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Nordex-Aktie: Darum geht's wieder in den Keller

Frank Giarra / 15.11.22 / 8:52

Ab in den Keller: Die Nordex-Aktie (WKN: A0D655) hat bereits gestern Abend auf der Handelsplattform Tradegate kräftig verloren und notiert aktuell nur noch bei 9,82 €. Auslöser des Kursrutsches sind die neuen Geschäftszahlen. Der Windturbinen-Hersteller weitet seinen Verlust aus und reduziert auch noch seine Prognose.

Der Hamburger Hersteller Nordex entwickelt und produziert Onshore-Windenergieanlagen, also Turbinen an Land. Insgesamt installierte das Unternehmen bislang eine Leistung von 41 Gigawatt in über 40 Märkten. Außerdem ist Nordex in der Planung von Windparks bis hin zu deren schlüsselfertiger Errichtung aktiv.

Aktie -30% in diesem Jahr

Wenn selbst das Unternehmen Trübsal bläst, wie sollen Investoren dann positiv gestimmt sein? Diese Frage stellt man sich automatisch, wenn man sich die neuen Quartalszahlen der Hamburger ansieht.

Anteilseigner sind die Achterbahnfahrten des Titels ja gewohnt. Wertverlust in 2022: -30%. Es sah schon mal viel besser aus, im März etwa bei Kursen um 17 €. Aber eben auch schon schlechter, im Juli ging's runter bis 7 €.

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Solide Auftragslage

Erwartungsgemäß verzeichnet Nordex im dritten Quartal mit 1,7 Milliarden € mehr Umsatz als in den Vorquartalen. Nach neun Monaten sind es nun 3,9 Milliarden €, also fast so viel wie im Vorjahreszeitraum (4,0 Milliarden €).

Das Unternehmen selbst spricht von einem soliden Auftragseingang und beziffert den Auftragsbestand mit 9,7 Milliarden €. An einer mangelnden Nachfrage liegt es also nicht, dass das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit -200 Millionen € deutlich negativ ausgefallen ist. Vor einem Jahr hatte Nordex noch einen operativen Gewinn von 101 Millionen € vermeldet.

Pessimistische Prognose

Die operative Marge in den ersten neun Monaten lag bei -5,2%. Und sie wird sich bis zum Jahresende auch nur unwesentlich verbessern. Die Hamburger prognostizieren jetzt rund -4%, das ist das untere Ende der zu vor genannten Prognosespanne.

Was Nordex nach wie vor zu schaffen macht, sind nach eigenem Bekunden die „fortwährenden Unterbrechungen der Lieferketten, Folgekosten aus Projektverzögerungen sowie das inflationäre Preisumfeld“. Zudem würden sich die deutlich um 32% gesteigerten Verkaufspreise erst mit zeitlicher Verzögerung positiv auswirken.

CEO José Luis Blanco kommentiert:

In einem herausforderndem Marktumfeld gelang es uns, bei den neuen Aufträgen höhere Verkaufspreise zu erzielen, die die massiven extern verursachten Kostensteigerungen mittelfristig kompensieren und unsere Profitabilität erhöhen werden. Mit Blick in die Zukunft haben wir unsere neue N175/6.X-Turbine vorgestellt. Damit ergänzen wir unser Produktangebot um eine hocheffiziente Turbine, um die in den kommenden Jahren erwartete steigende Nachfrage unserer Kunden noch besser bedienen zu können.

Unterm Strich Verlust

Das Kernproblem des Windturbinen-Herstellers bleibt damit gleich: Trotz der vielversprechenden Lage und sehr guter Aussichten im Geschäftsfeld der Erneuerbaren Energien verdient Nordex unterm Strich kein Geld, sondern fährt Verluste ein.

In der Vergangenheit wurden deshalb immer wieder Kapitalmaßnahmen fällig, die letzten im Juni und Juli, mit denen Aktionäre verwässert wurden. Zum 30. September betrug die Netto-Cash-Position inklusive der Kapitalerhöhung 292 Millionen €. Zum Vergleich: Ende 2021 waren es noch 424 Millionen €.

Obwohl also die Verkaufspreise deutlich gesteigert werden konnten, konnten die gestiegenen Kosten nicht wirklich kompensiert werden. Da helfen dann auch volle Auftragsbücher nicht weiter.

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Aktie weiterhin kein Kauf

Aus meiner Sicht bleibt es dabei: Der Windturbinenhersteller wird auf absehbare Zeit nicht profitabel arbeiten. Gleichwohl ist das Unternehmen an der Börse mit stattlichen 2 Milliarden € bewertet, die Aktie ist also keinesfalls günstig und für mich kein Kauf.

Zitat aus meinem Nordex-Artikel am 14. Oktober mit vorausschauendem Blick auf die Quartalszahlen: „Mich würde es nicht überraschen, wenn hier unliebsame Neuigkeiten unterbreitet würden.“ Genau so ist es gestern gekommen.

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