Biofrontera: Countdown läuft – weniger als 24h zur Entscheidung

von Redaktion  /   06. August 2018, 7:03  /   unter Aktien, Nasdaq  /   Keine Kommentare

Die Biofrontera-Aktie (WKN: 604611) schiebt sich langsam in Nähe der 6-Euro-Marke. Die Deutsche Balaton Biotech AG (WKN: 550820 – ehemals Deutsche Balaton AG) hatte am 20. Juli das freiwillige Erwerbsangebot für bis zu 6.250.000 Biofrontera-Aktien geändert. Neben bereits bekannter Zahlung einer Gegenleistung je Aktie in Geld in Höhe von 1,00 Euro sowie der Übertragung eines Optionsscheins bietet die Deutsche Balaton Biotech AG nun eine Geldzahlung in Höhe von 6,00 Euro je Biofrontera-Anteilsschein. Am Freitag gab das Heidelberger Unternehmen bekannt, dass das Angebot von der BaFin zur Veröffentlichung freigegeben ist. Es ist somit rechtlich gültig. Am Montagabend um 24:00 Uhr ist es dann soweit – dann läuft das Angebot ab. 

Im Grunde hat sich an der Ausgangslage nichts geändert: Sowohl Biofrontera-Vorstand wie Aufsichtsrat als auch Mitarbeiter (eigene Stellungnahme) empfehlen, das Angebot auch unter geänderten Bedingungen nicht anzunehmen. Wer hier der Aggressor ist, können wohl nur Insider beurteilen. Für Aktionäre ist es dennoch mehr als nur eine Seifenoper. Klar ist: Man behakt sich an allen Ecken und bedient sich abseits der konträren wirtschaftlichen Auffassungen auch verbal jedem Stilmittel. Nach massiven Insider-Verkäufen seitens des Biofrontera-Managements (wir berichteten) kommen nun die schmutzigen Wörter. Jetzt geht die Schlammschlacht in die entscheidende letzte Runde.

Von Insider-Verkäufen und „Euphemismen“ – das steckt wirklich dahinter

Ohne das Poesie-Zepter schwingen zu wollen, mutet der Wortwechsel, der in Form von Statements geführt wird schon leicht bizarr an – und irritiert den ein oder anderen Aktionär.

Die Deutsche Balaton Biotech AG wirft Biofrontera vor, das Erwerbsangebot als „Übernahmeangebot“ zu bezeichnen. Das wiederum bezeichnet die Deutsche Balaton Biotech AG als unsinnig und irreführend, da es kein Übernahmeangebot seitens dieser gebe. Biofrontera spricht von einer „Kontrollübernahme durch die Gruppe um Herrn Zours.“

In der Tat ist es fraglich ist, wie das Management der Biofrontera AG zu diesem Wording kommt. Denn für eine Übernahme im Sinne der Übernahme der Mehrheit der Stimmrechte müsste man über 50% des ausstehenden Grundkapitals übernehmen, was bei Biofrontera aus 44.416.828 Stückaktien besteht.

Klar ist, dass Biofrontera-Großaktionär Zours, der auch bei Deutsche Balaton Biotech AG die Strippen zieht, bei Annahme des freiwilligen Erwerbsangebots über 25,015% Biofrontera-Aktien halten würde. Dadurch wäre es für die Deutsche Balaton Biotech AG möglich, Kapitalerhöhungen zu blockieren. Nach aktuellem Stand verfügt das Balaton-Umfeld über 15,04% des Biopharma-Unternehmens.

Konkret äußerten Biofrontera-Vorstand und Aufsichtsrat sich in der jüngsten Stellungnahme wie folgt:

Wir haben in der ersten Stellungnahme dargelegt, dass das Vorgehen von Herrn Zours und seinen Unternehmen und die zu Grunde liegenden Strukturen nach unserer Überzeugung der respektvollen und werteorientierten Unternehmensphilosophie widersprechen, die wir in der Biofrontera-Gruppe pflegen. Das Auftreten von Herrn Zours und seinen Interessensvertretern auf der letzten Hauptversammlung hat gezeigt, dass keinerlei Bereitschaft besteht, mit dem derzeitigen Management und der Belegschaft weiter zusammen zu arbeiten. Es wurde erschreckend klar, mit wie wenig sachlicher Kompetenz und auf welch niedrigem Niveau die Auseinandersetzung von Seiten Herrn Zours und seinen Gefolgsleuten geführt wird. Eine Kontrollübernahme durch die Gruppe um Herrn Zours würde letztendlich zu der Situation führen, in der die Entscheidungsgewalt allein bei einer Einzelperson liegt.

Wie geht es nun weiter?

Die Deutsche Balaton Biotech AG sieht den Wert für einen Biofrontera-Anteil bei 6 Euro. Darauf spekuliert wohl auch eine ganze Reihe an Investoren. Wem die Deutsche Balaton Biotech AG die Shares abkaufen will, ist nicht näher bekannt. Der japanische Pharma-Konzern und Großaktionär Maruho Co. Ltd. (größtes japanisches Dermatologie-Unternehmen) wäre wohl kaum bereit, Aktien abzugeben. Die Deutsche Balaton Biotech AG konzentriert sich vermutlich auf größere Adressen des freefloats.

Biofrontera bringt es aktuell auf eine Marktkapitalisierung von 261,7  Mio. Euro.

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