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Günther / 05.02.21 / 13:25

Agrar-Aktien: Bill Gates kauft Agrarland – so profitieren Sie!

Inflation ist im Anmarsch. Zuletzt konnten Getreidesorten wie Mais, Weizen oder Soja jeweils um etwa +50% auf beinahe Siebenjahreshochs steigen. Weniger volatil und dennoch vielversprechend entwickeln sich darum die Aktien des Pflanzenschutz- und Pharmakonzerns Bayer, der führenden Dünger- und Kali-Produzenten wie Mosaic, KWS Saat, K+S, Nutrien oder Yara International sowie der Hersteller von Erntemaschinen wie Deere oder Bucher Industries.

Es muss nicht immer Gold oder Silber sein, wenn Anleger sich gegen Inflationsrisiken absichern und das eigene Depot breiter streuen wollen. Im Handel mit Rohstoffen können neben den allseits bekannten Edelmetallen wie Gold, Silber oder Platin auch andere Anlagen interessant sein. Der Markt für Agrarrohstoffe kommt immer mehr in den Fokus der Anleger.

Die Tagespresse ist voller Meldungen über rasant steigende Nahrungsmittelpreise. Regierungen weltweit haben begonnen ihre Kornspeicher zu füllen, um einer drohenden Knappheit vorzubeugen. China versucht verzweifelt seine Getreidereserven aufzufüllen, um die Preise zu stabilisieren. Gleichzeitig will man die durch die afrikanische Schweinepest dezimierte Schweineherde wieder aufbauen. Russland hat Exporteinschränkungen erlassen. Zudem scheinen die Transportkapazitäten der Frachtschiffe ebenfalls erschöpft, während der pandemiebedingte Entladungsstau an den Häfen den Warentransport aufhält. Die Preise für Agrargüter sind darum auf ein Siebenjahreshoch geklettert.

Der Statistikdienst IHS Markit legte vorgestern einen alarmierenden Bericht vor:

Die Kostenbelastungen stiegen erneut an, wobei die Teuerungsrate bei den Vorleistungspreisen die höchste seit Beginn der Erhebung im Jahr 2009 war.

Mittlerweile werden steigende Preise an Verbraucher weitergereicht, was angesichts des sterbenden Mittelstands in Folge der Pandemie, die ihre Läden schließen mussten und vor der Insolvenz stehen, kaum verwundern sollte.

Noch immer ignorieren Anleger jedoch den offensichtlichsten Grund für die steigenden Preise, den ich längst vor zwei Jahren in meinem Buch ausführlich beschrieben habe. Die Inflation, die aufgrund der immensen Geldmengenausweitung resultiert und laut Volkswirten eigentlich gar nicht existieren dürfte. Zunächst war sie nur bei Immobilien- und Vermögenspreisen ersichtlich, doch mittlerweile hat sie, wie von mir erwartet, sämtliche Basisgüter und Rohstoffe erfasst. Ökonomen in den Statistikämtern haben unterdessen vollauf damit zu tun, die wahre Inflationsrate so niedrig wie möglich auszuweisen und Preissteigerungen zu verschleiern oder vertuschen.

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Nicht umsonst haben sich in den letzten Jahren prominente Milliardäre auf die Anlageklasse der Agrargüter gestürzt. Der Microsoft-Gründer Bill Gates ist so mittlerweile zum größten privaten Eigentümer von Agrarland in den USA avanciert. Es deutet vieles darauf hin, dass der Anstieg des Sektors noch am Beginn eines längeren Zyklus steht.

Die Gründe für steigende Agrarpreise

  • Die Bevölkerung wächst in den nächsten Jahrzehnten von 7 auf 9 Milliarden Menschen im Jahr 2043 – nicht jedoch die Agrarflächen.
  • Durch den Klimawandel, Naturkatastrophen und der enormen Nachfragesteigerung insbesondere in den asiatischen Ländern – vor allem aus China – werden Ackerflächen immer begehrter.
  • Auch der zunehmende Anbau sogenannter Energiepflanzen führt zu weiterer Verknappung der weltweiten Agrarflächen.
  • Steigender Wohlstand in den Schwellenländern und die sich verändernden Ernährungsgewohnheiten lassen ebenso bestimmte Agrarproduktionen weiter wachsen.
  • Nicht zuletzt tragen die Verknappung fossiler Brennstoffe und der Ersatz von Werkstoffen (u.a. Kunststoffe) durch nachwachsende Rohstoffe sowie Naturprodukte zum Wachstum bei Agrarrohstoffen bei.

