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PayPal: 3 Gründe, warum die Aktie 2023 ein Kauf ist

Simon Ruic / 04.01.23 / 16:18

Die PayPal-Aktie (WKN: A14R7U) legt einen Traumstart ins neue Jahr hin: Am Dienstag springt sie fast +5% hoch, tags darauf ist der Titel kurz nach Handelsstart wieder über 4% im Plus bei 77,75 US$. Ein positives Analystenkommentar beflügelt den Nasdaq-Titel aktuell. Aus meiner Sicht bleibt der Markt bei dem Bezahldienst insgesamt aber zu sehr fokussiert auf das Negative. Hier sind drei Gründe, warum PayPal 2023 satte Aktionärsrenditen bereithalten dürfte.

PayPal mit Sitz in San José im US-Bundesstaat Kalifornien ist ein Online-Bezahldienst, dessen Plattform über 400 Millionen Menschen weltweit nutzen. Von 2002 bis zu seiner Abspaltung 2015 war das Unternehmen ein Tochterunternehmen des Online-Marktplatzes eBay. Seitdem wird der Titel an der Nasdaq gehandelt mit einem derzeitigen Börsenwert von 85 Milliarden US$.

2022 war für PayPal ein brutales Börsenjahr, der Aktienkurs stürzte von etwa 200 auf 70 US$ ab. Neben dem schwachen Makro-Umfeld gab es hausgemachte Ursachen für Wertverluste. Die Gewinne standen in den vergangenen 12 Monaten erheblich unter Druck, im Juni-Quartal meldete der Zahlungsdienstleister sogar einen Verlust von 0,29 US$ je Aktie. Ursächlich für die schwachen Ergebnisse waren höhere Transaktionskosten, Kreditverluste und andere Ausgaben.

Kurssprünge dank Truist Securities

Obwohl diese Gegenwinde noch eine Weile anhalten dürften, kassierte PayPal kürzlich ein positives Analystenkommentar: Die Experten von Truist Securities stuften das Nasdaq-Papier hoch von „Halten“ auf „Kaufen“ und erhöhten ihr Kursziel drastisch von 75 auf 95 US$, was das Renditepotenzial ihrer Prognose auf über +30% erhöht. Nach Bekanntwerden der Meldung ist die PayPal-Aktie am Dienstag um knapp +5% hochgesprungen, tags darauf legt der Titel gleich nach Börsenstart um über +4% auf 77,75 US$ nach.

Als Gründe für ihre Hochstufung nannten die Truist-Analysten unter anderem das „Wiedererstarken des E-Commerce“ und die potenziell neue Unternehmensführung. Aus meiner Sicht sprechen mindestens drei weitere wichtige Faktoren für eine positive Entwicklung des US-Konzerns in 2023, die vom Markt derzeit noch vernachlässigt werden.

PayPal: 3 positive Aspekte, die der Markt übersieht

Um die Ertragskraft eines Unternehmens zu messen, wird häufig der buchhalterische Gewinn je Aktie (EPS) herangezogen. Im Fall von PayPal wird durch dieses Vorgehen die wirtschaftliche Firepower aber unterschätzt. Sinnvoller ist hier die Betrachtung des freien Cashflows (FCF) je Aktie des Unternehmens, der in den vergangenen fünf Jahren fast durchgängig mehr als doppelt so hoch wie das EPS lag.

Zweitens: Wie bereits erwähnt, litt PayPal im vergangenen Jahr unter einem erheblichen Kostenanstieg – von Transaktionskosten über Betriebskosten bis hin zur allgemeinen Inflation. Ich sehe jedoch nun Anzeichen für eine Trendwende: Sowohl die allgemeinen Verwaltungskosten als auch die F&E-Kosten sinken beispielsweise, nachdem sie vor 12 Monaten ihren Höchststand erreicht hatten.

Schließlich hat PayPal in den vergangene fünf Jahren eine durchschnittliche Kapitalrendite (ROCE) von 59% erreicht. Das ist zwar nur halb so hoch wie bei Konkurrent Visa (119%), aber deutlich besser als der gesamtwirtschaftliche Schnitt (20%). Aufgrund dieser relativ hohen Ertragsqualität des Unternehmens ist die bereits relativ niedrige Bewertung der PayPal-Aktie (KGV: 18) noch positiver einzustufen.

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Zu viel Fokus auf das Negative

Auch im neuen Jahr wird PayPal nicht zu vernachlässigenden Risiken ausgesetzt sein. Neben den bereits erwähnten Kostenfaktoren muss der Online-Dienstleister sich mit einem intensiven Wettbewerb im Bereich des digitalen Zahlungsverkehrs auseinandersetzen. Hinzu kommen geopolitische Faktoren wie Russland und China, die den globalen Inflations- und Lieferkettendruck hochhalten könnten.

Ich bin allerdings der Überzeugung, dass sich der Markt bei PayPal zu stark auf diese negativen Aspekte konzentriert und die drei oben genannten Faktoren fast ignoriert hat. Gepaart mit einer grundsoliden Bilanz und den laufenden Aktienrückkäufen des Unternehmens lassen sich mit dem PayPal-Titel aus meiner Sicht im neuen Jahr üppige Aktionärsrenditen erzielen.

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