen.
Sascha Huber / 10.12.20 / 13:29 Uhr Hallo Michael, das sehe ich anders. Es ist schließlich schon lange bekannt, dass SARS-CoV-2 ACE2 als Eintrittstor in den menschlichen Körper nutzt. Wenn man dies nun blockieren kann, ist das ein Durchbruch. Auf die noch fehlenden klinischen Studien und das es bis zu einer Zulassung noch ein weiter Weg ist, habe ich deutlich hingewiesen. Wobei wir ja bei den Impfstoffen zuletzt gesehen haben, dass die klinischen Studien da den Zulassungsbehörden wohl nicht mehr sooo wichtig waren. Bisher jedenfalls ging die schnellste Impfstoffentwicklung in fünf Jahren über die Bühne, diesmal in etwa einem Jahr. Zudem wurde Russland dafür kritisiert, dass man den dortigen Impfstoff zu früh zugelassen habe und die Phase 3 quasi nun allgemein durchführt, viel anders machen wir es aber auch nicht (ich bin KEIN Putin-Versteher etc.). Natürlich können wir auch Wortklauberei betreiben. Das ändert an meiner Einschätzung der Aktie jedoch nichts. Und die war wohl eher noch zu vorsichtig, wie man heute sieht. So hatte ich Mitte Oktober ein Kursziel von 40 Euro genannt, was gestern erreicht und übertroffen wurde. Ich habe dann in diesem Artikel das Kursziel auf 50 Euro erhöht und wir stehen jetzt schon über 55 Euro. Ich glaube, dass die Aktie damit langsam etwas zu heiß gelaufen ist, ein Rücksetzer um -20% täte ihr gut. Aber grundsätzlich kann ich mir später auch noch Kursziele von 60 Euro und über 70 Euro vorstellen. Gar nicht mal (nur) wegen Covid-19, sondern weil Formycon generell ein interessantes Unternehmen und hier in Deutschland fast schon die einzige Möglichkeit ist in Biosimilars zu investieren. Viele Grüße, Sascha PS: Was ich zum Thema Schadenersatz etc. geschrieben hatte, bezog sich nicht auf Dich, sondern ist eine generelle Erfahrung von mir. ;)