Es gibt also viele Argumente für eine sinnvolle Depotbeimischung und Investition mit Agrarrohstoffen – insbesondere um sich auch gegen eine kommende Inflation abzusichern. Eine bewährte Strategie ist der Erwerb von gut etablierten und diversifizierten sowie global aktiven Unternehmen mit Fokus auf den Agrarsektor.

Bayer, KWS, K+S oder Bucher? Diese Aktien im Agrarsektor profitieren jetzt

Meinen Optimismus ziehe ich aus den jüngsten Entwicklungen. Der Kalimarkt verzeichnete in den letzten Wochen in fast allen Regionen der Welt deutliche Preissteigerungen und die Marktteilnehmer erwarten, dass die Preise auch im Jahr 2021 weiter steigen werden. Angetrieben werden die Preise vor allem von niedrigen Investitionen der Vorjahre sowie aktuell steigenden Gaspreisen, dem wesentlichen Kostenfaktor für Kunstdünger.

Chuck Magro, CEO des weltweit führenden Kalidüngerherstellers Nutrien zeigte sich bei Vorlage der Zahlen zum 3. Quartal ebenso optimistisch:

Nutrien lieferte ein weiteres Quartal mit soliden Betriebsergebnissen, einem starken Absatz von Düngemitteln und einem außergewöhnlichen Wachstum der Aufträge über unsere digitale Landwirtschaftsplattform, die einen Umsatz von mehr als 1Milliarde US-Dollar erzielte. Die Marktbedingungen verbessern sich weltweit mit höheren Ernte- und Düngemittelpreisen, niedrigeren erwarteten Lagerbeständen und einer starken Nachfrage nach Pflanzenschutzmitteln.

Weltweite Düngerpreise ziehen nachhaltig an:

Düngerpreise DAP-MAP

Quelle: Investorenpräsentation Dezember 2020 The Mosaic Company

Wer zur Inflationsabsicherung, Risikostreuung sowie auf einen möglichen Aufwärtstrend bei Agrarrohstoffen nach Krisenjahren setzen möchte, kann hier auf typische Branchenaktien setzen.

Ein prominenter Vertreter ist die Aktie von Bayer. Der Chemie- und Pharmariese hat unter seinem Dach auch die auf Landwirtschaft ausgerichtete Crop-Science-Sparte. Erst kürzlich hatte die Deutsche Bank ihr Kursziel für die bisher eher schlechter als der DAX performende Bayer-Aktie von 62 auf 63 Euro hochgesetzt und den Wert auf "Kaufen" belassen.

Derzeit hält sich der Kurs der Aktie knapp über der 50-Euro-Marke, aber ist aufgrund einer ersten maßgeblichen Vergleich im Monsanto Gerichtsverfahren gestern über die 200-Tage-Linie geschnellt. Aus technischer und fundamentaler Sicht wäre insofern noch viel Luft nach oben für den mit 420 Gesellschaften und seinen insgesamt rund 104.000 Mitarbeitern weltweit breit aufgestellten Chemie- und Pharmagiganten, der in den letzten Jahren stark wegen der von Monsanto übernommenen Altlasten in seiner Pflanzenschutzsparte unter Druck stand.

In der mittleren Größenklasse spielt der KWS-Konzern als weltweit nach Umsatz viertgrößter Saatguthersteller bei landwirtschaftlichen Nutzpflanzen. Die im SDAX vertretene KWS Saat SE & Co. KGaA züchtet Saatgut insbesondere für Kultursorten wie Zuckerrüben, Mais, Getreide, Winterraps, Sorghum, Kartoffeln sowie Öko-Saatgut und Energiepflanzen.

