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Valneva-Aktie -15%: Der Frust sitzt tief

Simon Ruic / 25.04.22 / 10:04

Vor knapp zwei Wochen hat sich Valneva (WKN: A0MVJZ) mit der UK-Zulassung für sein Corona-Vakzin VLA 2001 erstmals den Zugang zu einem großen Markt gesichert. Am heutige Montag stürzt die Valneva-Aktie nach Handelsstart -15% auf 13,10 € ab. Die Franzosen haben ein Update des laufenden EU-Zulassungsverfahrens vorgelegt und können ihren Frust dabei kaum verbergen.

Valneva ist ein französisches Biotechunternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Die Firma entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten und betreibt Produktionsstätten in Österreich, Schottland und Schweden sowie Niederlassungen in Frankreich, Kanada und den USA. Mit seinem Totimpfstoff VLA 2001 verfügt Valneva über ein Vakzin gegen das Coronavirus, das bislang nur in Großbritannien und im Königreich Bahrain zugelassen ist. An der Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von 1,6 Milliarden €.

Weitere Verzögerung bei EU-Zulassung

Am Montagmorgen hat Valneva ein Update zu seinem laufenden Verfahren für eine EU-Zulassung seines Covid-19-Impfstoffs VLA 2001 veröffentlicht. So hat das Komitee für Humanarzneimittel (CHMP) der Europäischen Arzneimittelbehörde (EMA) Valneva nach einem Treffen vergangene Woche erneut einen Fragebogen ausgehändigt, heißt es in der Unternehmensmeldung. Darin fordere der Ausschuss zusätzliche Daten und weitere Begründungen für eine bedingte Marktzulassung des Corona-Vakzins der Franzosen.

Valneva versichert, auf die CHMP-Anfrage in den kommenden Tagen antworten zu wollen. Sollte der Ausschuss die Einreichung akzeptieren, rechnet das Unternehmen der Meldung zufolge mit einer bedingten EU-Zulassung noch im laufenden Quartal.

Valneva-CEO Thomas Lingelbach äußerte sich zu der erneuten Verfahrensverzögerung sichtlich frustriert:

Wir sind enttäuscht, dass die EMA unsere Eingaben bisher nicht als ausreichend betrachtet hat. […] VLA 2001 ist der einzige inaktivierte Covid-19-Impfstoffkandidat in Europa, und wir erhalten weiterhin jeden Tag Nachrichten von Menschen, die sich einen traditionelleren Impfstoffansatz wünschen.

Handelsstopp und Rallye nach UK-Zulassung

Vor knapp zwei Wochen ist Valneva mit seinem Totimpfstoff der erste große Durchbruch gelungen. Das Vakzin erhielt in Großbritannien die Zulassung für die Anwendung bei Erwachsenen im Alter von 18 bis 50 Jahren und damit erstmals Zugang zu einem großen Markt.

Für die Valneva-Aktie haben sich an diesem Tag die Ereignisse überschlagen. Zunächst war der Titel auf Wunsch des Unternehmens an der Pariser Heimatbörse bis 13.30 Uhr MEZ nicht handelbar. Nach Wiederaufnahme des Handels sprang der Aktienkurs zunächst um +20% aufwärts. Davon ist später noch ein Tagesplus von 9,9% übriggeblieben. Nach dem heutigen 15%-Kursrutsch steht der Titel am Vormittag bei 13,10 €.

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Gute Karten bei Impfskeptikern

Mit dem konventionellen Totimpfstoff von Valneva wird ein deaktivierter Teil des Originalvirus injiziert, gegen das das Immunsystem dann Antikörper bildet. Damit unterscheidet sich VLA2001 von allen bisher verfügbaren mRNA- und Vektor-Vakzinen.

Valnevas Serum könnte auch Impfskeptiker überzeugen, die Vorbehalte gegen die bislang verfügbaren mRNA- und Vektor-Vakzine haben. Der schwache Marktstart des Proteinimpfstoffs von Novavax in Deutschland hat jedoch gezeigt, dass man sich auf diese Dynamik nicht verlassen kann.

Auch wenn die Franzosen mit ihrem Markteinstieg spät dran sind, stehen die Chancen gut, dass der Totimpfstoff des Unternehmens einen Platz im globalen Kampf gegen Covid-19 finden wird.

Die Wirksamkeit des Mittels ist jedenfalls über jeden Zweifel erhaben. In der klinischen Phase-3-Studie bewirkten zwei Dosen VLA 2001 im Vergleich zu anderen Impfstoffen mit EU-Zulassung einen höheren Antikörperspiegel und ein deutlich besseres Verträglichkeitsprofil.

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Zurück in die Gewinnzone?

Wenn Valneva noch im laufenden Quartal auch die EU-Zulassung für seinen Totimpfstoff erhält, könnte das Mittel aufgrund seiner Alleinstellungsmerkmale einen nicht unwesentlichen Marktanteil ergattern.

Für das laufende Jahr erwartet der Wirkstoffhersteller durch sein Covid-Serum einen großen Umsatzsprung. So plant das Unternehmen mit Einnahmen im Bereich zwischen 430 und 590 Millionen €, wobei es 350 bis 500 Millionen € allein mit dem Corona-Impfstoff erwirtschaften will. Nach hohen zweistelligen Millionenverlusten in den vergangenen zwei Jahren wäre damit auch der Sprung in die Gewinnzone möglich.

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