Baumot: Neuer Dummzock im Anmarsch – große Prozente möglich

von Redaktion  /   05. November 2018, 18:03  /   unter Finanznachrichten  /   Keine Kommentare

Medienberichten zufolge wollen Regierung und Autohersteller am Donnerstag (8. November) einen neuen Diesel-Gipfel abhalten (Termin noch nicht offiziell bestätigt). Auch wenn eine Einigung zugunsten von Hardware-Nachrüstungen nicht sicher ist, könnte die Baumot-Aktie (WKN: A2G8Y8) wieder einer der großen Profiteure werden – zumindest kurzweilig.  

Um Fahrverbote für betroffene Euro-4- und Euro-5-Diesel hierzulande zu vermeiden, hat die Regierung Ende September ein Maßnahmenpaket beschlossen, welches vorsieht, dass Dieselfahrer zwischen Hardware-Nachrüstung und Umtausch entscheiden können. Nach unserem erfolgreichen +74%-Zock folgt nun vermutlich die zweite Chance und der Diesel-Gipfel ist der perfekte Nährboden für Spekulanten. Die Aktie läuft heute mit +6,55% bereits an.

Wie gut ist Baumot für Seriennachrüstungen gerüstet?

Baumot sieht sein BNOx System bei der Nachrüstung von Euro 4 & 5 Fahrzeugen technologisch „im Vorteil gegenüber Wettbewerbern“ und es „erfüllt die seit 2017 geltende Abgasnorm Euro 6d“.

Im März wurde die „Seriennachrüstung des volumenstarken VW Passat erfolgreich abgeschlossen.“ Hiermit besteht für einen der meistverkauften Diesel-Pkw in Deutschland seitens Baumot ein markt- und konkurrenzfähiges Produkt. Zur Jahresmitte lag der „Entwicklungsfokus weiter auf der erfolgreichen Applikation des BNOx Systems für Stadtbusse und Pkw“.

Unseren Informationen zufolge liegen noch keine weiteren für andere Fahrzeugtypen passende Endmodelle vor, die laut Baumot „für mehrere Volumenmodelle anderer Hersteller in Vorbereitung“ seien. Nach Firmenangaben könne das System bei „überschaubarem Entwicklungsaufwand und kurzen Entwicklungszeiten für weitere Modelle angepasst werden.“

Daneben bietet Baumot Nachrüstlösungen für Nutzfahrzeuge (LKW, Busse, Transporter), mit denen das Unternehmen seine Umsätze generiert.

2019 soll alles besser werden

Baumot hat für 2018 ursprünglich mit Erlösen zwischen 15 und 20 Millionen Euro gerechnet. Diese wurden jedoch verzögert, sodass Baumot die Prognose halbierte. Nun rechnet man mit 9 bis 10 Millionen Euro bei einem negativen EBITDA von 4,5 bis 5,5 Millionen Euro, nachdem im ersten Halbjahr nur 3 Millionen Euro umgesetzt wurden. Die entgangenen Aufträge sollen nun jetzt kommen und dürften für eine Entspannung der Liquiditätslage sorgen.

2019 sollen es 20 bis 25 Millionen Euro Umsatz werden bei einer „deutlichen Ergebnisverbesserung“, hauptsächlich zurückzuführen auf neue Märkte. Dabei sind mögliche Erlöse aus den diskutierten Pkw-Nachrüstungen mit dem BNOx System in Deutschland nicht eingeschlossen.

Das ist der Knackpunkt für Hardware-Nachrüstungen

Gemäß dem Anfang Oktober vereinbarten Diesel-Konzept der Regierung fordert diese von den Autoherstellern die Übernahme der Kosten für Hardware-Nachrüstungen.

Die Kosten sind der Knackpunkt. Denn bisher will nur Daimler diese übernehmen (80% der Kosten bzw. 2400 Euro pro Fahrzeug). Volkswagen, BMW und Opel stellen sich quer.

Auch die Haftung bei etwaigen Schäden ist wohl noch ungeklärt. An Hardware-Nachrüstungen dürfte aber kein Weg vorbei führen, weshalb die Baumot-Aktie eine spekulative Chance bietet. Denn eine Hardware-Nachrüstung soll nach Expertenangaben zwischen 1.500 bis 3.000 Euro pro Auto kosten und damit geringer als der Wertverlust beim Großteil der durch Fahrverbote betroffenen Autos ausfallen.

Nach Angaben des ADAC sind Hardware-Nachrüstungen (technisch) sinnvoll (hier und hier).

Fazit: Spekulativer Nährboden für Dummzock ist da

Baumot ist zum Kurs von 2,40 Euro fast 44 Millionen Euro an der Börse wert, das ist nichtmehr ganz billig.

Bei dieser Chance handelt es sich um eine Spekulation der Kategorie Dummzock, die nur hartgesottene Spekulanten wagen sollten. Das Unternehmen schreibt seit Jahren Millionenverluste und zu viele Unsicherheiten bestehen bezüglich der Serienreife des Nachrüstsystems und dessen Profitabilität trotz Kostenoptimierungen. Dazu kommt die Angst vor weiteren Kapitalspritzen. Auch die unternehmenseigenen Prognosen wurden selbstredend fast nie gehalten.

Dieser Artikel sollte bereits am Freitag veröffentlicht werden, die Phantasie ist hier jedoch noch nicht raus und dürfte durch ein – wann auch immer stattfindendes – neues Spitzentreffen erneut angeheizt werden.

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