Nebenwerte-Roundup: Mologen & Staramba

von (mh)  /   16. August 2019, 13:06  /   unter Biotech-Aktien, Small Caps, Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Für Anleger in Mologen (WKN: A2LQ90) und Staramba (WKN: A1K03W) ist 2019 ein äußerst turbulentes Jahr. Investoren wurden auf der Talfahrt kräftig durchgeschüttelt und auf der Kurstafel stehen horrende Verluste. Beide Gesellschaften versuchen nun, ihren strategischen Fokus neu zu legen. Nach der gescheiterten Studie vom Hauptwirkstoffkandidaten Lefitolimod (wir berichteten), will Mologen neue Wege gehen. 

Geht es nach der Unternehmensführung, soll Lefitolimod als Einzelwirkstoff nun ausschließlich in Therapien mit Kombinationsansätzen weiterverfolgt werden. Das gilt auch für die sonstige Pipeline. Das Virtual-Reality-Startup Staramba präsentiert indes laut Unternehmensupdate seine innovative Produktpalette auf der weltgrößten Spielemesse Gamescom in Köln (vom 20. bis 24. August). Darüber hinaus gibt es spannende Neuigkeiten.

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Mologen: Kombinationsstudien als Heilsbringer

Wie Mologen im Halbjahresbericht noch einmal ausdrücklich betonte, markiere die gescheiterte IMPALA-Studie das Ende der Entwicklung von Lefitolimod als Einzeltherapeutikum in der immunologischen Krebsbehandlung. In sämtlichen Immuntherapien-Forschungen sollen die Wirkstoffkandidaten zukünftig in Kombination getestet werden. Das gilt sowohl für Lefitolimod als auch für den klinischen Kandidaten der Nachfolgemoleküle der EnanDIM(R)-Familie.

So zum Beispiel die kurz vor dem Start stehende TITAN-Studie in der HIV-Indikation, die den TLR9-Agonisten Lefitolimod in Kombination mit neuartigen, virus-neutralisierenden Antikörpern untersucht, die von der Rockefeller Universität in New York entwickelt wurden. Die Vorbereitungen für eine erfolgreiche Durchführung der von Gilead Sciences finanzierten Studie laufen auf Hochtouren. Die ersten Patienten stünden laut Angaben von Mittwoch kurz vor der Aufnahme in die Studie.

Die wohl entscheidende Frage liegt bei Mologen weiter in der Finanzierung. Zuletzt verbrauchte Mologen durchschnittlich fast 1,5 Millionen Euro pro Quartal. Die Cashreserven standen Ende Juni bei 6 Millionen Euro.

Staramba: Geschäft soll „zukunftsfähig“ werden

Ähnlich wie bei Mologen soll bei Staramba eine Neuakzentuierung das Geschäftsmodell zukunftsfähig aufstellen. Dazu gehört laut Unternehmensupdate vom 14. August eine Fokussierung auf drei zentrale Geschäftsfelder.

Die drei Bereiche umfassen einmal die „VR-Experiences“. Hier bietet Staramba nun Agenturdienstleistungen für digitale VR-Anwendungen. Im Bereich „3D-Scannersysteme“ steht die Entwicklung und Produktion der hauseigenen 3D-Scanner namens 3D INSTAGRAPH im Mittelpunkt, mithilfe derer Personen vermessen und daraus lebensechte 3D-Avatare erstellt werden können. Und bei „Motion Capture & Animation“ dreht sich alles um die Motion-Capture-Technologie der Gesellschaft.

Das noch im Mai im Rahmen der Pläne zur Reorganisation erwähnte VR-Netzwerk MATERIA.ONE wurde im aktuellen Update nicht erwähnt. Dieses war einst das Vorzeige-Projekt des Unternehmens und sollte „langfristig“ entwickelt werden mit dem Ziel, die weltweit realistischsten Erfahrungen eines „Social VR Universums“ wiederzugeben. Das Projekt war eng mit dem Launch des Staramba-Tokens verknüpft. Auf der Gamescom 2019 können Interessierte vom 20. bis zum 22. August die „innovativen Produkte und Services“ vor Ort testen.

Bilanzierungsunregelmäßigkeiten bei den Token-Verkäufen der eigenen Kryptowährung, ein horrender Verlust in 2018 beim EBITDA in Höhe von -11,7 Millionen Euro, eine Handelsaussetzung infolgedessen und ein deutlicher Vertrauensverlust auf Anlegerseite dominierten zuletzt die Lage bei Staramba. Darüber hinaus braucht auch dieses Startup ausreichend Mittel, um die vollen Geschäftspotenziale zu heben.

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