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André / 24.03.20 / 17:19

Lufthansa: So erzielen Profis jetzt risikoarme Gewinne

Die Lufthansa AG (WKN: 823212) gehörte zweifelsohne zu den am stärksten betroffenen Unternehmen des Corona-Crashs. Dass der Kranich die aktuelle Krise überleben wird, daran zweifeln jedoch die wenigsten Anleger. Im aktuellen Börsen-Tumult bieten sich dafür einmalige Möglichkeiten abseits der Aktie: Profis setzen für mehr Rendite bei gleichzeitig höherer Sicherheit auf ein den meisten Anlegern unbekanntes Finanzinstrument.

Anders als die moderne Flugzeugflotte der Lufthansa, befand sich die Aktie zuletzt im Sturzflug. Mehr als 55% Wertverlust mussten Anleger – Stand heute – in den letzten 12 Monaten hinnehmen. Damit ist die Aktie aktuell nur unwesentlich teurer, als in der Finanzkrise 2008. Dass der Kranich aber auch diesmal wieder bessere Zeiten erleben wird, daran bestehen wenig Zweifel.

Lufthansa hebt mit staatlicher Hilfe auch in Zukunft wieder ab

Wie genau der Weg in eine bessere Zukunft verläuft, das vermag heute noch niemand zu prognostizieren. Erst wenn die Auswirkungen der Corona-Krise bekannt sind, kann auch Lufthansa-CEO Carsten Spohr einen aktualisierten Ausblick wagen. Momentan herrscht Ausnahmezustand: Bis zum 19. April finden nur 5% der geplanten Flüge statt.

Dass die Lufthansa nach Corona eine Zukunft hat, steht außer Frage. Nur wie diese aussieht, ist heute noch ungewiss. Ohne den Staat dürfte es wohl kaum gehen, wenngleich der Lufthansa-Vorstand aktuell noch kein klares Bekenntnis zu Staatshilfen abgegeben hat. Doch wie könnten diese aussehen? Von einer Verstaatlichung, über Garantien und Kredite, bis hin zu Eigenkapital, ist alles möglich.

Ein Blick in die Vergangenheit zeigt, wie das wahrscheinlichste Szenario aussieht. In der Finanzkrise 2008 musste die Commerzbank vom Staat am Leben gehalten werden. Damals wurde der Bund mit 25% und einer Aktie sogar größter Einzelaktionär der Commerzbank. Noch immer hält der Bund über 15% der Anteile. Die stillen Einlagen wurden inzwischen zurückbezahlt, die Verwässerung aber bleibt.

Lasse Dich nicht verwässern, sondern nutze ein einmaliges Geschenk!

Ein ähnliches Schicksal droht auch Lufthansa-Aktionären, wobei die konkrete Verwässerung heute noch ungewiss ist. Aktionäre sollten sich unter diesen Umständen keine Hoffnung auf alte Höchststände machen.

Dich braucht das aber nicht zu beunruhigen: Für clevere Anleger gibt es im aktuellen Börsen-Chaos eine alternative Anlage-Möglichkeit. Auch wenn es unglaublich klingt, bekommst Du hier ein vergleichbares Gewinnpotenzial bei sogar noch höherer Sicherheit. Unter normalen Umständen verteilt der Markt solche Geschenke nicht. In der aktuellen Panik spielen aber Fakten nur noch eine untergeordnete Rolle. Frage daher nicht lange nach dem Warum, nehme solche Geschenke lieber dankend an.

Um auf eine Erholung der Lufthansa zu spekulieren, sollte dafür statt der Aktie die Lufthansa-Nachranganleihe 2015/75 (ISIN: XS1271836600) mit einer nominalen Verzinsung von 5,125% kaufen. Aktuell notiert diese bei 70% vom Ausgabepreis.

