Sascha / 19.11.20 / 15:00

Nvidia: Selbst Rekordzahlen sind jetzt zu wenig?

Die Berichtssaison über das dritte Quartal neigt sich nun auch in den USA langsam dem Ende zu. Als einer der letzten großen Technologiekonzerne legte gestern Abend – nachbörslich – der inzwischen weltgrößte Chipkonzern Nvidia (WKN: 918422) seinen Quartalsbericht vor.

Und um es gleich vorweg zu nehmen: Die Quartalszahlen fielen – allerdings auch erwartbar und erwartet – geradezu sensationell aus. So wusste Nvidia-Mitgründer und -CEO Jen-Hsun Huang ("Jensen Huang") von Rekordumsätzen im Bereich Datencenter, Rekordumsätzen im Bereich Gaming (Spiele) sowie auch insgesamt einem neuen Rekordumsatz für das Unternehmen zu berichten. Konkret sah das Zahlenwerk dabei wie folgt aus.

Rekorde über Rekorde, bei Nvidia läuft es rund!

Im Bereich Datencenter steigerte Nvidia seinen Umsatz um 162 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf nunmehr 1,90 Milliarden US-Dollar. Im Bereich Gaming lag das Umsatzwachstum immerhin noch bei 37 Prozent, so dass man hier einen Umsatz in Höhe von 2,27 Milliarden US-Dollar verbuchen konnte. Insgesamt wuchs der Konzernumsatz so um 57 Prozent auf den neuen Rekordwert von 4,73 Milliarden US-Dollar. Doch Umsatz macht bekanntlich Arbeit, nur Gewinn auch Spaß.

Umso schöner, dass auch unter dem Strich einiges hängen blieb. So berichtete das Management von einem Gewinn je Aktie in Höhe von 2,12 USD, was einer Steigerung um 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Im Vergleich zum Vorquartal lag das Wachstum sogar bei sagenhaften 114 Prozent. Bereinigt um Sondereffekte verzeichnete das Unternehmen sogar einen Gewinn je Aktie in Höhe von 2,91 USD, ein Plus von 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr sowie 33 Prozent gegenüber dem Vorquartal.

„Nvidia feuert aktuell auf allen Zylindern“, sagt Jen-Hsun Huang...

Diese extrem gute Performance kommentierte der stolze CEO mit dem Satz: „Nvidia feuert derzeit auf allen Zylindern“. Da hat er Recht, zumal auch der Ausblick des Unternehmens zwar einerseits konservativ, andererseits jedoch dennoch sehr gut ausfiel. So erwartet das Management im laufenden vierten Quartal einen Quartalsumsatz zwischen 4,704 und 4,896 Milliarden US-Dollar. Die Bruttomarge soll dabei zwischen 62,3 und 63,3 Prozent respektive bereinigt zwischen 65 und 66 Prozent liegen.

Insgesamt dürfte der Konzern somit im laufenden Geschäftsjahr 2020 seinen Jahresumsatz um mehr als die Hälfte auf rund 16,5 Milliarden US-Dollar steigern. Der Nettogewinn sollte sich dabei nahezu verdoppeln und näher bei 5,5 Milliarden als bei fünf Milliarden US-Dollar liegen. Damit würde sich dann auch ein Gewinn je Aktie von über neun US-Dollar errechnen, womit die Aktie derzeit ein KUV von etwa 20 sowie ein KGV von etwas über 60 aufweisen würde.

Damit ist die Aktie definitiv kein Schnäppchen, erst recht, wenn man sie beispielsweise mit einer Intel vergleicht. Andererseits läuft es bei Nvidia eben – ganz anders als bei Intel – derzeit absolut rund. Kritisch zu werten ist jedoch, dass die Aktie außerbörslich auf die vorgelegten Quartalszahlen mit leichten Kursabschlägen reagiert. Kurzfristig ist der Titel für mich daher eine (gute) Halteposition, mittel- bis langfristig jedoch immer noch kaufenswert!

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