Nebenwerte-Roundup: Sporttotal & Staramba

von (mh)  /   14. Juni 2019, 14:13  /   unter Small Caps, Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Sporttotal (WKN: A1EMG5) legt mit Übertragung der gewerblichen Rechte den Grundstein für die Expansion seines sporttotal.tv-Portals in weitere Länder. Zukünftig sollen internationale Ableger der Sporttotal-Technologieplattform Erlöse über 80 Millionen Euro einspielen. Bei Staramba (WKN: A1K03W) stehen ähnlich unternehmenstransformierende Events auf der Agenda. 

Vor acht Tagen berichteten wir das letzte Mal über die Staramba SE. Seitdem hat sich der Aktienkurs von 5,82 Euro auf 2,99 Euro im Tief fast halbiert. Während die Staramba-Aktie weiter auf Tauchstation geht, sollen künftig Virtual-Reality-Angebote im Vordergrund stehen. Diese sollen kurz- und mittelfristig „zusätzliche Erträge“ erwirtschaften.

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Sporttotal: 40 Millionen Euro EBITDA in 2024 durch internationale Expansion

Dreh- und Angelpunkt der internationalen Expansion ist die neugegründete SPORTTOTAL International SA aus Luxemburg, ein Joint Venture zu 51% in Besitz der börsennotierten Sporttotal AG. An die Luxemburger Gesellschaft wurden mit Einverständnis des Sporttotal-Vorstands nun die gewerblichen Schutzrechte übertragen.

Die Strategie bleibt gleich: Sporttotal wird Amateurclubs „in einer ersten Phase bis 2024 mit bis zu 7.000 Kameras“ ausrüsten. Die Monetarisierung geschieht über Werbung auf sporttotal.tv und Paid-Content. Die ersten Auslandsmärkte sollen nach Sporttotal-Angaben in den nächsten 11 Monaten erschlossen werden. Interessant: Deutschland bleibe laut Unternehmen „Pilot- und Testmarkt“.

Quelle: unsplash.com

Dank einer im Februar getroffenen Vereinbarung mit der in Luxemburg ansässigen Fuchs & Associés Group kann die SPORTTOTAL International SA auf einen Fremdkapital-Fonds zugreifen, der „Sporttotal jeweils gezielt Kapital zur Verfügung stellt“ – ingesamt bis zu 250 Millionen Euro.

Für die Übertragung der gewerblichen Schutzrechte für die internationalen Märkte zahlt die Luxemburger Gesellschaft in einem Zeitraum von drei Jahren insgesamt 25 Millionen Euro an sporttotal.tv – davon 10 Millionen noch 2019.

Ohne die Finanzierung über die Luxemburger Tochtergesellschaft würde die internationale Expansion wohl wenig Sinn machen. Sporttotal-CEO Peter Lauterbach kommentiert:

Mit diesem Finanzierungsmodell können wir unser internationales Wachstum mit sporttotal.tv ohne Kapitalerhöhung realisieren und unser Unternehmen wertvoller machen.

Das Umsatzziel für das internationale Geschäft gibt Sporttotal für das Jahr 2024 mit „über 80 Millionen Euro“ an. Das EBITDA soll bei mehr als 50% des Umsatzes liegen, also mindestens 40 Millionen Euro betragen.

Damit stellt Sporttotal mal wieder eine ambitionierte Prognose auf. In der Vergangenheit hat das Unternehmen bei Anlegern viel Vertrauen verspielt, sodass diese auch trotz der neuen Aussichten vorsichtig agieren dürften.

Staramba-Aktie weiter im Sinkflug

Die Meldung seitens Staramba, dass die Berliner Techschmiede, bedingt durch eine „handelsrechtliche Neueinstufung“, Erlöse aus dem Verkauf von STARAMBA.Tokens im Rahmen des ICOs nur als erhaltene Anzahlungen ausweisen darf, was eine Verlustanzeige der Hälfte des Grundkapitals gemäß § 92 Abs. 1 AktG zur Folge hat, brachte den Stein ins Rollen und den Aktienkurs ins Wanken.

Neben der – aus Aktionärssicht letztlich missglückten – Kreation der namenseigenen virtuellen Münzen stampft Staramba wegen Sparmaßnahmen die Entwicklung von Materia.One ein und ist dort „langfristig ausgerichtet“. Kurz- und mittelfristig soll ein Virtual-Reality-Angebot im Vordergrund stehen.

Die Marktkapitalisierung beträgt aktuell gerade noch einmal 8 Millionen Euro. Ob die Aktie angesichts einer zu erwartenden immensen Verwässerung alte Höchstande nochmal annährend erreicht, bleibt mehr als fraglich.

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