zooplus: Bei 125 Euro liegt hier wohl der Deckel

von (sh)  /   20. September 2019, 17:28  /   unter Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Durchaus positive Ansätze zeigte zuletzt die Aktie des Onlinehändlers für Tierbedarf, zooplus (WKN: 511170). Angetrieben wurde die Aktie dabei jedoch unter anderem von einem Peer Group-Vergleich mit der Aktie des US-Pendants Chewy. Denn Chewy konnte vor wenigen Monaten einen sehr erfolgreichen Börsengang an der altehrwürdigen New York Stock Exchange (NYSE) feiern. So stiegen die erst im Juni zu 22 US-Dollar emittierten Papiere in der Spitze auf über 37 US-Dollar.

Aktuell jedoch notiert die Chewy-Aktie mit rund 27 US-Dollar deutlich unter den damaligen Höchstkursen. Dennoch ist es prinzipiell eigentlich positiv zu werten, dass sie damit immer noch rund +25% über dem Emissionspreis liegen. Gleichzeitig ist jedoch verständlich, dass die Anleger bei zooplus zuletzt ebenfalls deutlich vorsichtiger geworden sind. Zumal ja auch diese Aktie immer noch rund +20% höher notiert als vor dem IPO von Chewy in den USA.

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Das Problem ist allerdings, dass sich zuletzt einige bekannte Investoren eher negativ zur weiteren Kursentwicklung von Chewy geäußert haben. Sollte diese Aktie daher weiter zurückfallen, wird das wohl auch an der Aktie von zooplus nicht spurlos vorbei gehen. Zumal diese zuletzt ein eigentlich positives charttechnisches Setup nicht zur Generierung eines Kaufsignals nutzen konnte. Vielmehr scheint es so, als ob der Aktienkurs bei 125 Euro gedeckelt wäre.

Großaktionär hat sich verabschiedet, Management hat zu oft enttäuscht

Wenn man bedenkt, dass die Aktie in der Spitze auf über 200 Euro geklettert war, kann einen das heutige Kursniveau von rund 115 Euro natürlich beunruhigen. Allerdings war die Aktie bei 200 Euro und mehr eben auch sehr teuer. Dies konnte man schon daran erkennen, dass der damalige Großaktionär, Burda, seine umfangreiche Beteiligung am Unternehmen zu solchen Kursen versilberte. Allerdings verfügt zooplus auch heute über einige bemerkenswerte Großaktionäre wie Templeton (5%), Invesco (4,21%) oder die Norges Bank (3,89%).

Insgesamt befinden sich so fast 70% des Aktienkapitals in den Händen zahlreicher verschiedener Großaktionäre und nur noch gut 30% im Streubesitz. Gerade diese Großaktionäre darf man jedoch nicht enttäuschen und damit verprellen. Leider hat dies das Management in der jüngeren Vergangenheit mehrfach getan. So gab es leider die ein oder andere Gewinnwarnung. Dies ist an sich schon schlecht, bei zooplus kam jedoch auch noch eine besonders schlechte Kommunikation dieser Hiobsbotschaften on top.

Ein Logistikzentrum von zooplus…

Insofern kann ich durchaus verstehen, dass die Aktie zuletzt nicht wieder zu einem Höhenflug ansetzen konnte. Da ich auch bei Chewy weitere Kursrückgänge, vielleicht sogar in Richtung des IPO-Preises von 22 US-Dollar oder darunter, erwarte, sehe ich auch das Papier von zooplus eher skeptisch. Konkret erwarte ich hier kurzfristig einen weiteren Kursrückgang in Richtung der runden 100 Euro Marke. Unterhalb von 100 Euro käme es dann sogar zu weiteren charttechnischen Verkaufssignalen mit Kurszielen im Bereich 80 Euro oder tiefer. Vorsicht!

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