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Valneva: Hilft das der Aktie wieder auf die Sprünge?

Frank Giarra / 06.09.22 / 9:08

Auch eine ausdrückliche Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation und positive Studienergebnisse für den Corona-Impfstoff haben der Valneva-Aktie (WKN: A0MVJZ) zuletzt nicht auf die Sprünge geholfen. Heute wartet das Unternehmen mit einer neuen positiven Nachricht auf – springt das Papier jetzt wieder an?

Valneva ist ein französisches Biotechunternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Die Firma entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten. Mit seinem Totimpfstoff VLA 2001 verfügt der Wirkstoffhersteller über das einzige Vakzin gegen das Coronavirus, das eine Standardzulassung in der EU erhalten hat. Doch sowohl der Staatenbund als auch Großbritannien haben ihre Lieferverträge für das Vakzin im Gesamtwert von rund einer Milliarde € gekündigt.

Immenser Wertverlust seit Jahresbeginn

Hoch gehandelt, tief gefallen: Das muss man leider bei der Valneva-Aktie feststellen. Anfang des Jahres notierte sie noch bei 23 €, Anleger hofften auf den Durchbruch für den Corona-Impfstoff. Doch es kam leider anders. Heute notiert das Papier bei 8 € nahe des 52-Wochen-Tiefs , das bei 7,22 € liegt. Wertverlust in diesem Jahr: -66%.

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Detaillierte Ergebnisse in Fachzeitschrift

Was die Franzosen heute Morgen bekannt geben, klingt fast ein bisschen trotzig: Die wissenschaftliche Fachzeitschrift The Lancet Infectious Diseases habe die pivotalen klinischen Daten der Phase 3 für den Corona-Impfstoff veröffentlicht. Die Studie enthalte eine detaillierte Analyse der Phase-3-Ergebnisse, bei der gezeigt werde, dass VLA 2001 gegenüber dem Vergleichsimpfstoff höhere neutralisierende Antikörpertiter aufweise sowie breite T-Zell-Reaktionen hervorrufe.

Valnevas Medizinchef Juan Carlos Jaramillo kommentiert:

Diese Lancet-Publikation ist eine starke wissenschaftliche Bestätigung für die Entwicklungsarbeit, die bei Valneva geleistet wurde.

Jaramillos Freude ist verständlich. Denn einmal mehr wird dokumentiert, dass der Totimpfstoff der Franzosen wirksam und verträglich ist. Zuletzt sind Ergebnisse veröffentlicht worden, die zeigen, dass VLA 2001 sogar als heterologer Booster hochwirksam ist.

EU hat kaum Dosen bestellt

Nur: Es will leider kaum einer den Corona-Impfstoff haben! Besser gesagt nicht in dem Maße, in dem sich das Unternehmen das vorgestellt hat. Denn die EU hat für dieses Jahr gerade einmal 1,25 Millionen Dosen bestellt, die Marge kann bestenfalls auf 2,5 Millionen Dosen erweitert werden.

Und das führt dazu, dass Valneva das Vakzin nicht kostendeckend produzieren kann. Weshalb die Produktion auch folgerichtig vorerst eingestellt worden ist. 8 bis 10 Millionen Dosen liegen laut Unternehmen noch auf Halde.

Wie schon mehrfach in vorherigen Artikeln betont, sollten sich Anleger keine allzu großen Hoffnungen mehr auf den Corona-Impfstoff machen, wenn sie die Valneva-Aktie kaufen wollen oder bereits im Depot haben. Es könnte zwar ein heißer Corona-Herbst bevorstehen, aber die Platzhirsche BioNTech/Pfizer und Moderna haben sich mit ihren auf der mRNA-Technologie basierenden Vakzinen bereits ihre Pfründe gesichert.

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Geduldig bleiben

Zum Glück hat das Unternehmen noch mehrere andere Pfeile im Köcher, die den aktuellen Börsenwert von 948 Millionen € rechtfertigen. Sei es das Mittel gegen das durch Mücken übertragene Chikungunya-Virus oder der Wirkstoffkandidat gegen Lyme-Borreliose, der zusammen mit US-Partner Pfizer entwickelt wird.

Meiner Meinung nach verdient vor allem die Zusammenarbeit mit Pfizer Beachtung, weil sich hieraus weiteres Potenzial ergeben könnte. Der US-Gigant hat sich nicht von ungefähr bereits mit 90 Millionen € an Valneva beteiligt.

Wer hier investiert ist, sollte also geduldig bleiben. Neu einsteigen würde ich persönlich in diese Aktie aktuell nicht. Denn es gibt im exklusiven No Brainer Club einfach viel bessere Alternativen aus dem Biotech-Sektor.

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Zugehörige Kategorien: Biotech-AktienSmall Caps
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Kommentare

Dörr
Ja das mit den Pfeilen in dem köcher mag zwar richtig sein.Aber der Aktienkurs fällt trotzdem weiter obwohl schon bei höheren Kursen der Preis gerechtfertigt war.