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Münchener Rück-Aktie: Noch Luft für höhere Kurse?

Rudolf Schneider / 30.12.22 / 15:55

Die Münchener Rück-Aktie (WKN: 843002) hat seit Juli einen guten Lauf. Von dem damaligen Tief ist sie um +38% auf aktuell 304 € gestiegen. Damit hat sie das Allzeithoch vom 13. Dezember mit 307,80 € fast wieder erreicht. Anleger stellen sich daher die Frage, ob man jetzt noch einsteigen soll.

Die Münchener Rück ist eine der größten Rückversicherungsgesellschaften weltweit. Neben dem Hauptgeschäft der Rückversicherung betreibt sie über ihre Tochter Ergo auch das Erstversicherungsgeschäft. Neben dem Versicherungsgeschäft ist das Unternehmen auch im Asset Management tätig. Der Konzern agiert weltweit, der Hauptsitz befindet sich in München. Momentan beträgt die Marktkapitalisierung rund 42,1 Milliarden €.

Hohe Schäden durch Naturkatastrophen

Zunehmende Naturkatastrophen wie Überschwemmungen, Hurrikans oder Waldbrände verursachen große Schäden. Erstversicherer wälzen diese Risiken auf Rückversicherer ab.

Die Münchener Rück hat sich auf diese Rückversicherungen spezialisiert und war in der Vergangenheit sehr erfolgreich. In diesem Jahr waren die Schäden durch Naturkatastrophen wie bei Hurrikan „Ian“ in den USA sehr hoch. Diese Versicherungsleistungen haben ihre Spuren beim Konzern hinterlassen.

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Erfolgreiches drittes Quartal

Das Quartal war durch hohe Schadenszahlungen im Rückversicherungsgeschäft, aber auch durch ein gutes Ergebnis bei der Tochter Ergo geprägt. Trotz allem ist es gelungen, gute Geschäftszahlen zu erzielen.

Die Bruttobeitragsprämien haben sich um 17,8% auf 18,2 Milliarden € erhöht. Das Konzernergebnis stieg von 366 Millionen auf 527 Millionen €. Der größte Anteil von 446 Millionen € resultiert aus dem Erstversicherungsgeschäft der Tochter Ergo. In dem Konzernergebnis sind hohe Währungsgewinne enthalten.

Solide Geschäftsentwicklung in den ersten neuen Monaten

Die Entwicklung von Januar bis Ende September verlief insgesamt sehr zufriedenstellend. Die Bruttoprämien erhöhten sich um 14% auf 50,9 Milliarden €. Der Konzerngewinn liegt mit 1,9 Milliarden € geringfügig unter dem des Vorjahreszeitraumes.

Eigenkapital gesunken

Das Eigenkapital hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund 9 Milliarden € auf 21,4 Milliarden € reduziert. Der Rückgang basiert auf niedrigeren Kursen der festverzinslichen Wertpapiere. Steigende Zinsen führen zu Kurssenkungen der Papiere.

Der Rückgang ist somit technischer Art und basiert und nicht auf hohen Verlusten. Die Eigenkapitalrendite von 10,3% ist dennoch als gut zu bezeichnen.

Prognose leicht angehoben

Bei den Bruttobeiträgen wurde die Jahresprognose auf 67 Milliarden € angehoben, zuletzt waren es 64 Milliarden €. Trotz der hohen Schadenszahlungen soll der prognostizierte Jahresgewinn von 3,3 Milliarden € erreicht werden.

Der Konzern gibt eine erste Ergebnisprognose für das nächste Geschäftsjahr ab, danach soll der Konzerngewinn dann bei 4 Milliarden € liegen. 3,3 Milliarden kommen aus dem Rückversicherungsgeschäft und 0,7 Milliarden von der Tochter Ergo.

Reicht die Kraft noch für Kurssteigerungen?

Glaubt man den Analysten, hat die Münchener Rück-Aktie noch Potenzial für weitere Kurssteigerungen, das mittlere Kursziel liegt bei 312 €. Die Analysten von Jefferies erwarten 320 €, die DZ-Bank hebt die Aktie auf 345 €.

Es gibt aber auch Mahner wie die UBS, die die Aktie für überbewertet halten, ihr fairer Kurs liegt bei 265 €.

Aufgrund der hohen Schadensleistungen dürften die Versicherungsprämien zukünftig deutlich erhöht werden. Somit sorgt der Konzern für ein geringeres Versicherungsrisiko. Dass das Unternehmen zu so einem frühen Zeitpunkt eine erste Gewinnprognose abgibt, ist ein gutes Zeichen. Dies sorgt bei Anlegern für Kursfantasie.

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Optimistische Einschätzung

Für das nächste Jahr bin ich zuversichtlich, hier sollten Kurse von 340 € erreicht werden. Das würde einer Marktbewertung von rund 47 Milliarden € entsprechen. Dies ist bei einem erwarteten Gewinn von 4 Milliarden € nicht übertrieben hoch.

Für die Aktie spricht auch die gute Dividendenzahlung. Im letzten Geschäftsjahr betrug sie 11 €. Die Dividendenrendite beträgt somit 3,62%.

Kurskorrektur abwarten

In der jetzigen Situation würde ich das Papier nicht kaufen. Einem so starken Anstieg folgt erfahrungsgemäß eine Kurskorrektur. Kurse unter 280 € bieten meiner Meinung nach gute Einstiegschancen.

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