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Valneva: Kommt in Kürze die Erlösung?

Frank / 02.05.22 / 11:06

An diesem Donnerstag wird Valneva (WKN: A0MVJZ) seine Finanzergebnisse für das erste Quartal präsentieren. Anleger warten indes auf eine ganz andere Nachricht, nämlich ob der Corona-Impfstoff des Unternehmens in der EU zugelassen wird. Kommt die Erlösung vielleicht am Tag der Zahlenpräsentation?

Valneva ist ein französisches Biotechunternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Die Firma entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten und betreibt Produktionsstätten in Österreich, Schottland und Schweden sowie Niederlassungen in Frankreich, Kanada und den USA. Mit seinem Totimpfstoff VLA 2001 verfügt Valneva über ein Vakzin gegen das Coronavirus, das bislang nur in Großbritannien und im Königreich Bahrain zugelassen ist. An der Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von 1,6 Milliarden €.

Die Daten sprechen für sich

Nach dem Absturz vergangene Woche infolge der Verzögerung beim EU-Zulassungsverfahren dümpelt die Valneva-Aktie derzeit um die Marke von 12 € herum. Das ist nicht mehr allzu weit weg vom 52-Wochen-Tief bei 9,99 €. Anleger sind nicht nur generell in Deckung gegangen angesichts miserabler Rahmenbedingungen für die Märkte (Ukraine-Krieg, Lieferengpässe, steigende Zinsen), sondern speziell bei Valneva.

Die Befürchtungen, VLA 2001 könnte kein grünes Licht von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bekommen, sind stark gewachsen.

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Verzögerung ärgerlich, aber kein Beinbruch

Aber sind sie auch berechtigt? Die Behörde hat lediglich weitere Informationen und Begründungen für eine bedingte Marktzulassung eingefordert. Diese Verzögerung ist zwar ärgerlich und hat auch bei CEO Thomas Lingelbach zu sichtbarer Verstimmung geführt, ein Beinbruch ist sie aber keineswegs.

Fakt ist: In der klinischen Phase-3-Studie bewirkten zwei Dosen VLA 2001 im Vergleich zu anderen Impfstoffen mit EU-Zulassung einen höheren Antikörperspiegel und ein deutlich besseres Verträglichkeitsprofil. Diese Ergebnisse kann die EMA wohl kaum vom Tisch wischen.

Positiv für die französische Biotech-Schmiede ist auch die Sicherung einer neuen Finanzierung mit den US-amerikanischen Healthcare-Investmentfirmen Deerfield und Orbimed, die 40 Millionen US$ in die Kasse spülen soll. Außerdem hat Valneva starke Studiendaten zum Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA 15 vorgelegt.

Kaufkurse für mutige Anleger

Anleger sollten im Auge behalten, dass Valneva mit seinem Corona-Impfstoff bereits in Großbritannien die Zulassung für die Anwendung bei Erwachsenen von 18 bis 50 Jahren und damit erstmals Zugang zu einem großen Markt erhalten hat.

Insofern sind die aktuellen Kurse meiner Meinung nach Kaufkurse für mutige Anleger – sofern man sich des grundsätzlichen Risikos bei diesem Papier bewusst ist, denn mit der Zulassung des Corona-Vakzins steht und fällt vorerst die Zukunft des Unternehmens.

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Zugehörige Kategorien: Biotech-Aktien
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Kommentare

Sebastian Theil
Ich habe gelesen (https://www.ntg24.de/Valneva-Neue-Datenanforderungen-der-EMA-26042022-MR-Aktien), die nächste, der potentiellen EMA-Zulassung notwendig vorgeschaltete Sitzung des ratschlaggebenden CHMP-Expert:innen-Gremiums finde erst MITTE JUNI statt, weshalb schon die nun kommunizierte Zulassungserwartung für Q2 "sehr knapp bemessen" sei. Falls Sie andere Informationen ("Donnerstag"?!?) haben, würde mich dies (& eine konkretisierte Begründung Ihrerseits) natürlich freuen. Verwundert: Ihr Sebastian Theil
Frank
Hallo Herr Theil, letztlich kommt es darauf an, wie man den Begriff Erlösung interpretiert. Vielleicht hat das Unternehmen ja zumindest News, die einen klaren Fingerzweig geben, das habe ich damit gemeint. Dass eine definitive Zulassung am Donnerstag noch nicht zu erwarten ist, steht angesichts der formalen Umstände außer Frage. Viele Grüße, Frank Giarra
Matthi
Die Firma ist interessant nicht in erster Linie wegen den Corona Impfstoff, sondern die Firma entwickelt einen Borreliose-Impfstoffkandidaten VLA 15 übrigens der erste wenn er kommt auf dem Markt. Das wird ein Milliarden Geschäft. Alleine in Deutschland werden die Borreliose Fälle immer mehr und damit auch chronisch Kranke Menschen die an Spätfolgen leiden, diese Menschen hätten sich bestimmt vorbeugend geimpft wenn es eine Impfung gegeben hätte wie bei FMSE.