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Sascha / 13.10.20 / 11:08

Formycon: Sensationelle News!

Wie der Biosimilar-Spezialist Formycon (WKN: A1EWVY) heute früh vermeldete, erhält man Fördermittel in Höhe von 290.000 Euro für das Projekt "Charakterisierung von ACE2-IgG-Konstrukten", einem Beitrag zur Covid-19-Arzneimittelforschung, von der Bayerischen Forschungsstiftung.

Das ist nett, fällt jedoch bei einem Jahresumsatz im zuletzt mittleren einstelligen Millionen-Euro-Bereich und den hohen Forschungsaufwendungen eigentlich nicht weiter ins Gewicht. Viel interessanter ist da schon die Ad hoc-Meldung, die das Unternehmen bereits gestern früh veröffentlicht hat. Denn gemäß dieser hat Formycon eine Barkapitalerhöhung in Höhe von 25,75 Millionen Euro durchgeführt, die komplett vom strategischen Investor Active Ownership gezeichnet wurde.

Eine Million neue Aktien zu 25,75 Euro platziert...

Konkret wurde dabei das Grundkapital der Gesellschaft um 10 Prozent oder eine Million Aktien erhöht. Anstatt bisher zehn Millionen gibt es nun also elf Millionen Formycon-Aktien. Die neuen Aktien wurden zu 25,75 Euro ausgegeben und gingen komplett an die Active-Ownership-Gruppe. Schaut man sich den heute komfortabel über 30 Euro handelnden Aktienkurs an, war das schon jetzt ein guter Deal für den Investor.

Generell hat der Investor Active Ownership jedoch einen guten Ruf am Kapitalmarkt. Insofern ist der Kursanstieg der Aktie in den letzten Tagen vielleicht auch gerade auf den Einstieg dieses strategischen Investors zurückzuführen. Laut dem Formycon-Management um CEO Dr. Carsten Brockmeyer soll das frische Kapital vor allem für den Ausbau und die Weiterentwicklung der eigenen Pipeline-Projekte verwendet werden, so dass diese Kapitalmaßnahme der konsequenten Umsetzung der Wachstumsstrategie der Gesellschaft dient.

Was sind Biosimilars?

Um zu verstehen, was Formycon eigentlich tut, muss man als Anleger natürlich erst einmal wissen, was es mit den sogenannten Biosimilars auf sich hat. Um es kurz zu machen: Biosimilars sind im Bereich Biopharma vergleichbar mit den Generika im Bereich der chemisch-synthetischen Medikamente. So wie Generika also Nachahmerprodukte eines chemisch-synthetischen Medikaments sind, referenziert man bei Biosimilars auf Medikamente aus dem biopharmazeutischen Bereich.

Da man bei der Entwicklung eines Biosimilars somit nicht bei null anfängt, sind die Entwicklungskosten hier deutlich niedriger. Dementsprechend kann man die Produkte später auch günstiger anbieten. Ein echter "Fan" von Biosimilars scheint daher auch US-Präsident Donald Trump zu sein, der in den USA zur Senkung der Kosten im Gesundheitssektor extra den "Biosimilar Action Plan" ins Leben gerufen hat.

Mit Biosimilars erfolgreich!

Aktuell hat Formycon mit FYB201 (Ranibizumab, Referenzprodukt: Lucentis) bereits einen solchen Biosimilar durch die klinischen Tests gebracht und eine entsprechende Marktzulassung erhalten. Mit FYB202 (Ustekinumab, Referenzprodukt: Stelara) sowie FYB203 (Aflibercept, Referenzprodukt: Eylea) verfügt man aber noch über zwei weitere Biosimilars, die sehr aussichtsreich erscheinen. Insofern ist die Investition von Active Ownership durchaus eine Art Ritterschlag für die Gesellschaft.

Denn offensichtlich glaubt der strategische Investor daran, dass Formycon weitere Forschungserfolge erzielen und somit Biosimilars auf den Markt bringen kann. Dabei wird Active Ownership – der Name ist hier Programm – das Unternehmen aktiv begleiten. Kurzfristig ist die Aktie aufgrund der News zwar etwas heiß gelaufen. Mittelfristig erwarte ich hier jedoch weitere Kursgewinne – und somit mindestens eine Rückkehr zum bisherigen Allzeithoch um 40 Euro.

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