Vectron: Zerplatzte Träume – Nächstes Ziel 10 Euro?

von Redaktion  /   09. Juli 2018, 16:00  /   unter Finanznachrichten  /   Keine Kommentare

Paukenschlag bei Vectron (WKN: A0KEXC): Der erst seit Februar im Amt befindliche Neu-CEO Oliver Kaltner muss nach nur wenigen Monaten seinen Posten räumen. Doch damit nicht alles. 

Mit dem Ex-Microsoft-Manager geht auch die digitale Kompetenz und personifizierte Hoffnung auf die Neuausrichtung, die den Kassensystemhersteller Vectron als Anbieter von digitalen Lösungen wie Apps etablieren sollte. Denn Kaltner war mit der Erwartung der Aktionäre angetreten, der neuesten Generation der ‚bon vita – Get Happy‘ App in Kooperation mit dem Soft Drink Riesen Coca Cola (WKN: 850663 / NYSE:KO) zum Marktdurchbruch und zu steigenden Erlösen für Vectron zu verhelfen.

Bewertung mehr als ambitioniert – Anleger-Exodus setzt ein

Fast 10% des ausstehenden free floats der Vectron-Aktie wurden am Freitag alleine an der Leitbörse Xetra gehandelt – eine ganz schöne Hausnummer. Der Handel glich einer Abverkaufsorgie (-20%).

Dabei ist die Bewertung Vectrons für das Stammgeschäft ohnehin ambitioniert. Einer Marktkapitalisierung von 110 Mio. Euro steht ein Umsatz von 32,4 Mio. Euro und ein Überschuss von knapp über einer Mio. Euro gegenüber (Geschäftsjahr 2017).

Stammgeschäft stationäre Kassensysteme – hiermit wird Vectron in Zukunft vermutlich wieder verstärkt zu tun haben.

CEO beruhigt, doch Zweifel bleiben

Nach dem Kursrutsch am Freitag sind Vectron-Anleger heute wieder in Kauflaune. Auch das Management um den neuen, alten CEO Stümmler (war zuletzt in den Aufsichtsrat als Vorsitzender gewechselt) schlägt versöhnlichere Töne an.

Auch wenn Stümmler bereits offiziell verlauten ließ, der Personalwechsel gehe nicht mit einer Strategieänderung einher, so ist gut informierten Anlegern bewusst, dass es vor allem Kaltner war, der vielen institutionellen Investoren glaubhaft die Digitalstrategie vermittelte, unter anderem im Rahmen vieler Kapitalmarktkonferenzen.

Wie viel Dampf wird noch abgelassen?

Die wichtigste Zutat für steigende Börsenkurse – Phantasie – ist nun raus.

Sollte Vectron nicht liefern bzw. liefern wie in der jüngsten Vergangenheit– der Start der Get Happy App wurde für das erste Quartal 2018 angekündigt und erneut verschoben – dann droht ein Absturz in einstellige Kursregionen.

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