RIB Software: Unternehmen mit aggressiver US-Expansion

von (sh)  /   28. August 2019, 16:23  /   unter Dividenden-Aktien, Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Wie RIB Software (WKN: A0Z2XN) heute früh per Ad hoc-Meldung bekanntgab, hat man in den USA – nach der erfolgreichen Übernahme von 60% an der Building System Design (BSD) – weiter zugekauft. So vermeldete das Management um CEO Thomas „Tom“ Wolf heute den Erwerb von ebenfalls 60% eines führenden, wachstumsstarken Architektur-, Bautechnologie-, BIM- sowie Ingenieurs-Dienstleistungsunternehmens mit Hauptsitz in Südkalifornien.

Bei diesem neuen Übernahmeziel soll es sich um U.S. CAD handeln – ein Unternehmen, das erst im Jahr 1999 vom bis heute amtierenden CEO Daniel Counts gegründet und über die Jahre aufgebaut wurde. Dank dieser weiteren Akquisition soll sich der US-Umsatz von RIB Software im ersten Halbjahr 2020e auf umgerechnet über 30 Mio. Euro (circa 33,25 Mio. US-Dollar) mehr als verdoppeln bei einer gleichzeitig exorbitant guten EBITDA- bzw. EBIT-Marge zwischen 20-30%.

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Sollten diese sehr ambitionierten Erwartungen so tatsächlich erfüllt werden können, erscheint mir der Kaufpreis für die 60%ige Beteiligung mit 26,4 Mio. US-Dollar recht günstig. Denn schließlich bewertet dieser U.S. CAD letzten Endes nur mit 44 Mio. US-Dollar – und das bei einem Jahresumsatz von zuletzt wohl über 10 Mio. US-Dollar und Wachstumsraten von +50% p.a. Hier hätte ich eher einen fundamental fairen Unternehmenswert von 60-65 Mio. US-Dollar angesetzt.

Anleger feiern die Übernahme trotzdem nicht…

Obwohl diese zweite US-Akquisition aus meiner Sicht durchaus Sinn ergibt und auch der gebotene Übernahmepreis nicht zu teuer erscheint, feiern die Anleger die Aktie der RIB Software an der Börse jedoch nicht. Das hat auch gute Gründe. Denn zum Einen hat das Management in der jüngeren Vergangenheit nicht immer glücklich agiert und dadurch eine Menge Vertrauen bei den Anteilseignern zerstört.

Software aus dem Hause RIB Software im Einsatz…

Zum Anderen scheint die Aktie zu Kursen um 19 Euro und somit einem Börsenwert von knapp einer Milliarde Euro alles andere ein Schnäppchen zu sein. So weist der Titel ein aktuelles KUV 2019e von knapp fünf sowie ein aktuelles KGV 2019e von rund 60 auf. Ich hielte, angesichts der kürzlich erzielten der Wachstumsraten, eher eine Bewertung mit einem KGV 2019e zwischen 40 und 50 für angemessen. Dementsprechend verfügt die Aktie über ein gewisses Downside-Potenzial in Richtung 13,10 bis 16,40 Euro.

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