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/ 25.09.19 / 12:55

Pfeiffer Vacuum: Scharfer Gewinndämpfer belastet Aktie

Die Aktie der Pfeiffer Vacuum Technology AG (WKN 691660) kletterte zuletzt in Richtung des April-Hochs bei 151,80 Euro. Heute dann der große Rückschlag: Wie viele andere Unternehmen aus der technischen Industrie muss der Vakuumtechnik-Spezialist seinen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr nach unten anpassen. Der SDAX-Konzern hatte mit einem höherem Auftragseingang gerechnet. Es trifft sowohl Umsatz wie auch Ergebnis.

Den aktualisierten Schätzungen des Vorstands zufolge wird der Umsatz für 2019 zwischen 620 bis 640 Millionen Euro (zuvor: 640 bis 660 Mio. Euro) liegen, die EBIT-Marge bei "in etwa 10%" statt der avisierten 11% bis 14%. In den gedämpften Erwartungen spiegelt sich die Investitionszurückhaltung von "Kunden aus den Marktsegmenten Halbleiter und Beschichtung". Pfeiffer Vacuum-Aktien handeln heute um -14,75% billiger bei 127,70 Euro.

Pfeiffer Vacuum ist bekannt für seine hochtechnologischen Produkte in der Vakuumtechnik. Dazu gehören Vakuum-Lösungen aller Art, darunter Turbopumpen, Vorpumpen, Hochleistungs-Wälzkombenpumpen wie zugehörige Mess- und Analysegeräte. Kunden kaufen mit Pfeiffer-Pumpen nach eigenen Angaben beim "Technologie- und Weltmarktführer".

Zweistufige Drehschieberpumpe Pascal. Quelle: Pfeiffer Vacuum Pressebild

225 Millionen Euro lösen sich heute in Luft auf

Infolge des Kurssturzes von rund -15% löst sich ein Börsenwert von rund 225 Millionen Euro in Luft auf. Während der Konzernumsatz für das Berichtsjahr 2019 im Optimalfall sogar das untere Ende der alten Guidance erreichen wird (640 Mio. Euro), trifft es die Ergebnisseite voraussichtlich umso härter. Gemäß der aktualisierten Prognose wird die EBIT-Marge im Worst Case 4 Prozentpunkte schlechter ausfallen.

2018 verzeichnete die über 3.000 Mitarbeiter zählende Pfeiffer Vacuum Technology AG einen Umsatzanstieg von 12% auf 660 Euro Millionen Euro bei einer EBIT-Marge von 14,4%. Dass die Aktie nach den gedämpften Gewinnerwartungen nun nicht mehr nahe Jahreshoch tendiert, sollte auch für optimistische Anleger nachzuvollziehen sein.

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