Lufthansa Nachrang-Anleihe ist gleich aus 3 Gründen die bessere Alternative

Solltest Du bisher überlegt haben, die Aktie zu kaufen – vergiss das. Mit dieser Anleihe stehst Du gleich dreimal besser da:

  • Während die Dividende der Lufthansa voraussichtlich gestrichen wird, müssen die Zinsen der Anleihen bedient werden. Wer zu 70% Kurswert kauft, sichert sich statt einer unsicheren Dividende eine jährliche Zinszahlung von 7,3%. Wann die Dividende wieder eingeführt wird - und in welcher Höhe – steht heute in den Sternen.
  • Vor dem Börsen-Crash notierte die gleiche Anleihe bei 103%. Selbst bis zum Ausgabepreis von 100% besteht ein Aufwärtspotenzial von +42,86%. Bei allem Optimismus: Ein größeres Aufwärtspotenzial lässt sich für die Lufthansa-Aktie derzeit auch nicht herleiten.
  • Als Gläubiger der Lufthansa bist Du bessergestellt, als ein Aktionär. Während die Aktionäre zukünftig ihre Dividenden vermutlich mit dem Staat teilen werden, musst Du als Gläubiger keine Verwässerung hinnehmen.

Gibt es auch Risiken?

Natürlich könnte die Anleihe nicht zurückbezahlt werden. Dies würde aber voraussetzen, dass der Staat die Lufthansa hängen lässt und die Lufthansa in die Insolvenz geht. Bei einem solchen Aushängeschild wie der Lufthansa halte ich dies für unwahrscheinlich. Insofern ist die Nachranganleihe nicht nur das sicherere, sondern dank garantierter Zinszahlungen auch das attraktivere Instrument. Greife zu, solange die aktuellen Marktturbulenzen solche Geschenke möglich machen.


Zugehörige Kategorien: Dividenden-Aktien
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Kommentare
Bme / 26.03.20 / 21:04 Uhr Gute Investmentidee, die der Emittent jedoch für Privatinvestoren zu verhindern weiß. Aufgrund des seitens des Emittenten fehlenden Basisinformationsblatts (KID – Key Information Document) ist eine Positionsoeffnung in diesem abgeleiteten Produkt (PRIIP – Packaged Retail- and Insurance-based Investment Products) nicht moeglich. Daumen runter!
André Doerk / 26.03.20 / 21:49 Uhr Daumen bitte wieder hoch, denn das stimmt so nur bedingt! Ja, Comdirect und Commerzbank agieren da unverständlich restriktiv. Bei vielen anderen Brokern kann man die Anleihe dagegen kaufen. Nicht der Emittent ist schuld, sondern der Broker.
Bme / 29.03.20 / 11:24 Uhr Vielen Dank für Deinen Kommentar. Das ist erstaunlich, dass es Broker gibt, die diese Anleihe zum Kauf für Privatinvestoren anbieten, da seitens der Lufthansa kein KID herausgegeben wurde. Es freut mich, wenn du exemplarisch einen Broker nennen kannst, bei dem die Anleihe erworben werden kann. Hier meine Antwort der Lufthansa auf meine Nachfrage: Sehr geehrer Herr.... , vielen Dank für Ihre eMail. Wir haben bei den Kollegen aus der Finanzabteilung nachgefragt und die folgende Antwort bekommen: Mit der Umsetzung der zweiten europäischen Finanzmarktrichtlinie (MiFID II) zum 3. Januar 2018 traten Regelungen in Kraft, die die Funktionsweise und Transparenz der Finanzmärkte verbessern sollten. Viele der im Zuge der MiFID-II-Umsetzung neu geregelten Pflichten betreffen insbesondere die Beratung von Finanzprodukten, deren Vertrieb und den Verkauf an Retail-Investoren. Die Neuerungen sollen eine Stärkung des kollektiven Verbraucherschutzes in einem europäisch harmonisierten Rechtsrahmen bewirken. Eine Hybridanleihe fällt oftmals nach Einschätzung von Banken aufgrund ihrer Rückzahlungsstruktur unter die strenger gefasste PRIIP-Verordnung (Packaged Retail and Insurance-based Investment Products) als Teil von MiFID II. Diese Verordnung beeinträchtigt in diesem Fall für Retail-Investoren auch den Kauf bereits am Markt emittierter Hybridanleihen, wenn der Emittent kein sogenanntes Basisinformationsblatt oder Key Information Document (KID) über die Hybridanleihe erstellt hat. Allerdings befindet sich der Markt derzeit noch in einer Findungsphase, ob und in welchem Ausmaß Hybridanleihen tatsächlich unter diese strengere Verordnung fallen. Aus Haftungsgründen und eines bis dato noch nicht etablierten Marktstandards erstellt die Lufthansa kein Basisinformationsblatt, weshalb bei einzelnen Banken der Kauf der Lufthansa Hybridanleihe durch Retail-Investoren eingeschränkt sein kann.