Manuel / 02.07.21 / 12:23

Robinhood: Börsen-Abenteuer beginnt

Der Neobroker Robinhood (WKN: ROBHO1) füllte im Frühjahr inmitten der WallStreetBets-Frenzy die Titelseiten von Börsen- und Boulevardmedien. Das S-1-Filing offenbart hochinformative Details zum in Kürze anstehenden Listing an der Technologiebörse Nasdaq. Angestrebt wird eine Bewertung von mindestens 40 Milliarden US$.

Robinhood managt den Order Flow

Robinhood bearbeitet Orderaufträge von Millionen Kunden, 11,7 Millionen aktive Robinhood-Nutzer gab es im Dezember. Dabei stellt es den Order Flow sicher und arbeitet mit Market Makern zusammen, den „Kursmachern“ an den US-Handelsplätzen. Drei Viertel seiner Umsätze generiert Robinhood auf diese Weise und ist von den Big Boys der Wall Street abhängig – gut ein Drittel aller Erlöse werden mithilfe von Ken Griffins Citadel erzielt.

Irrer GameStop-Hype Futter für die Kritiker

Am gestrigen Tag hat Robinhood Markets sein S-1-Filing bei der Securities and Exchange Commission eingereicht, der US-Börsenaufsicht. Darin erklärt der Neobroker mit dem Blatt-Logo, seine Mission sei, „das Finanzwesen für Jeden zu demokratisieren“. So weit, so gut.

Die Schlagzeilen im Frühjahr füllte der Online-Broker aus Menlo Park eher mit Negativschlagzeilen. Das WallStreetBets-Debakel – damals war besonders die GameStop-Aktie angesagt – entwickelte sich medial und finanziell zum Debakel.

Die hohe Bekanntheit half dem Broker, seine Umsätze im ersten Quartal um +309% auf 522 Millionen US$ zu vervielfachen – allerdings stand auch ein krachender Quartalsverlust von -1,4 Milliarden US$ in den Büchern, resultierend aus einer bilanziellen Anpassung im Zusammenhang mit dem durch die erhöhte Marktvolatilität gestiegenen Schuldenlevel. 70 Millionen US$ Strafe musste Robinhood zuletzt nur in einem einzigen Rechtskonflikt berappen.

Börsen-Hype hält an

Eins ist klar: Robinhood profitiert von einem Corona-Aktienboom, der Käufer aus vielen Gesellschaftsschichten anlockt. Der Börsen-Hype dürfte anhalten und damit auch der Zustrom auf die Plattform. Ob die angestrebte Bewertung der Wachstumsaktie Robinhood von 40 Milliarden US$ gerechtfertigt ist, ist derzeit schwer einzuschätzen. Ich bleibe am Ball.

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