In mehr als 70 Ländern der Welt ist die KWS mit eigenen Betrieben oder Beteiligungsgesellschaften, Versuchsstationen sowie Vermehrungsflächen vor Ort und arbeitet auch auf dem Spezialgebiet "ökologisches Saatgut". Seit dem März-Crash 2020 mit Kursen knapp unter 40 Euro hat sich die Aktie nach jüngsten Notierungen in der Spitze von über 76 Euro nahezu verdoppelt. Wer auf mehr spekuliert, kann sich von der Kursentwicklung aus vergangenen Krisenzeiten inspirieren lassen: Während der Finanzmarktkrise im Jahr 2008 rutschte der Kurs von KWS ebenfalls deutlich ab und versechsfachte sich danach. Wobei die Aktie fundamental nie wirklich überbewertet war, mit einem erwarteten KGV von 18 für nächstes Jahr, das 2024 in Richtung 16 tendiert und starken Cashflows.

Volatiler und somit für Spekulanten ein Traum, ist nicht zuletzt wieder einmal die Aktie der K+S, ein "Underperformer" der letzten Jahre aus dem MDAX. Die früher als Kali und Salz firmierende K+S AG ist nicht nur auf den Bergbau, die traditionelle Sparte der Kali- und Salzförderung, fokussiert. Mit den weiter festen Preisen für wichtige Agrarrohstoffe wie Mais, Weizen oder Soja kommt die Aktie wegen der dadurch steigenden Nachfrage nach Kalidünger bei Anlegern immer mehr ins Gespräch.

Obwohl die K+S aufgrund ihrer hohen Schuldenlast lange Zeit gemieden wurde und mit nicht viel mehr als 5,00 Euro auf dem Kurszettel stand, hat sich das Bild inzwischen wieder etwas aufgehellt. Dafür sorgte die Mitteilung im Herbst letzten Jahres, sich vom US-Salzgeschäft für 3,2 Milliarden US-Dollar zu trennen. Im Sommer dieses Jahres soll die Transaktion abgeschlossen sein. Analysten sind sich aber hinsichtlich der künftigen Gewinnentwicklung noch immer uneinig und die Kursziele reichen von 4 Euro im Tief bis 12 Euro im Hoch.

Meine Einschätzung

Aussaat mit Traktor und Maschine von Kuhn

Nach Durchsicht der jüngsten Quartalsergebnisse, halte ich eine weitere positive Kursentwicklung des Agrarsektors verbunden mit zunehmender Sektordynamik für sehr wahrscheinlich. Die Preise und Aussichten für Düngerhersteller sind eng mit den Preiszyklen im Energiesektor und den Öl- und Gaspreisen verknüpft, die wiederum auch die Nahrungsmittelpreise befeuern und ebenfalls einen neuen Investitionszyklus bei den Bauern auslösen, die neue Investitionen in Traktoren oder Erntemaschinen tätigen, von denen Unternehmen wie der US-Konzern Deere oder der Schweizer Hersteller von Erntemaschinen der Marke Kuhn von Bucher Industries profitieren.

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Das Agrarthema zur Absicherung vor Inflation ist neu. Die meisten Anleger haben sich im Abwärtszyklus von ihren Dünger- und Agraraktien getrennt. Dabei steigt der Wert von immer knapper werdendem Agrarland praktisch jährlich. In meinem Premiumdienst Goldherz PLUS habe ich meinen Lesern diese Woche den Favoriten unter den Agraraktien vorgestellt. Ein Unternehmen, das praktisch noch völlig unbekannt ist und einen starken Wachstumstrend aufweist. Es zählt zu den größten Besitzern von Agrarland der Welt und gehört in der Fleischproduktion ebenfalls zu den profitabelsten Unternehmen weltweit.

Doch das Beste: Die Aktie ist noch gar nicht gelaufen! Mit einem KGV von 6 zählt die Aktie zu den günstigsten Agrar-Aktien der Welt:

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