Medigene: Geldregen möglich nach Milliarden-Deal

von (mh)  /   12. April 2019, 12:59  /   unter Biotech-Aktien, Small Caps  /   Keine Kommentare

Medigene (WKN: A1X3W0) ist mit der Immunonkologie in einem der aktuell chancenreichsten Trends im Pharmabereich tätig. Mit der neugegründeten Cytovant Sciences wurde am 4. April eine neue Vereinbarung geschlossen – und die hat es in sich, falls daraus medizinische Erfolge erwachsen.   

Cytovant sichert sich die ostasiatischen Rechte von speziellen Wirkstoffkandidaten Medigenes, u.a. für eine T-Zell-gerichtete Krebstherapie. Im Rahmen der Transaktion erhält Medigene eine Einmalzahlung in Höhe von 10 Millionen US-Dollar. Bei Erreichen von Meilensteinen in Entwicklung, Zulassung und Vermarktung könnten die Zahlungen im Optimalfall auf „über 1 Milliarde US-Dollar“ anwachsen. Dazu kommen etwaige Umsatzbeteiligungen im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

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Alle Details zum neuen Mega-Deal zwischen Medigene und Cytovant

Neben der Lizenzierung der ostasiatischen Rechte für einen T-Zell-Rezeptor Medigenes sowie für eine DC-Vakzine durch Cytovant, werden beide Unternehmen bei der Erforschung weiterer Antikrebs-T-Zell-Rezeptoren kooperieren.

Für die insgesamt vier in der Entwicklung befindlichen Produkte könnten die Meilensteinzahlungen für mehrere Indikationen in der Spitze insgesamt über 1 Milliarde US-Dollar betragen.

Wichtig: Cytovant wird alle bei Medigene im Rahmen der Kooperation anfallenden Forschungs- und Entwicklungskosten erstatten.

Das Unternehmen Cytovant geht auf Betreiben der beiden Biotechforscher Roivant Sciences und Sinovant Sciences hervor. Parellel zur Gründung schließt Cytovant die Vereinbarungen mit Medigene. Cytovant fokussiert sich eigenen Angaben nach auf Entwicklungsprogramme, „die das Potenzial haben, die Krankheitsbehandlung von asiatischen Patienten zu verändern.“ Der Präsident von Cytovant, Dr. John XU, promovierte in Harvard.

Medigene-Chefin Prof. Dr. Dolores Schendel erläutert:

T-Zell-Rezeptoren sind die Kundschafter des Immunsystems. Sie helfen T-Zellen, Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. […] Cytovant mit seinem sehr erfahrenen Management- und Wissenschaftsteam wurde von Roivant und Sinovant mit dem Ziel gegründet, Spitzenleistungen mit Zelltherapien zu verwirklichen. Wir sind stolz darauf, Teil dieses Vorhabens zu sein.

Zur Erinnerung: Bei Krebsimmuntherapien handelt es sich um einen neuartigen Ansatz der Pharmaindustrie zur Behandlung von Krebs. Krebsimmuntherapien aktivieren Patienten-eigene T-Zellen, um Krebs zu bekämpfen.

Zellkulturarbeiten im Medigene-Labor. Quelle: Medigene AG

Kooperationen zeigen Value, der in Medigenes Wirkstoff-Pipeline schlummert

Medigene kommt auf eine Börsenbewertung von gegenwärtig 225 Millionen Euro. Das ist für ein Unternehmen in diesem Forschungsstadium nicht mehr ganz billig. Der Biotechforscher aus Martinsried bei München hat aber auch substanzielle Partnerschaften vorzuweisen.

So besteht neben der Cytovant-Kooperation eine Entwicklungspartnerschaft mit bluebird bio, einem US-Biotechkonzern mit über 8 Milliarden US-Dollar Börsenwert. Die Partnerschaft könnte sich auszahlen, denn auch hier winkt eine potenzielle Milliardenzahlung.

Einen kleinen Wermutstropfen gibt es

Die News von vergangener Woche löste große Käufe aus. Viele Anleger dachten, die Nachricht genüge, um die Medigene-Aktie dauerhaft über die Marke von 10 Euro zu hieven.

Bis zur Marktreife der Produkte dürften noch viele Jahre vergehen. Bis dahin bleibt der große Geldtopf für Medigene wohl verschlossen.

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