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/ 13.06.18 / 9:03

Biofrontera: Jetzt wird es heiß

Die Poker um Biofrontera (WKN: 604611) gleicht einer Seifenoper: Erst ein aus Aktionärssicht fragwürdiges offizielles Erwerbsangebot für Biofrontera-Aktien, dann die "Absage" seitens des Biofrontera-Managements. 

Nun kommt noch eine Klage obendrauf – und eine Warnung: Denn das auf Entwicklung und Vertrieb dermatologischer Medikamente spezialisierte Unternehmen warnt seine Aktionäre vor einer Annahme des Angebots. Wir sagen Ihnen, was wirklich hinter dem vielerorts als "Übernahmeangebot" kolportierten Erwerbsangebot steckt.

Kein klassisches Übernahmeangebot

Klar ist: Das aktuelle Erwerbsangebot ist kein Übernahmeangebot im klassischen Sinne. Bei 38.416.828,00 ausstehenden Aktien und dem gegenwärtigen Besitz der Bieter in Höhe von rund 16% wäre das mit dem Erwerb von weiteren 6.250.000 Aktien auch nicht möglich, zumindest keine beschlussfähige Mehrheit. Offenbar versucht man von Bieterseite, an eine Sperrminorität zu gelangen, was mindestens 25,1% der Stimmrechte benötigen würde.

Gute Gründe laut Management für Angebotsablehnung

Nach Überzeugung des Biofrontera-Managements besitze der Bieter "keinerlei nachgewiesene praktische Erfahrung oder sonstige relevante Expertise auf dem Tätigkeitsgebiet der Biofrontera-Gruppe." Die Umsetzung der Vorstellungen der Bieterin für die künftige Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrat erzeuge daher "ein schwerwiegendes Risiko für die weitere Entwicklung" des gesamten Konzerns.

Wachstumszahlen können sich sehen lassen

In den Monaten Januar bis März steigerte Biofrontera den Umsatz auf 4,7 Mio. Euro nach 2,6 Mio. Euro im gleichen Zeitraum 2017. Vor allem das US-Business wächst kräftig. Hier konnte ein jahresübergreifendes Wachstum von +161% (von 1,3 auf 3,4 Mio. Euro) erzielt werden. Im vergangenem Jahr stand noch ein Konzern-Gesamtumsatz von 12,0 Mio. Euro zu Buche.

Bei Biofronteras Main Product, Ameluz, handelt es sich übrigens um das erste und bisher einzigste von einem europäischen Unternehmen in Europa und USA zugelassene Medikament.

Fazit

Der Kurs reagiert auf die aktuelle Posse abwartend. Sie sollte sich nicht kursbelastend auswirken, eine positive Begleiterscheinung ist sie aber auch nicht unbeingt. Interessanter scheint es, Biofrontera aus Sicht eines Wachstumsunternehmens zu beurteilen. Die Aktie ist gerade dabei, das kommerzielle Potential Ameluz' in den USA und Europa einzupreisen.

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