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/ 15.07.19 / 10:24

MBB: Prognose zusammengestrichen, aber ...

Die Prognoseanpassung von Aumann (WKN: A2DAM0) kommt bei der MBB-Aktie (WKN: A0ETBQ) an: Diese dreht am Montag nach schwachem Start ins Plus um +1,52% auf 60,00 Euro. MBB erwartet für 2019 Umsätze in Höhe von "mehr als 500 Millionen Euro". Das EBITDA wird voraussichtlich 50 Millionen Euro betragen - abhängig von der Entwicklung bei Aumann kann sich dieses auf bis zu 44 Millionen Euro reduzieren. 

Die Prognose enthält laut MBB ausdrücklich nicht den noch nicht konsolidierten Zukauf der Friedrich Vorwerk KG. Dieser Umstand könnte gleichzeitig eine Chance eröffnen. Denn nach Vollzug der Transaktion könnte MBB die Prognose für das laufende Geschäftsjahr bald schon wieder anheben unter Berücksichtigung der Vorwerk-Zahlen. Werfen wir einen Blick auf die neuesten Entwicklungen bei MBB.

Vorwerk-Zukauf im Fokus des Investoreninteresses - bald Prognoseerhöhung?

MBB gab im Juni bekannt, 60% der Anteile an der Friedrich Vorwerk KG erworben zu haben - ein Kaufpreis wurde nicht bekannt. Der Abschluss der Transaktion steht noch unter Vorbehalt der Zustimmung durch die deutschen Kartellbehörden. Wann damit genau zu rechnen ist, ist nicht bekannt. Erfahrungsgemäß dürfte diese Formalie in naher Zukunft erledigt werden. Noch besser: Investoren dürfen dann wohl auf eine erneute Aktualisierung der Guidance hoffen.

Die im Bereich des Gas-, Ölpipeline-, Stromtrassen-, Rohrleitungs- und Gasanlagenbaus aktive Friedrich Vorwerk Gruppe mit einem Umsatz von über 100 Millionen Euro ist "profitabel". Vorwerk will in den kommenden Jahren von den durch die Energiewende angestoßenen Investitionen in das Stromnetz profitieren.

Vorwerk wird aller Wahrscheinlichkeit nach die siebte Beteiligung unter dem Dach der MBB SE. Das Beteiligungsportfolio vereint Anteile an Gesellschaften aus den Bereichen Industrieproduktion, Handel und Technische Applikationen.

Beide Aktien haben schon bessere Zeiten gesehen

Aumann, an der MBB mit 38% beteiligt ist, hatte am Mittwoch vergangener Woche seine Prognose nach unten korrigiert und erwartet für 2019 einen Umsatz deutlich unter dem Vorjahreswert (wir berichteten). Sowohl die Aumann-Aktie als auch die von MBB - die wiederum auf Mehrjahrestief notiert - haben schon bessere Zeiten erlebt.

Quelle: MBB Geschäftsbericht 2018

Für MBB dürfte es 2019 - ohne Berücksichtigung der Vorwerk-Akquisition - auf einen Jahresumsatz auf 2018-Niveau (507 Mio. Euro) hinauslaufen. Im vergangenen Jahr meldete die Beteiligungsgesellschaft erstmals den Sprung über die Schwelle von einer halben Milliarde Euro Umsatz. MBB bleibt nach eigenen Angaben seiner Strategie treu und will in Zukunft durch Zukäufe wachsen.

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