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Kion: Ertragskraft gesteigert – was das für die Aktie heißt

Rudolf Schneider / 27.07.23 / 17:02

Die Aktie von Kion (WKN: KGX888) gehört heute mit einem Anstieg von +10,2% zu den größten Gewinnern im MDAX. Aktuell notiert sie bei 38,76 €. Grund hierfür sind die guten Halbjahreswerte sowie die Anhebung der Jahresprognose. Wie sind jetzt die Kursaussichten einzuschätzen?

Kion vorgestellt
Die Kion Group AG ist ein Anbieter von Gabelstaplern, Lagertechnik und damit verbundenen Dienstleistungen sowie Lieferkettenlösungen. Das Unternehmen ist nach Toyota Material Handling der zweitgrößte Hersteller von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten weltweit und Marktführer in Europa. Kion hat seinen Sitz in Frankfurt am Main und notiert im MDAX. Aktuell ist das Unternehmen mit knapp 5 Milliarden € an der Börse bewertet.

Strategie macht sich bemerkbar

Mit der neuen Strategie „Kion 27“ will der Konzern seine Stellung im Markt deutlich verbessern und dabei auch die Profitabilität dauerhaft verbessern. Dabei soll die operative EBIT-Marge dauerhaft über 10% liegen – sowohl im Konzern als auch in den einzelnen Segmenten.

Ein zentraler Aspekt ist der optimale Kapitaleinsatz, die Steuerungszahl dafür ist die Kapitalrendite ROCE. Ein weiterer Punkt ist die Widerstandsfähigkeit im Markt sowie die Agilität auf veränderte Marktsituationen.

Obwohl die Strategieumsetzung erst am Anfang steht, wirkte sie sich bereits positiv aus.

Der Vorstandsvorsitzende der Kion Group AG, Rob Smith, kommentierte den Erfolg so:

Die im vergangenen Jahr eingeleiteten Maßnahmen zur Steigerung der Agilität und Leistungsfähigkeit zahlen sich aus.

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Halbjahreszahlen dynamisch gewachsen

Was sich im ersten Quartal abgezeichnet hat, verstärkte sich auch im zweiten Quartal. Insgesamt ist das erste Halbjahr durch eine hohe Wachstumsdynamik gekennzeichnet.

Der Konzernumsatz verbesserte sich nur geringfügig um 1,5% auf 5,62 Milliarden €. Dabei entwickelten sich die beiden Segmente sehr unterschiedlich. Das größere Segment ITS (Industriels Truck &Service) trug wesentlich zu der guten Entwicklung bei. Der Rückgang im zweiten Segment der Automatisierung (SCS) um 28,6% wurde durch den Zuwachs bei ITS mehr als ausgeglichen.

Die positiven Auswirkungen des Strategieprogramms zeigten sich bei der Ertragslage. Hier verbesserte sich das operative EBIT gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,7% auf 348,3 Millionen €. Die sich daraus ergebende operative Marge stieg um 1,4 Prozentpunkte auf 6,2%.

Dass der Konzerngewinn sich mit 146,3 um 8,4% verringerte, lag an höheren Steuern und einem geringeren Finanzergebnis. Sehr positiv zu bewerten ist die gute Ertragsentwicklung bei relativ geringem Umsatzanstieg.

Jahresprognose angehoben

Aufgrund der guten Entwicklung sowie den guten Aussichten im zweiten Halbjahr erhöhte der Frankfurter Konzern seine Jahreserwartungen. Statt eines Umsatzes von 11,2 Milliarden € werden jetzt 11,4 Milliarden € erwartet.

Das operative EBIT soll mindestens bei 680 Millionen € liegen, zuvor lagen die Erwartungen bei 615 Millionen €. Ein Vergleich zum Vorjahreswert mit 292 Millionen € zeigt die positive Entwicklung.

Was können Aktionäre erwarten?

Die geschäftliche Entwicklung geht in die richtige Richtung. Die Profitabilität verbessert sich deutlich und kommt dem Niveau vor 2020 wieder näher. Diese Verbesserung rechtfertigt den Kursanstieg seit Oktober 2022, die Notierung hat sich fast verdoppelt.

Gegenüber dem Allzeithoch von 115 € Ende 2021 besteht jedoch noch eine große Lücke. Meiner Meinung nach bestehen gute Aussichten, dass diese Diskrepanz weiter verringert werden kann. Auf mittlere Sicht halte ich einen Kurs von 45 € gerechtfertigt.

Die Analysten sind bezüglich der Einschätzung sehr unterschiedlicher Meinung. Warburg Research mit 64 € und die DZ Bank mit 78 € sehen ein hohes Potenzial. Die Baader Bank mit 46 € sowie JP Morgan mit 41 € sehen ein deutlich geringeres Potenzial. Ich bin da mehr bei der Baader Bank.

Mein Fazit: Die Aktie befindet sich im Aufwind und hat weiteres Potenzial. Wer investieren möchte, sollte dies auf mehrere Käufe verteilen. So kann eine weiterhin bestehende Volatilität ausgenutzt werden.

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