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Frank / 06.01.22 / 9:14

Valneva: Achterbahnfahrt geht weiter – cool bleiben!

Aktionäre von Valneva (WKN: A0MVJZ) durchschreiten momentan ein Wechselbad der Gefühle. Gestern brach das Papier zunächst um -12% auf unter 16 € ein, um dann wieder auf 18,39 € zu steigen und schließlich bei 16,90 € (Tradegate) aus dem Handel zu gehen. Heute steht anfangs erneut ein sattes Plus von mehr als 7% auf der Kurstafel. Kann sich die Aktie des Herstellers des Totimpfstoff-Kandidaten VLA 2001 stabilisieren?

Valneva ist ein französisches Biotechunternehmen mit Hauptsitz in Saint-Herbain. Die Firma entwickelt und vermarktet Impfstoffe gegen Infektionskrankheiten. Sie verfügt über Produktionsstätten in Österreich, Schottland und Schweden sowie Niederlassungen in Frankreich, Kanada und den USA. Mit seinem Totimpfstoff VLA 2001 verfügt Valneva über ein Vakzin gegen das Coronavirus.

Erst Omikron, dann die US-Zentralbank

Erst war es Omikron, dann kam die US-Zentralbank aus dem Gebüsch: Die Aktie von Valneva befindet sich seit Anfang des Jahres und gestern erst recht auf einer Achterbahnfahrt. Und die geht offensichtlich erstmal weiter.

Was ist hier los? Zunächst dürfte die Omikron-Variante das Papier auf Talfahrt geschickt haben. Denn sie ist viel ansteckender als die Delta-Variante mit gleichzeitig schwächeren Krankheitssymptomen, so dass die Märkte von einem schnelleren Ende der Covid-19-Pandemie durch eine natürliche Durchseuchung ausgegangen sind. Schlecht also für einen Impfstoffhersteller, selbst wenn die Zahl der Krankheitsfälle drastisch steigt.

Das Unternehmen selbst verabreicht eine Beruhigungspille in Form einer Pressemitteilung. Darin ist zu lesen, dass die Zeitpläne in den verschiedenen Zulassungsverfahren für VLA 2001 eingehalten würden. Selbige laufen bei der Europäischen Arzneimittelbehörde, der britischen MHRA und der bahrainischen NHRA.

CEO Lingelbach zeigt sich optimistisch

Auch ein Verweis auf die positiven Booster-Ergebnisse, die bereits Ende Dezember mitgeteilt worden waren, fehlt nicht. Valneva-Boss Thomas Lingelbach zeigt sich dementsprechend optimistisch:

In den letzten Wochen erreichen uns täglich noch mehr Nachrichten von Menschen aus aller Welt, die sich mit einem inaktivierten Impfstoff impfen lassen möchten und mehr über VLA2001 erfahren möchten. Wir glauben weiterhin, dass unser inaktivierter Impfstoffkandidat eine wichtige Komponente im Kampf gegen Covid-19 sein könnte.

Tja, soweit, so gut, denn der Aktienkurs von Valneva erholt sich heute. Das tat er indes bereits gestern schon im Handelsverlauf – doch dann kam abends das überraschend falkenhaft ausgefallene Protokoll der US-Notenbanksitzung vom Dezember, auf das die US-Börsen im späten Handel mit satten Verlusten reagierten. Insbesondere Biotech-Werte wurden brutal abgestraft, also auch Valneva.

Den Investmentcase nicht vergessen

Anleger sollten trotz aller Turbulenzen der Märkte einen klaren Kopf bewahren und sich immer wieder den Investmentcase vor Augen führen: Über die Zulassung des Totimpfstoff-Kandidaten VLA 2001 wird noch in diesem Quartal entschieden. Kommt sie, erscheint angesichts bestehender Lieferverträge insbesondere mit der EU sowie weiterer Verhandlungen diesbezüglich eine höhere Marktkapitalisierung als die derzeitige von rund 1,9 Milliarden € gerechtfertigt. Dann dürften auch wieder Kurse jenseits von 20-30 € angesteuert werden.

Verweigert die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) jedoch die Zulassung, wird es düster...

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