Vita 34: Hat die Aktie jetzt genug geblutet?

von (sh)  /   29. August 2019, 11:59  /   unter Small Caps  /   Keine Kommentare

Zu den größeren Gewinnern am deutschen Aktienmarkt zählt heute das Papier der, zu den führenden Nabelschnurblutbanken in Europa zählenden, Vita 34 (WKN: A0BL84). Grund hierfür dürften die heute früh per Ad hoc-Meldung veröffentlichten Halbjahreszahlen sein, die in der Tat teilweise sehr positive Entwicklungen zeigen. So verzeichneten die Leipziger zwar einen leichten Umsatzrückgang von 10,2 Mio. auf nunmehr nur noch 9,8 Mio. Euro. Dies war jedoch aufgrund des Wechsels eines Vertriebspartners so erwartet wurden.

Wohl auch dank dieses Wechsels des Vertriebspartners stiegen jedoch die operativen Ergebnismargen auf ein neues Rekordniveau, was sich entsprechend positiv in der Gewinnentwicklung niederschlug. So verzeichnete Vita 34 einen Anstieg des Gewinns vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) um 39,7% und konnte folglich das Periodenergebnis auf 1,0 Mio. Euro nahezu verdoppeln. Die EBITDA-Marge stieg dabei auf das neue Rekordniveau von 28,6%, was sich wirklich sehen lassen kann.

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Besonders gut liefen die Geschäfte laut Management in der sogenannten DACH-Region (Deutschland/Österreich/Schweiz). Zudem war die Geschäftsentwicklung, wenn man sich das zweite Quartal 2019 separat ansieht, noch beeindruckender. Denn alleine in Q2/2019 erhöhte sich die EBITDA-Marge auf 30,0% (nach 18,2% im Vorjahr) und in der Folge das EBITDA um +61,% auf 1,5 Mio. Euro, was letztlich eine Verdopplung des Periodenergebnisses von 0,5 auf 1,0 Mio. Euro zur Folge hatte.

Management scheint alles im Griff zu haben

Der operative Cashflow erhöhte sich im ersten Halbjahr 2019 ebenfalls um beeindruckende +44,4% auf 2,4 Mio. Euro, die liquiden Mittel beliefen sich per Ende Juni auf 7,3 Mio. Euro (nach 7,0 Mio. zum 31. Dezember 2018). Dementsprechend zufrieden zeigt sich daher auch CEO Dr. Wolfgang Knirsch mit diesen Entwicklungen. Ja, er sieht sein Unternehmen inzwischen sogar schon so gut aufgestellt, dass zukünftig auch wieder Eigenmittel für strategische Investitionen genutzt werden könnten.

Konkret heißt dies wohl nichts anderes wie, dass sich der Vorstand bereits nach Übernahmeziele zur Stärkung von Marktposition und weiterem Wachstum umschauen dürfte. Doch selbst wenn es so schnell noch nicht dazu kommen sollte, halte ich die Aktie auf Basis der aktuellen Bewertung für nicht uninteressant. Denn Vita 34 dürfte im laufenden Geschäftsjahr 2019e letztlich wohl einen Jahresumsatz von rund 20 Mio. Euro bei einem EBITDA von knapp sechs Millionen Euro.

Die Einlagerung von Nabelschnurblut – dieses kann im Falle schlimmer Krankheiten zur Gewinnung von Stammzellen genutzt werden – ist das Geschäft der Leipziger Vita 34…

Kursziel von 17 Euro erscheint realistisch!

Demgegenüber steht ein aktueller Börsenwert von knapp 50 Mio. Euro. Daher liegt das KUV 2019e bei circa 2,5 und das KGV 2019e bei rund 20. In 2020e ist dann mit einem Umsatzwachstum (ohne Akquisitionen) um mindestens +15% auf rund 23 Mio. Euro sowie einem etwa proportionalen Gewinnwachstum und somit einem EBITDA von circa 6,7 Mio. Euro zu rechnen. Demnach wäre hier eine Bewertung mit einem KGV von bis zu 30 denkbar.

So hoch möchte ich jedoch gar nicht greifen. Aber schon wenn man ein KGV von nur 25 anlegt, errechnet sich ein fundamental fairer Wert der Aktie von über 70 Mio. Euro. Dies wiederum würde einem Aktienkurs von mindestens 17,00 Euro entsprechen. Gegenüber den aktuellen Kursen hätte die Aktie, auf Sicht von 12-18 Monaten, somit ein Kurspotenzial von mehr als +40%. Wenngleich es sich um einen Smallcap handelt, der dementsprechend auch nur für spekulative Anleger in Frage kommt, ist sie somit in meinen Augen ein Kaufkandidat!

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