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Kupfer: Es droht eine riesige Versorgungslücke

Günther / 24.01.22 / 8:47

Mindestens bis zum Jahre 2030 ist beim Kupfer mit einem massiven Angebotsdefizit zu rechnen. Dies spielt vor allem etablierten Kupferproduzenten wie Freeport McMoran (WKN: 896476), BHP (WKN: 863578), Zijin Mining (WKN: A0M4ZR), OZ Minerals (WKN: A0Q657) oder Ivanhoe Mines (WKN: A1W4VG) in die Karten. Aber auch spekulative Explorationsunternehmen werden von der Kupfernot profitieren.

In der Tat ist die unglaubliche Bedeutung von Kupfer für die Zukunft kaum in den Köpfen der Menschen verankert. Wie sehr das Metall benötigt wird, präsentierte Robert Friedland kürzlich auf dem Future Metals Forum in der Hauptstadt Saudi-Arabiens.

So äußerte sich die Bergbaulegende jüngst in Riyadh so:

Wir brauchen ein enormes, nachhaltiges Wachstum bei Kupfer und Nickel.

Nicht genug Kapazitäten

Bis Dato wurden über Tausende Jahre insgesamt 700 Millionen Tonnen Kupfer zutage gefördert. Versinnbildlicht ist dies ein Würfel mit einer Länge bzw. Höhe von 430 Metern.

Friedland meint, dass weitere 700 Millionen Tonnen Kupfer benötigt werden, falls die Welt in den kommenden 22 Jahren ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 3% beibehält.

Diese Rechnung ist jedoch ein Standardszenario und beinhaltet nicht eine extreme Elektrifizierung und Emissionsreduktion. Mit Fortschreiten der geplanten Energiewende wächst der Bedarf abermals stark an. Ein ähnliches Bedarfswachstum gilt dabei für Nickel.

Die Frage sei für Friedland nur: Wo werden wir es finden? Eine gute Frage. Es gibt schlichtweg nicht genug Kapazitäten und investitionswillige Anleger, um genug Angebot zu sichern. Auch nicht, um die globale Automobilindustrie komplett auf Elektrotechnik umzustellen. In diesem Sinne verweist Friedland auf die noch sehr lange anhaltende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen.

Mehr Aufwand, zu wenig Minen, zu niedrige Gehalte

Die Prognosen zeigen, dass das Kupferangebot der Minen zur Mitte des Jahrzehnts deutlich auf dem Rückzug sein wird. Die Nachfrage hingegen wird weiter ansteigen. Bis zum Jahr 2030 ist so mit einer massiven Versorgungslücke von 5,7 Millionen Tonnen Kupfer zu rechnen.

Während das Angebot weiter sinkt, steigt der Aufwand, Kupfer zu produzieren, dramatisch an. Friedland sagte, dass der Energieverbrauch für die Kupferproduktion seit dem Jahr 1900 um das 16-fache angestiegen sei. Der Wasserverbrauch habe sich dabei verdoppelt. Grund dafür sind die immer niedrigeren Erzgehalte. Die abgebauten Kupfergehalte in Chile, der größte Kupferproduzent der Welt, sind über die letzte Dekade kontinuierlich gefallen.

Die Möglichkeiten für mehr Kupferangebot sind daher entweder, höhere Preise zu schaffen, um weitere Vorkommen rentabel zu machen oder zu expandieren. Primär der Kontinent Afrika bietet noch zahlreiche unerschlossene Mineralvorkommen. So hatte auch Robert Friedland enormen Erfolg mit seiner Kupfermine von Ivanhoe Mines.

Werden keine neuen Kupfervorkommen gefunden und erschlossen, droht dem Kupfermarkt bis 2030 eine historische Unterversorgung von knapp 6 Millionen Tonnen Kupfer.

Die größte historische Lücke beim Kupferangebot, die es jemals gab: 

Kupfer auch wirksam gegen die Pandemie

Wussten Sie, dass Kupfer ein Virenkiller ist? Abseits von der industriellen Nutzung bahnt sich für das Metall ein weiterer Nachfrager an. Studien belegen die desinfizierende Wirkung von Kupfer und seine antibakteriellen sowie antiviralen Eigenschaften.

So können Viren auf einer beschichteten Oberfläche zu 96 % innerhalb von zwei Stunden eliminiert werden. Es ist also damit zu rechnen, dass die globale Nachfrage für das Gesundheitswesen, Flughäfen und weitere öffentliche Einrichtungen stark ansteigen wird.

Wenn dazu die Dekarbonisierung weiter voranschreiten soll, werden massive Investitionssummen in dem Sektor vonnöten sein. Schließlich wächst Kupfer nicht auf den Bäumen und die Elektrifizierung verschlingt unglaubliche Mengen des Metalls. Der Kupfermarkt hingegen ist auf den Nachfrage-Ansturm nicht vorbereitet.

Auch Goldman Sachs veröffentlichte vergangenes Jahr einen Bericht mit dem Titel „Kupfer ist das neue Öl“:

Keine Dekarbonisierung ohne Kupfer!

Aktien von Kupferkonzernen befinden sich im Aufwärtstrend

Während der Chipzyklus in den nächsten 2-3 Jahren dem Ende zugeht und Unternehmen Hunderte Milliarden investieren werden, stehen wir beim Kupfer-Engpass noch ganz am Anfang. Bisher existieren keine verbindlichen Pläne der Kupferindustrie, das Angebot maßgeblich auszuweiten, wie es für das Wachstum der Weltwirtschaft und die Energiewende nötig wäre.

Erschwerend kommt hinzu, dass die klimafreundlichen Staaten sich ökologisch kaum neue Kupferproduzenten leisten wollen und immer mehr Auflagen hinsichtlich der Nachhaltigkeit beschließen, die von der Industrie nur mit erheblichen Investitionen erfüllt werden können.

Friedland sagt dazu, dass die Welt über die nächsten fünf Jahre 240 Milliarden US$ zusätzlich investieren müsse, um die wachsende Nachfrage zu decken.

Das führt zu steilen Kursaussichten der großen Kupferproduzenten, die jeder Anleger weiterhin im Depot halten sollte.

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