Mainz Biomed: Darum schießt das Handelsvolumen durch die Decke

16.02.23 um 11:07

Die Aktien von Mainz Biomed (WKN: A3C6XX) fahren am Mittwoch Achterbahn – und das mit einem außerordentlich hohen Handelsvolumen. Nach einem +12%-Kurssprung ging der einstige SD-Volltreffer schließlich an der New Yorker Börse mit einem Tagesminus aus dem Handel. Wann sind für den Biotech-Titel wieder nachhaltige Kursgewinne möglich?

Mainz Biomed entwickelt molekulargenetische In-Vitro-Diagnostik für lebensbedrohliche Krankheiten. Das Vorzeigeprodukt des Unternehmens ist ColoAlert – ein Vorsorgetest zur Früherkennung von Darmkrebs, der derzeit bereits in großen Teile Europas und in den Vereinigten Arabischen Emiraten vermarktet wird.

Kurs-Achterbahn: ColoAlert-Launch in England und Spanien

Wie gewonnen, so zerronnen: Die Mainz-Aktie ist am Mittwoch prozentual zweistellig hochgeschossen, nur um den Handelstag letztlich doch mit einem Minus von 1,3% bei 6,85 US$ zu beenden. Dabei wechselten die Anteile des Darmkrebs-Spezialisten an der Nasdaq über 280.000-mal den Besitzer – mehr als das 10-Fache des Durchschnittsvolumens der vorangegangenen 20 Tage.

Zuvor hat das Unternehmen neue Partnerschaften mit zwei Labors in England und Spanien gemeldet, mit dem Marylebone Lab und dem Instituto de Microecologia. Damit haben sich die Mainzer potenziell zwei vielversprechende neue Märkte erschlossen: Auf der iberischen Halbinsel sind den Angaben nach bis zu 26 Millionen Patienten adressierbar; knapp 9 Millionen seien es allein im Großraum London.

Darin Leigh, Chief Commercial Officer of Mainz Biomed, kommentiert:

Bei der Umsetzung unserer kommerziellen Strategie sind wir fest entschlossen, mit Laboren zusammenzuarbeiten, die unsere Leidenschaft teilen, erstklassige diagnostische Tests auf den Markt zu bringen, die das Potenzial haben, die Behandlung und Vorbeugung tödlicher Krankheiten wie Darmkrebs drastisch zu beeinflussen. Es ist nach wie vor die zweit-tödlichste Krebserkrankung in Europa ist und eine, bei der die Früherkennung eine entscheidende Rolle für das Überleben der Patienten spielt.

Mit ColoFuture zum „Goldstandard“ ?

Mit ColoAlert erobert Mainz rasch neue Märkte und das hat Gründe: Ärzte und Gesundheitsbehörden weltweit werden zunehmend sensibilisiert für die Wichtigkeit von Darmkrebs-Vorsorge und Forscher loben den In-Vitro-Test der deutschen Firma bereits für seine einfache Durchführbarkeit sowie seine hohe Sensivität und Spezifität (Dollinger MM et al. 2018).

Doch damit nicht genug: Im Rahmen seiner ColoFuture-Studie will das Unternehmen sein Paradeprodukt um die Fähigkeit zur Identifizierung von fortgeschrittenen Adenomen erweitern – eine Art von präkanzerösen Polypen, die häufig mit Darmkrebs in Verbindung gebracht werden.

Im Fall von positiven Daten – Ergebnisse sollen noch im ersten Halbjahr vorliegen – würde ColoAlert laut Firmenchef Guido Baechler zum „Goldstandard in der Darmkrebsvorsorge“ werden.

Das würde zugleich auch die Erfolgschancen für die seit Dezember laufende US-Zulassungs-Studie ReconAAsense dramatisch verbessern. Der endgültige Readout ist hier für 2025 geplant. In dieser fürs Auftaktquartal aufgefrischten Präsentation zeigen die Hessen überzeugend auf, welch enorme Marktchancen sie jenseits des Atlantiks erwarten.

Es bleibt ein Auf und Ab

Die mit einer hohen Handelsfrequenz angefeuerte Kursachterbahnfahrt der Mainz-Aktie am Mittwoch hatte ein vertrautes Muster: Der Biotech-Titel ist bislang nicht in der Lage, seine durch positive News erzeugten Kursgewinne zu halten. Nach jedem Aufstieg folgt eine meist noch steilere Talfahrt.

Ich gehe davon aus, dass wir dieses Verhaltensschema der Aktie sehen werden, solange der Börsenwert des Unternehmens (100 Millionen US$) im Micro-Cap-Bereich fristet.

Mit den ColoFuture-Daten steht der nächste wirklich große Kurskatalysator in weniger als vier Monaten an. Der gestrige Tag zeigt jedoch, dass Mainz jederzeit in der Lage ist, für Action und zweistellige Kurssprünge zu sorgen.

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Interessenkonflikt: Autor, Herausgeber und Mitarbeiter halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien und Aktienoptionen des besprochenen Unternehmens und haben die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern bzw. Optionen auszuüben und könnten dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Darüber hinaus besteht dieser Interessenkonflikt in besonderem Maße für die Geschäftsführer der bull markets media GmbH, die beide persönlich signifikante Positionen in Aktien und Warrants des Unternehmens halten.

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